Im April entfernte Nintendo die Information aus Presseunterlagen und von ihrer Webseite, dass die Switch 2 eine Variable Refreshrate (VRR) unterstütze. Entwickler konnten diese Funktion jedoch in ihre Spiele einbauen und es schien auch zu funktionieren.
Jetzt hat Nintendo die Entwicklerdokumentation angepasst, in der das Problem nun im Detail beschrieben wird: Die Nintendo Switch 2 unterstützt zwar auf dem internen Display VRR, aber das Dock kann keinen VRR-Support garantieren. Das liegt unter anderem daran, dass der HDMI-Port und der Bildwandler, der das Signal der Switch 2 auf den TV bringt, nur für HDMI 2.1 spezifiziert ist, aber für offiziellen VRR-Support der Standard HDMI 2.1b benötigt wird. Deshalb kann auf dem TV kein Bild mit variabler Refreshrate ausgegeben werden.
Einige TV-Hersteller entwickelten jedoch eigene, proprietäre Erweiterungen des Protokolls, um schon mit HDMI 2.0 einen grundlegenden VRR-Support zu bieten. Ob Nintendo diese Unterstützt ist noch unklar.
Variable Refreshrate (VRR) ist ein Feature, das die Bildfrequenz des Fernsehers dynamisch an die ausgegebene Bildfrequenz der Grafikkarte anpasst, damit es nicht ruckelt oder "Frametearing" verursacht. Sie ist eine Antwort auf das proprietäre Nvidia GSync aus dem Jahr 2013, auf das AMD mit dem offenen Standard Freesync 2014 antwortete, auf das VRR aufbaut. VRR spezifiziert im HDMI 2.1b Standard eine Range von 48 bis 120 Hz. Andere Implementationen wie Freesync im Steam Deck greifen dagegen schon ab 24Hz.
Im Übrigen ist VRR auch bei anderen Konsolen anfällg: Die Playstation 5 hat einen Fehler in ihrer Implementation, die dafür sorgt, dass das Feature nach etwa 30 Minuten aus dem Sync mit dem Monitor läuft und danach Mikroruckler erzeugt - genau die Ruckler, die VRR eigentlich vermeiden sollte.