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Hands-On: Disney Micky Epic

Unheimlich gut.

Sonntag, 18. Juli 2010 um 21:42 von Becks



Die kleine Micky Maus wird von jedem gekannt, von vielen geliebt und verkörpert wie keine andere Figur die Disney Studios, die mit ihren zahlreichen Filmen über viele Jahre jedes Kind dieser Welt verzaubern konnten. Doch wenn man einmal genau darüber nachdenkt, sich fragt wofür die Micky Maus eigentlich steht und was sie auszeichnet, beginnt das große Grübeln. Sie ist stets lieb und nett, bewegt sich gradlinig und immer gesellschaftlich korrekt durchs Leben. Wo bleibt da das Profil und wie ist sie zu so einer Berühmtheit geworden? Eine Karikatur unserer Gesellschaft, die auch mal Schwächen zeigt, sich eben etwas menschlich verhält, ist die Figur bei weitem nicht. Ist dies vielleicht auch ein Grund, wieso die berühmte Micky Maus so langsam aus unseren Erinnerung verschwimmt und keine bleibenden Eindrücke hinterlassen konnte?

Eine spannende Kombination

Umso erstaunlicher ist daher das Projekt "Disney Micky Epic", welches diesen Titel keinesfalls umsonst trägt. Warren Spector höchstpersönlich, dessen genialem Kopf solche Werke wie Deus Ex entsprungen sind, nimmt sich der kleinen Micky Maus an und verleiht ihr ein tiefgründiges Profil, eröffnet uns Spielern eine zauberhafte Märchenwelt und zeigt die Disneycharaktere mit all ihren bekannten, als auch unbekannten Facetten. Beispielsweise wird man sich im Wii-exklusiven Disney Micky Epic entscheiden dürfen, ob man für das Gute kämpft oder egoistisch handelt und nur dem eigenen Zwecke dienliche Aktionen ausführt. In unserer Anspielsession wurden wir gebeten fünf bestimmte Masken zu sammeln und bei einem Händler auszuliefern. Wir hatten allerdings nur vier von diesen gefunden und haben uns dazu entschlossen durch den Hintereingang des Händlers eine bereits abgegebene Maske zu stehlen und vorne dann am Tresen als fünfte gesuchte Maske abzugeben. Eine Tat, die die typische Micky Maus niemals getan hätte. Dabei handelt es sich bei diesem Beispiel nur um einen ganz kleinen Geschmack von der dunklen Welt, die dieses Werk vermittelt.

Warren Spector erklärt die Hintergründe zu Disney Micky Epic.



Episch und vor allem untypisch ist die Story hinter dem neuen Disneyspiel. Micky Maus hat eine Karte des Cartoon-Wastelands, der Alternativen-Comic-Welt, gefunden und durch einen Unfall das Reich in das Chaos gestürzt. König dieses verborgenen Landes ist der Hase Oswald, der Walt Disneys erste Kreation war, ehe Micky Maus selbst überhaupt erfunden wurde. Dem Cartoon-Wasteland droht die ewige Verdammnis und es liegt an der tapferen Maus, dieses Schicksal abzuwenden. Verantwortlich für all die Tragödie, so stellt sich schnell heraus, ist Mickeys Erzfeind, das Phantom.

Wir sind von diesem Titel wirklich angetan, denn eine der geschichtsreichsten Figuren unserer modernen Zeit wird aus einer völlig neuen Perspektive gezeigt, die zwar seltsam wirkt, aber eben genau dadurch so spannend wird. Mickey, so muss man bei allem Respekt sagen, war out, doch Warren Spector sorgt dafür, dass diese Geschichte neu ausgelegt wird und uns wieder an die Magie der Disneywerke glauben lässt. Die herrlich schaurigen Welten von Disney Micky Epic können in Form eines typischen Plattformer-Spiel erkundet werden. Jede Welt bietet spezielle Hauptquests, die zum voran schreiten der eigentlichen Geschichte dienen, und zahlreiche Nebenmissionen, die man nicht missen möchte. Wir durften beispielsweise ein Liebespaar zu ihrem Glück verhelfen, in dem wir bei der Angebeteten nachgebohrt haben, was sie liebt und diese Information dem Liebenden zugespielt haben. Egal ob man dabei nun den guten oder den bösen Weg wählt, man wird von einer facettenreicheren und tiefgründigeren Welt eingenommen, was bei dem Spieler für eine noch größere Faszination sorgt. Die einzelnen Welten werden übrigens mit sehr gelungenen 2D-Retro-Jump'n'Run Level miteinander verbunden. Will man also eine Welt wechseln, sucht man eine kleine Leinwand auf und springt in diese Schwarz-Weiß-Welt.



Retro-2D-Jump'n'Run Level verbinden die Welten in Disney Micky Epic.



Elementarer Bestandteil des Gameplays bildet die Waffe Mickeys. In diesem Mix aus Rollen- und Abenteuerspiel arbeitet die Maus mit einem ganz speziellen Pinsel, der mit seiner Zaubertinte im stande ist Gegenstände verschwinden zu lassen oder auch mit Leben zu füllen. Der Verdünner, die erste Variante der zauberhaften Tinte, dient dazu komplette Gegenstände verschwinden zu lassen. Stellt sich euch einen Gegenstand in den Weg oder ist eine Tür versperrt, so reicht eine einfache Geste mittels Wii-Mote, um den Pinsel zu schwingen und so die Hindernisse einfach wegzuradieren. Ähnlich malerisch und dadurch auch so passend für dieses Comicspiel, geht es mit der zweiten Variante der Zaubertinte zu, denn mit der normalen Farbe kann man abgeblasste Gegenstände mit Farbe füllen und zum eigenen Vorteil nutzen. Benötigt ihr eine Plattform, um über die Grube zu gelangen, so zögert nicht und malt sie einfach mittels Wii-Mote in das Spiel.


So viele zauberhafte Stile: Selbst die Zwischensequenzen besitzen einen eigenen Charme.



Disney Micky Epic, so können wir nach unserer Spielprobe sagen, besitzt Humor, ist sehr liebevoll gestaltet und wartet mit einem mystisch großen Abenteuer auf. Ende des Jahres können wir uns dann vollkommen von dem Spiel überzeugen, denn dann erscheint das Spiel exklusiv für Wii.

In unserer Screenshot-Galerie gibt es übrigens noch viele weitere Bilder zum Spiel.



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