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PSP vs. DS

Playstation Portable gegen Nintendo Dual Screen


Intro... inhale


Seit Anbeginn ihrer Zeit wird die Menschheit bestraft mit Kriegen und gepeinigt mit blutigen Schlachten. Stets gibt es hierbei einen umjubelten Gewinner und einen beschämten Verlierer. Seit dem Beginn von Consolewars toben auch hier Schlachten von epischem Ausmaß, gewaltige Kämpfe zwischen Konsolen, Fangruppen und auch den Firmen die dahinter stehen... doch der Krieg der Konsolen tobt nicht mehr nur im Wohnzimmer, sondern in den Hosentaschen dieser Welt...
Erlebt nun hautnah die erste Schlacht zwischen zwei Handhelds, beide 2005 in Europa geboren und beide sind gewillt in euren Händen zu landen, um immer und überall eure Zeitlücken zu füllen und die Gunst eurer Herzen zu gewinnen.

In 11 Runden tritt nun an: Die PSP gegen den DS... Hinter den kryptischen Kürzeln verbergen sich die Playstation Portable und der Dual Screen. Doch die tollsten Geräte wären nichts wert, ohne eine starke Firma im Rücken und hier haben wir zwei alte Hasen im Consolewars-Geschäft: Nintendo contra Sony. Oder sollten wir lieber sagen: Sony versus Nintendo? Immerhin ist es Sonys erstes Gerät für unterwegs, mit dem man versucht sich einen Stück vom Handheldmarkt zu ergattern. Und BigN muss sich auf was gefasst machen, denn im Gegensatz zu Gizmondo, Wonder Swan und N-Gage, stellt die PSP eine echte Gefahr für die vom Game Boy beherrschte Domäne dar. Es geht also um alles, um die Vorherrschaft in Bus und Bahn, die unsportlichste aller Beschäftigungen im Freien, das Zocken für Zwischendurch... es geht um die Herrschaft der Hosentaschen!

Erlebt jetzt exklusiv mit, was passiert wenn wir die beiden Höllengeräte aufeinander loslassen und sich die Kontrahenten in einem blutigen Gemetzel bis zum Tode bekriegen...

Let the wars begin!




Runde 1


In der ersten Runde geht es ums Design, um das äußere Erscheinungsbild und um das Antlitz der Handhelden. Obwohl sie oft in Hosentaschen verschwinden, müssen sie im entscheidenden Moment auffallen, am Besten durch Stil und so gutes Design, dass euer Gegenüber vor Neid erblasst.

Beginnen wir mit der PSP: Nachtschwarz und mit glänzendem Lack überzogen wirft Sony die Konsole auf den Markt. Auf der Schokoladenseite erkennt man ein protziges, dennoch sehr stilvolles Logo, die Voderseite hingegen blended schon fast - das 16:9 Display wirkt für ein Handheld wie ein Beamer im heimischen Wohnzimmer. Doch Sony hat alles gegeben was sie haben, denn auch wenn das Gerät anfangs nur aus einem Bildschirm zu bestehen scheint, wirkt es elegant und stilvoll. Links und rechts findet man Knöpfe und Steuerkreuz, die exakt dem PS2 Pad nachempfunden wurden. Neu ist der kleine Analogstick, der aber nicht weiter auffällt. Perfekt getarnt an der schmalen Unterseite sind die Lautsprecher, ohnehin ist das Gerät sehr flach, dafür recht breit. Auch Schulterknöpfe sind vorhanden, schick und transparent runden sie das Ganze ab und machen die PSP so zu einem wirklich stylischen Modeobejekt. Klobige Game Boy Zeiten sind zwar schon seit dem GBA vorbei, die PSP (die dem ganzen gar nicht sooo unähnlich sieht) macht aber doch einiges mehr her!

Der DS ist ein klein wenig schmaler, dafür ein gutes Stück dicker. Das liegt daran, dass man den DS - wie eine Art Etui - einfach zusammenklappen kann. Dann sieht er in seinem schlichten Silber-Look recht edel und simpel aus. Leider stört das große Scharnier an der Oberkante, ausserdem wirkt es klobig. Öffnet man das Ganze, stechen die zwei Bildschirme sofort ins Auge, einer auf der unteren, einer auf der oberen Hälfte. Feine Lautsprecher und sehr edle Knöpfe, die auch noch stilecht angeordnet wurden, nehmen den Platz neben den Bildschirmen ein. Diese sind nicht annähernd so groß wie bei der PSP, aber bieten immer noch sehr viel zu sehen. Die Kehrseite des Geräts verliert aber haushoch gegen Sonys Handheld, hier gibt es große Modulschächte und die Seriennummer...

