Die Ankündigung der US-Regierung, Zölle auf bereits angekündigte Zölle zu erheben, sorgt auch bei Gamern für Sorgenfalten.
So kündigte der US-Präsident heute zusätzliche Zölle auf insgesamt 50% auf die bereits erhobenen Zölle auf 34% an - in Kombination mit bereits vohandenen Zöllen zahlen amerikanische In- und Exporteure so insgesamt bis zu 104% Strafzölle für Produkte aus China (1). Chinas Handelsministerium antwortete „Die Drohung der USA, die Zölle gegen China zu erhöhen, ist ein Fehler (...) Wenn die USA auf ihrem eigenen Weg beharren, wird China bis zum Ende kämpfen.“ (unvolltsändiges Zitat, Propaganda wurde entfernt) (2). Daher ist zu erwarten, dass auch in China die Strafzölle auf Produkte aus Amerika bis zum Launch der Switch 2 deutlich erhöht werden.
Da Nintendo ein gewisses Konflikt- und Eskalationspotenzial der Strafzölle bewusst war, wurden verbindliche Vorbestellungen in den USA bereits zur Ankündigung der Switch 2 erst einmal auf unbekannte Zeit verschoben (3). Aber auch die wiederholten Anpassungen der Zollpapiere sowie die Prüfung derer wird zu Verzögerungen führen - insbesondere wenn Waren mit dem Schiff verschickt werden, aber die Zölle innerhalb kurzer Zeit wiederholt verändert werden. Aufgrund der extremen Eskalation des Handelskonflikts ist aber nun nicht nur der Vorbestellungszeitraum ungewiss, sondern auch der Launchpreis, möglicherweise könnte aber auch die Menge der verfügbaren Hardware, im schlechtesten Fall sogar der Launchzeitpunkt betroffen sein - insbesondere in den USA.
Für weltweite Sorgen in der Tech-Branche sorgt vor allem Hardware amerikanischer Firmen, die Teile ihrer Produktion in diverse Länder ausgelagert haben. Wie viele Komponenten US-Amerikanischer Firmen in der Switch 2 stecken, ist derzeit noch unbekannt. Bekannt ist, dass der Grafikchip zwar vom amerikanischen Unternehmen Nvidia kommt, aber vom koreanischen Unternehmen Samsung gefertigt wird (4). Typischerweise wird aber auch - insbesondere in mobiler Hardware - Technik des amerikanischen Techgiganten Broadcom verwendet. Bei der WiiU und Switch wurde so die WLAN- und Bluetooth-Funktionalität umgesetzt (WLAN-Chips, Streaming-Hardware, Bluetooth in Joycons).
Preiserhöhungen durch gegenseitige Strafzölle betreffen den globalen Markt, da der Aufbau neuer Fabriken außerhalb Chinas in der Regel mehrere Jahre dauert. Alternativ können viele Teile zwar mit minderwertigen Alternativen anderer Hersteller ausgetauscht und weltweit rezertifiziert werden, dieser Prozess dauert in der Regel mehrere Monate. Für amerikanische Hardware gilt derzeit (Stand 8. April 2025) ein Importzoll von 34% nach China.
Wie Nintendo auf die Eskalation im Handelskonflikt reagieren wird bleibt abzuwarten.