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gamescom 2009 Preview: Silent Hill: Shattered Memories

Das Remake des ersten Teils: Wir gingen erneut mit Harry Mason nach Silent Hill!

Sonntag, 30. August 2009 um 13:41 von Sharky81

Silent Hill: Shattered Memories

Im Business-Bereich von Konami durften wir uns in einem separaten Raum in aller Ruhe dem Remake von Silent Hill 1 auf der Wii widmen. Befürchtungen, dass der Titel für Kenner des ersten Teils nichts Neues zu bieten hat, sind allerdings unbegründet. Vielmehr orientiert sich "Silent Hill: Shattered Memories" nur grob an der Geschichte des ersten Teils der beliebten Horror-Serie, in dem Harry Mason nach einem Autounfall in dem verlassenen Städtchen Silent Hill seine verschwundene Tochter sucht - der Spielablauf wurde für die Wii wesentlich überarbeitet und erweitert.



Wie sich die Handlung entwickelt, hängt dabei maßgeblich von euren Handlungen und Entscheidungen ab. "Shatterd Memories" erkennt beispielsweise, wie lange ihr an bestimmten Orten verweilt oder wie lange ihr etwas betrachtet und erstellt anhand dieser Daten eine Art persönliches Psychoprofil von euch. Ein Feature, auf das Konami besonders stolz ist. Einer der entscheidensten Punkte erwartet euch dabei gleich zu Beginn des Spiels. In einer Psychiater-Sitzung müsst ihr einen Fragebogen wahrheitsgemäß (oder auch nicht) ausfüllen. Je nachdem, wie eure Antworten aussehen, erwartet euch daraufhin ein anderer Spielablauf und ihr trefft auf veränderte oder unterschiedliche Charaktere. Beispielsweise ist die Polizistin, der ihr zu Beginn in einem Kaffee begegnet, dementsprechend leicht bekleidet und aufgeschlossen oder bis zum Hals zugeknöpft und unfreundlich. In einem erneuten Spieldurchgang mit einem bewusst anders ausgefüllten Fragebogen trafen wir sogar gar nicht auf die Polizistin, stattdessen erhielten wir von einer Barfrau unsere ersten Instruktionen. Ein Umstand, der sogar Hajo Neu von Konami überraschte, der uns auf unserem Ausflug nach Silent Hill betreute und schon einige Spielesessions beobachtete. Scheint so, als ob "Shattered Memories" immer wieder für eine Überraschung gut ist und einen extrem hohen Wiederspielwert besitzt. Eine weitere Neuerung ist der Kampf mit den Gegnern - es gibt nämlich keinen. Konami betonte, dass man bei diesem Titel bewusst den Schwerpunkt auf Rätsel und Atmosphäre gelegt hat - ihr sollt euch Gegnern nicht mit Brettern oder Stangen erwehren, sondern vielmehr deren Kontakte meiden und im schlimmsten Fall fliehen. Da man sich also seiner Haut nicht erwehren kann, entsteht zusätzlich eine viel beklemmendere Atmosphäre.



Sehr gut gelungen ist auch die Einbindung der Wiimote in die Steuerung. Während ihr mit dem Nunchuk Harry Mason steuert, kontrolliert ihr mit der Wiimote eure Taschenlampe und leuchtet quasi eins zu eins die schaurigen Umgebungen aus, was unglaublich atmosphärisch ist. Unverschlossene Türen oder Hindernisse wie Zäune überwindet ihr durch einfaches darauf zulaufen - einen Button müsst ihr dafür nur selten drücken, was das Erkunden der Umgebung recht flüssig und angenehm macht. Die Eigenschaften der Wiimote wurden zudem vorbildlich in die zahlreichen Rätsel integriert - beispielsweise müsst ihr drei herumstehende Dosen aufnehmen und schütteln um zu hören, in welcher sich der benötigte Schlüssel befindet. Danach muss die Dose noch auf den Kopf gedreht werden, damit der Schlüssel heraus fällt. In einer anderen Szene müsst ihr an einer Überwachungsanlage mit der Wiimote einen Knopf drehen, bis die gewünschte Tür ins Bild kommt. Einfach nur cool.



Wichtige Gegenstände oder Punkte im Spiel werden übrigens durch einen auffälligen gelben Pfeil markiert, um für Anfänger den Frust entsprechend gering zu halten. Ob man diese Hinweise optional auch ausschalten kann, konnte uns Konami noch nicht sagen. Wichtigster Ausrüstungsgegenstand ist euer Handy, über das ihr Zugriff auf die Karte und eine für Rätsel wichtige Kamera habt, zudem erhaltet ihr darüber wichtige Nachrichten. Dank Tastenfeld können Charaktere auch von euch angerufen werden. Witziges Detail - Handy-Gespräche werden über den im Wiimote verbauten Lautsprecher wiedergegeben. So könnt ihr euch die Wiimote ans Ohr halten und habt das Gefühl, wirklich mit jemanden zu telefonieren. Technisch wusste "Silent Hill: Shattered Memories" für Wii-Verhältnisse zu gefallen. Besonders die Gesichtsanimationen und der Detailgrad der Gesichter waren auf einem hervorragenden Niveau, ebenso die englische Sprachausgabe. Zusätzlich sorgten die guten Lichteffekte der Taschenlampe für eine gruselige Atmosphäre.



Zu Beginn waren wir skeptisch, ob das Remake auf der Wii funktioniert. Bei uns hat "Silent Hill: Shattered Memories" nun allerdings einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Alle Wii-Besitzer sollten es auf jeden Fall im Auge behalten, und auch Silent Hill-Fans, die bisher noch keine Wii haben, könnten dank diesem Titel mit dem Kauf der Konsole liebäugeln. Und dank der überarbeiteten Story und dem neuen Gameplay ist der Titel auch für Kenner des ersten Teils interessant. Unbedingt vormerken. "Silent Hill: Shattered Memories" erscheint im Winter 2009 für Wii, PS2 und PSP.



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