In der Hand liegen beide Geräte recht gut. Der DS hat hier nur das Problem, dass man mit Stylus meist nicht im Stehen hantieren kann. Ansonsten gibt es keinerlei ergonomische Probleme, im Gegenteil, Nintendos Erfahrung kommt dem ganzen hier zu Gute, vor allem da man den oberen Bildschirm so ausrichten kann wie es einem gefällt. Doch auch Sony hat Zeit gehabt zu lernen und die PSP sehr komfortabel für unterwegs geformt. Angenehm schwer liegt sie in der Hand, ähnelt dabei einem PS2-Pad und einem alten GBA. Alle Tasten lassen sich bequem erreichen, nach genug Einarbeitungszeit klappt auch das navigieren mit dem Analogstick perfekt. Hier geben sich beide Geräte also keine Blöße.

Design und Optik sind immer eine Geschmacksfrage. Und da man über Geschmack nicht streiten kann, muss hier jeder selber wissen welches Gerät mehr Sexappeal hat. Wir glauben zwar, dass 7 von 10 Leuten hier für die PSP stimmen würden, dennoch wollen wir dem DS nicht Unrecht tun und so endet die Runde mit einem Unentschieden, beide Kontrahenten bekommen einen Punkt. Und das obwohl beide Geräte arge Defizite beim Transport offenbaren. Denn in gängige Hosentaschen passt weder Sonys Konsole, noch Nintendos Spielgerät, angebracht sind hier eher Schutzhüllen oder Tragebeutel. Diese sind bei der PSP auch dringend nötig, da das Display ist sehr Schmutz-, Staub- und Kratzeranfällig ist. Ohnehin sollte man die PSP nie ohne Putztuch außer Haus lassen.

Für die Zukunft sind übrigens für beide Geräte weitere Farben geplant, der DS hat hier zwar mehr Potential (kennen wir von Nintendo, außerdem gibt es bereits jetzt sehr schöne Spezial Editionen), dafür erscheint die PSP recht bald in einem sehr stilvollen weiß – Apple machts vor!


Die Gegner tasten sich ab, die PSP holt zum Schlag aus, aber der DS weiß sich zu verteidigen_

psp 1 : 1 ds



Runde 2


Machen wir uns nichts vor, im Endeffekt sind beide Handhelds mittlerweile vollwertige Konsolen. Die Spiele gewinnen immer mehr an Umfang, sind genauso teuer (für Entwickler UND Kunden!) und kommen in schicken Plastikverpackungen daher. Folglich widmet sich Runde 2 den Spielen, denn Spiele sind das, was ein neues System wirklich ausmacht. Ohne anständige Games sind beide Geräte nichts wert. Schnallt euch also an und lest was wir zu sagen haben:

Der DS kommt in etwa an die grafischen Leistung eines N64 heran, warum sollten die Entwickler dann nicht einfach ihre Spieleperlen auf das neue Gerät porten? Spart Zeit, Kosten und bringt sicherlich noch genug Verkaufszahlen. Und Nintendo fängt schon bei den Launchgames damit an, Mario 64 ist ein Remake, Wario kennt man ebenfalls und mit Bomberman reisst man auch keine Bäume aus. Dank Stylus-Steuerung stehen uns bald eventuell auch altbekannte Ego Shooter oder ein knackiges Ocarina of Time ins Haus. Das freut viele, schreckt aber mehr Leute ab. Schön zu sehen, dass der DS genau NICHT zu dem geworden ist, was viele befürchtet haben. Denn dank den beiden Bildschirmen sehen sich viele Entwickler genötigt üppige Extras mit einzubauen, oder gar komplett neue Konzepte zu erfinden - und was sollen wir sagen, es klappt! Zwar scheinen viele große Firmen sich erst einarbeiten zu müssen, aber die Konzepte werden immer ausgereifter. Der Touchscreen ermöglicht so völlig neue Spielerlebnisse. Leider ist aber auch der DS nicht gefeit vor unendlichen Spielserien die alle eine "neue" Ausgabe auf Nintendos Dual Screen zelebrieren. So gibt es auch hier EAs gesamtes Portfolio und weitere Games mit Sam Fisher etc. Dennoch, viele Spiele bringen neue Elemente mit ein, über kurz oder lang werden neue Serien das Licht der Welt erblicken und neue Ideen mit in die Spiele einfließen. Das Angebot an Spielen ist übrigens nicht besonders üppig, vielleicht haben die Entwickler einfach Angst, dass fade Ideen keine Daseinsberechtigung finden. Fakt ist jedenfalls, dass man mit dem DS nicht jeden Monat ein Superspiel feiert, sondern eher alle 2 Monate einen richtigen Kracher im Modulschacht hat.

