Ein Problem aus dem japanischen Raum ist im Westen angekommen: Während japanische Künstler und Künstlerinnen in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit den Zahlungsdienstleistern hatten, üben nun auch hierzulande Zahlungsdienstleister wie Visa Druck auf Gaming-Plattformen wie Steam und Itch.io aus.
In diesem Zuge erhalten mehrere X-Posts des Schöpfers von NieR, Yoko Taro, neue Aufmerksamkeit. Sie stammen zwar aus dem Oktober 2024, erhalten durch die neuen Entwicklungen allerdings erneut Relevanz.
Yoko Taro kommentiert, dass Zahlungsunternehmen Zahlungen für legale Erwachsenen-Inhalte verweigern. Er betonte, dass in Verlagswesen und ähnlichen Bereichen zwar immer über die Gesetze hinausgehende Regulierungen bestanden. Doch dass ein Zahlungsdienstleister, der die gesamte Infrastruktur der Inhaltsverteilung kontrolliert, solche Entscheidungen eigenmächtig treffen kann, stelle eine völlig neue und gefährliche Dimension dar.
Yoko Taro behauptet zudem, dass durch Kontrolle dieser Zahlungsdienstleister sogar die freie Meinungsäußerung eines anderen Landes eingeschränkt werden könne. Dies sei „nicht nur eine Frage der Zensur von Erwachsenen-Inhalten oder der Gefährdung der Meinungsfreiheit, sondern eine Sicherheitslücke, die die Demokratie selbst gefährdet.“
Yoko Taro behauptet zudem, dass durch Kontrolle dieser Zahlungsdienstleister sogar die freie Meinungsäußerung eines anderen Landes eingeschränkt werden könne. Dies sei „nicht nur eine Frage der Zensur von Erwachsenen-Inhalten oder der Gefährdung der Meinungsfreiheit, sondern eine Sicherheitslücke, die die Demokratie selbst gefährdet.“
Seine Äußerungen folgten auf die Meldung, dass Manga Library Z, eine Plattform, die seit 14 Jahren digitale Ausgaben vergriffener Manga bewahrte, wegen Druck von internationalen Kreditkartenfirmen schließen musste. Ähnliche Probleme betreffen auch andere japanische Plattformen wie DLsite, Skeb, Fantia, Pixiv und Niconico, die wegen Zensuranforderungen zunehmend auf alternative Zahlungsmethoden zurückgreifen müssen.
Yoko Taro warnt, dass die Macht der Zahlungsdienstleister gefährlich ist, nicht nur, weil legale erotische Kunst zensiert werden könne, sondern auch, weil dadurch Staaten potenziell die Demokratie anderer Länder untergraben könnten.
Yoko Taro warnt, dass die Macht der Zahlungsdienstleister gefährlich ist, nicht nur, weil legale erotische Kunst zensiert werden könne, sondern auch, weil dadurch Staaten potenziell die Demokratie anderer Länder untergraben könnten.
Bildlizenz: Lotus Head from Johannesburg, Gauteng, South Africa, CC SA 2.5 Generic via Wikimedia