Der Verband der deutschen Gamesbranche hat eine neue Studie über Gamer in Deutschland vorgelegt, die von YouGov durchgeführt wurde. Manche Ergebnisse davon sind wenig überraschend: Gamer sind im letzten Jahr im Durchschnitt ein Jahr älter geworden (nun 39,5 Jahre) und die niedrigschwelligen Angebote insbesondere im Mobile- und F2P-Bereich verlocken immer mehr Leute (+9% Zuwachs zum Vorjahr) zum Zocken. Ebenfalls bleibt die Mehrheit der Spieler Männlich, aber der Abstand schrumpft: 48% sind Spielerinnen.
Im Detail gibt es dann jedoch interessante Informationen: Die GenX, die mit dem NES, Atari und Gameboy groß wurde, hat ihre Liebe zum Gaming wiederentdeckt und stellt die größte Gruppe unter den Gamern. Erst danach folgen die Millenials, die mit dem Wechsel auf 3D mit der Playstation 1, Nintendo 64 und der Sega Dreamcast dazugestoßen sind. Besonders überraschend: Immer mehr Menschen über 60 finden den Weg zum Controller und Touchscreen - ihnen hat man inzwischen beibringen können, dass man nicht alle Videospiele mit dem Joystick steuert. Manchmal geben sie ihr Spielegerät aber auch an die Enkel weiter: Hunderttausende Kinder im Alter von 6-9 Jahren haben schon mal ein Videospiel gespielt.
Ein weiterer Trend, der im Detail überrascht: Der Markt wächst leicht, obwohl weniger Konsolen und Spiele verkauft werden. Der sinkende Umsatz in dieser Sparte wird mit Online-Gaming-Services ausgeglichen. Der Umsatz in diesem Segment stieg um 12 Prozent auf 965 Millionen Euro.