Die PSP lässt N64 Grafik weit hinter sich, auf dem Display wird sich schon kurz nach dem Release waschechte PS2 Grafik breit machen. Folglich haben die Entwickler hier die Möglichkeit all ihre alten Games neu zu beleben. Das passiert auch schon zum Launch zuhauf, so feiern u.a. Need for Speed, Wipeout, Ridge Racer, Ape Escape, DTM Race Driver, Virtua Tennis, Fifa und Tony Hawk ihr Comeback. Ob wir uns das gewünscht haben? Nun ja, ein paar Extras gibt es ja auch hier ab und an, dennoch spielt es sich recht gleich. Sogar die Steuerung kann 1:1 übernommen werden, und so resigniert man schnell. Zwar sind die Entwickler zahlreich vertreten und es wird jede Menge Spiele für die PSP geben, hoffentlich kommen aber auch neue Konzepte aufs Handheld, Spiele die man so am TV nicht erleben kann. Angekündigt ist aber Einiges und zur Freude Aller gibt es darunter auch neue Ideen. Die sind zwar nicht so extrem zahlreich, aber man muss ja auch gestehen, dass ein Burnout oder ein Pro Evo 5 unterwegs mehr als reizvoll sind.

Das Fazit ist also relativ schlüssig, während die PSP mit jeder Menge Spielen und allen wichtigen Entwicklern glänzt, hat der DS brandneue Konzepte und komplett neue Spiele zu bieten. Der Nachteil ist die Quantität der Spiele, die PSP leidet hingegen unter mangelndem Interesse der Entwickler, etwas komplett Neues auf den Markt zu bringen. So kommen wir auch hier zu einem Unentschieden, ihr solltet aber auch wissen, dass man mit KEINEM Handheld was falsch macht. Ihr könnt sowohl mit DS, als auch mit PSP sicherlich ein großes Regal mit spaßigen Spielen füllen...! Und wer beim DS keine findet, der kann immer noch alle GBA Games zocken.








Die Gegner setzen zum Schlagabtausch an, hier ein Treffer, da ein Treffer, doch beide halten die Deckung hoch_

psp 2 : 2 ds



Runde 3


Klaro, was die Idee angeht scheint Nintendos DS die Konkurrenz gnandenlos auszustechen. Immerhin ist der PSP größtes Attribut "lediglich" die brillante Optik und die markanten Nebenfunktionen. Dafür hat der DS etwas ganz besonderes an sich - nein, in sich.

An der Rückseite versteckt befindet sich nämlich ein Stylus Stift. Befreit ihr selbigen aus seinem Plastikgefängnis kommt der Untere der beiden Bildschirme zum tragen. Das Display lädt nämlich zum Anfassen ein und ein waschechter Touchscreen zeigt was er auf dem Kasten hat. Extrem exakt könnt ihr mit Daumenumschnallgurt, erwähntem Stylus oder euren Fingern auf dem Bildschirm rummalen, rumdrehen, rumdrücken oder einfach nur steuern. Nintendo eröffnet euch also neue Möglichkeiten und geht komplett neue Wege. Zwei Bildschirme ermöglichen z.B. die zeitgleiche Darstellung von Statuswerten und Spielbildschirm, zeigen euch während des Spiels Karten an oder werden komplett anderes genutzt. Das allein schon bringt den Entwicklern neue Ideen und so werden schnell neue Konzepte erscheinen. Der Touchscreen zeigt hingegen schon zu Beginn was er kann: Faszinierende Funktionen und Möglichkeiten begeistern die Spieler, bringen euch noch tiefer in die Games hinein und werden euch köstlich unterhalten. Löst Puzzles auf ganz neue Art und Weise, steuert die Protagonisten mit euren Fingern direkt und erlebt peinliche Momente mit dem Mikrofon. Nicht nur das ihr reinpusten könnt, viele Spiele reagieren auch auf eure Stimme. Das geht vom banalen Bombenauslösen bei Bomberman, bis hin zu kleinen Befehlen bei Nintendogs. Kauft euch einfach Wario Ware und ihr bekommt alle Features in dutzenden Minispielen präsentiert.

