Bereits vor mehreren Wochen gab es erste Hinweise darauf, dass die abgebauten Stellen bei Microsoft möglicherweise durch KI-Tools ersetzt werden sollen. So sagte beispielsweise CEO Satya Nadella, dass bereits bis zu 30 Prozent des Codes bei Microsoft mithilfe von KI erstellt werden. Activision gab im Februar ebenfalls zu, dass sie KI in der Entwicklung von Black Ops 6 nutzten. Microsofts KI-Tool Copilot ist ebenfalls "nicht mehr optional" bei den Mitarbeitern von Microsoft. Ein Mitarbeiter der Halo Studios sagte im Gespräch mit engadget.com: "Sie tun ihr verdammt Bestes, so viele Jobs wie möglich durch KI-Agenten zu ersetzen.“
Ein aktueller Bericht von Mobilegamer.biz legt nahe, dass der jüngste Stellenabbau beim Candy Crush Saga-Studio King, das seit der Übernahme von Activision Blizzard zu Microsoft gehört, direkte Verbindungen zur zunehmenden Nutzung von KI-Tools hat. Demnach sollen genau jene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die entlassen wurden, zuvor selbst an der Entwicklung, Implementierung und Optimierung dieser Tools mitgewirkt haben, insbesondere in Bereichen wie Level-Design und Narrative Copywriting.
Laut einem internen Memo, auf das sich der Bericht stützt, verfolgt King das Ziel, Prozesse zu verschlanken und schneller zu machen. Dazu wird unter anderem KI genutzt. Die gestiegene Effizienz erlaubt es dem Unternehmen, mit weniger Personal eine höhere Produktivität und Effizienz zu erreichen. Gleichzeitig soll das Marketingbudget erhöht werden, um trotz stagnierender Wachstumszahlen neue Impulse zu setzen.
Der Fall King zeigt vielen in der Games-Branche, dass KI-gestützte Automatisierung nicht nur Tools liefert, sondern auch konkrete Jobs ersetzt – selbst in kreativen Bereichen wie Storytelling und Level-Gestaltung.