Der Touchscreen ermöglicht ein neues Spielgefühl.Wir jedenfalls sind froh, dass Nintendo diese neuen Wege geht. Es ist toll zu sehen, dass Videospiele nach so langer Zeit noch eine entscheidende, positive Änderung erfahren können.
Was Innovation angeht kann Sonys Gerät da nicht wirklich mithalten, das ganze ist nicht viel mehr als ein Handheld (stimmt nicht ganz, siehe Zusatzfunktionen!), doch wirklich frischen Wind bringt die Konsole nicht mit sich. Altbekannte Steuerungsoptionen, altbekannte Spiele und Konzepte, das Ganze wurde einfach nur perfekt verpackt!


Innovation siegt, Nintendo weicht dem Schwinger von Sony aus und verpasst der PSP einen saftigen Aufwärtshaken - Punkt DS_

psp 2 : 3 ds



Runde 4


Nein, nein, die Hausarbeit müsst ihr schon noch selber machen (am Besten die Freundin!), auch Kaffee kochen kann weder der DS, noch die Playstation Portable. Doch da sich mittlerweile fast niemand mehr nur auf ein Ziel konzentrieren kann, kommen auch die neuen Handhelds nicht ohne Sonderfunktionen aus, die PSP mutiert gar zu einem kleinen Multimedia-Center und lässt den Dual-Screen hier meilenweit hinter sich.

Startet man nämlich die Konsole, finden sich im Hauptmenü, neben der Möglichkeit Spiele zu starten (man höre und staune, hehe) noch zahlreiche weitere Funktionen. Allen voran protzt hier die Möglichkeit mp3s abzuspielen. Per Datenkabel schickt ihr in Windeseile eure Musik vom PC zur Konsole und verwandelt das gute Stück so in einen voll funktionstüchtigen mp3-Player nebst Fernbedienung und Kopfhörern. Auch ohne die Ohrstöpsel kann man sich z.B. auf der Toilette mal ein paar Songs reinziehen, wer keinen Walkman hat, wird von dieser luxuriösen Funktion häufig Gebrauch machen. Direkt daneben findet man unter "Videos" alle möglichen Video Dateien, die man gespeichert hat. Hier muss man das ganze zuvor auf dem PC in mpeg4-Dateien umwandeln. Unnötig kompliziert, dank Gratissoftware aber nur eine kleine Hürde und binnen weniger Minuten könnt ihr euch alles auf der PSP angucken, was ihr auf dem Rechner habt. Von erotischen Clips bis hin zu Musikvideos oder Spieletrailern - absolut genial!

Wem Filme vom PC nicht gut genug sind oder wer zu wenig Speicherplatz hat, für den gibt es noch die Möglichkeit sich UMD Filme zu kaufen. Sehen wir da jetzt ein Fragezeichen in euren Augen? Nun, das neue Format von Sony hat viele Filmhersteller angelockt und schon zum Launch gibt es eine sehr reichhaltige Auswahl an kompletten Spielfilmen für die PSP. Das Schöne ist, die Qualität (der Filme) ist mitunter sehr hochwertig. Ihr bekommt neben einigen nicht so guten Filmen z.B. auch Hero, Kill Bill, die Bullyparade, Sin City oder 12 Monkeys. Weitere Perlen werden in regelmäßiger Häufigkeit folgen. Und wenn das ganze nicht so teuer wäre, könnte es auch richtig richtig genial sein, denn wer einmal einen Film auf dem Display gesehen hat will das nicht mehr missen. Vergesst also alle Vorurteile oder schlechten Witze, die Filme rocken unterwegs auf "kleinem" Display viel mehr als ihr denkt. Achso, zu haben für knapp 20 Euronen je Film...!
Haltet ihr euch in einem WLAN auf, könnt ihr mit der PSP sogar im Internet surfen. Vorerst mit selbstgebastelten Browsern, bald aber mit einem hauseigenen, wesentlich luxuriöseren Browser. Ist zwar mehr eine Spielerei, begeistert aber trotzdem auf ganzer Linie. Eine Spielerei sind die Nebenfunktionen der PSP übrigens ganz und gar nicht. Die Filme machen richtig Laune, und, einen entsprechend großen Memory Stick voraussgesetzt, habt ihr einen kompletten mp3- und Videoplayer stets mit dabei. Dank tollem Menü und schnellem Wechsel zwischen Spiel und Zusatzfunktionen räumt die PSP hier alles aus dem Weg was es gibt. Denn selbst Fotos werden auf dem hellen Display glasklar angezeigt. Nehmt eure Urlaubsbilder also einfach auf der PSP überall mit hin.

Und was hat der DS zu bieten? Nicht viel, Nintendo setzt den Fokus auf Games. Lediglich ein Chat Programm wurde integriert, sonst kann man im ebenfalls sehr schicken Menü nicht viel machen. Dank einem zweiten Modulschacht könnt ihr allerdings all eure GBA Spiele zocken. So erweitert sich der Kreis um meherere hundert Spiele. Sinnvoll vor allem deshalb, weil ja immer noch Perlen für den GBA erscheinen die man nicht verpassen sollte! Die Runde geht dennoch ganz klar an die PSP, hier werden Zusatzfunktionen zu einem wichtigen Bestandteil der Konsole, ohne dabei aber zu sehr in den Vordergrund zu geraten oder aufgesetzt zu wirken. Nein, Sony hat das Konzept sauber durchdacht. Das hat Nintendo zwar auch, bis auf die Abwärtkompatibiltät gibt es hier aber nicht viel!


Nach dem Aufwärtshaken kommt der Konter, der DS muss einen gigantischen Hagel aus Schlägen einstecken_

psp 3 : 3 ds



Runde 5


In dieser Runde geht es hauptsächlich um die Leistung des Akkus und hier gab es ja schon im Vorfeld wilde Spekulationen und Diskussionen. Die PSP kommt mit einem schön verbauten Lithium-Ionen-Akku und lädt binnen weniger Stunden komplett auf. Sobald das Gerät also am Stecker hängt muss man nicht sonderlich lang warten bis die volle Kapazität wiederhergestellt ist. Auch der DS lädt sich sehr schnell auf, auswechseln kann man den Akku allerdings nicht. Er ist fest in das Gerät eingebaut, auch Nintendo nutzt die Kraft der Lithium Ionen. Doch so schön es ist, dass die Handhelds schnell laden, wie lang halten sie denn?

Diese Frage kann man beim DS recht schnell beantworten, je nach Sound und Lichteinstellungen hält der Doppelscreen bis über 10 Stunden und bereitet euch lang Freude. Modifizieren könnt ihr wenig, akkutechnisch ist eigentlich nur relevant, ob ihr mit oder ohne Hintergrundbeleuchtung zockt. Jedenfalls werdet ihr mit einem vollen Akku auch auf sehr langen Reisen und in sehr ausladenden Multiplayergefechten keinerlei Probleme haben. Bei der PSP sieht das Spielchen schon anders aus. Die zahlreichen Zusatzfunktionen saugen nämlich unterschiedlich stark an eurem Energievorrat. Das optische Laufwerk macht die Sache nicht besser und so variiert die Laufzeit je nach euren Ansprüchen. Schaut ihr UMDs könnt ihr den Verfall eurer Akkuleistung quasi mit ansehen, hier macht die PSP schon nach weniger als zwei Filmen schlapp. Nutzt ihr das gute Stück hingegen als mp3-Spieler und lasst im Idealfall die Konsole die ganze Zeit in eurer Tasche (Display aus!), dudeln euch sicherlich 10 Stunden Musik ins Ohr. Die PSP hat eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten was das angeht, ihr könnt das Display in drei Stufen heller oder dunkler machen, ausserdem einstellen nach wie vielen Minuten das Display in eine Art Ruhezustand versetzt wird.
Bei Spielen schwankt der Stromverbrauch, es gibt Games wie Metal Gear Acid, die den Akku recht schnell leersaugen, Lumines hingegen kann man sicherlich 6,5 Stunden lang zocken. Generell solltet ihr das Gerät nach ca. 6 Stunden aufladen, zumal ihr sicherlich alle Funktionen nutzen wollt. Im Zug mal ne Stunde Musik hören, danach was zocken, dann Fotos anschauen... irgendwie sind die 6 Stunden ein guter Mittelwert. Probleme hat man unterwegs aber dennoch selten, immerhin weiß man, dass der Akku nicht ewig hält und lädt die Konsole dementsprechend öfter. Praktisch ist, dass, sofern euch die Energie unterwegs ausgeht, die Spiele genau da weitergehen wo ihr aufgehört habt. Also auch mitten in einem spannenden Rennen oder so. Doch auch hier hat der DS was Feines zu bieten, denn egal bei welchem Spiel ihr gerade dran seid, sobald ihr den DS zusammenklappt, schaltet er sich automatisch in einen Stand-By-Zustand. So kann man auch mal 20 Minuten mit jemandem quatschen und danach quasi ohne Energieverlust weiterzocken.


Nintendo punktet und stolziert im Ring umher, während die PSP in ihrer Ecke Energie tankt.

psp 3 : 4 ds



Runde 6


Haha, keine Angst mein lieber Herr Suppenkasper, die Zeiten von Pixelbrei und Minimalgrafik gehören auch auf den mobilen Konsolen endlich der Vergangenheit an. Stattdessen kann man sich nun an einem technischen Quantensprung satt sehen, der mit klaren Farben und wundervollen 3D-Effekten daherkommt.

Wir haben beide Handhelden ausgiebig getestet, miteinander verglichen und sind zu keinem wirklichen Schluss gekommen. PSP und DS ähneln sich einfach zu sehr, ein Unterschied ist kaum zu erkennen... kleiner Scherz, Sony holt in Runde 6 zum gewaltigsten aller Schläge aus und schleudert Nintendos Dual-Screen fast aus dem Ring. Denn was die PSP uns hier für eine Optik auf das große Display zaubert ist atemberaubend. Gestochen scharf und gleißend hell entfaltet sich hier eine Grafikkulisse die schon in ein paar Monaten genau so gute Qualität liefern wird wie die PS2 unter eurem Fernseher - nur das es unterwegs noch genialer aussieht. Wir haben es hier immerhin mit einer Auflösung von 484x272 Pixeln und unglaublichen 16,77 Millionen Farben zu tun. Auf dem 16:9-Display geht also die Post ab und ihr werdet auch in Bus und Bahn tief in die Spiele eingesaugt. Absolute Spitzenklasse. Mängel gibt es kaum, ab und an wirkt es aber leicht grob und auch die ersten paar Titel ähneln eher N64 und Playstation denn PS2. Doch schon kurz nach dem Start zeigen Titel wie Burnout oder Pro Evo was das Ding wirklich auf dem Kasten hat!

Der DS kann hier also überhaupt nicht mithalten. Zwar kann er 3D exzellent darstellen, schon zu Beginn zeigt sich aber eine große Schwäche - es pixelt sehr stark auf. So entstehen grobe Texturen und viele Quadrate an Böden und Wänden. Das Problem ist ganz einfach, dass der DS zwar sehr schicke Grafik bietet, gegen die PSP trotzdem alt aussieht. Der Dualscreen wird folglich mehr für Spiele mit leichten 3D-Effekten genutzt, außerdem sehen viele Entwickler in ihm die letzte Bastion für 2D Games. Es gibt dennoch genug Spiele die zeigen wie stark der Handheld wirklich ist. Metroid Prime Hunters sieht absolut genial aus, auch New Super Mario Bros. und die Submarine TechDemo begeistern. Was zu bieten hat Nintendos Konsole also schon!






Legt man die beiden Handhelds nebeneinander wirkt der DS kleiner und die Displays sind nicht so hell. Das sind die beiden größten Schwachpunkte. Vergleicht man dann auch noch die geringere Auflösung von 256x192 Pixeln und die geringere Farbpalette die nur 260.000 Farben bietet, haben wir es hier mit einem Kampf von David gegen Goliath zu tun - nur dass Goliath gewinnt...


Direkter Niederschlag. Die PSP prügelt den DS gnadenlos in die Seile.

psp 4 : 4 ds



Runde 7


Optisch haben die Hersteller eine ordentliche Schippe zugelegt, doch wie sieht das ganze mit dem Sound aus? Mit quasi unsichtbaren Boxen tönt die PSP, der DS platziert beide Boxen direkt neben dem oberen Bildschirm.
Beide Systeme klingen besser mit dazu passenden Kopfhörern. So wird man dank lauterer Musik und knackigeren Effekten tiefer ins Spiel hineingesogen, ausserdem verliert man so ab und an das Gefühl zwischen zahlreichen Leuten zu sitzen, also unterwegs zu sein. Im Value Pak der PSP sind sehr stylische Kopfhörer bereits im Lieferumfang enthalten. Sehr schick und mit Fernbedienung. Für den DS muss man hingegen bei Nintendo bestellen, bzw. sich im Laden ein paar Ohrstöpsel von Drittherstellern kaufen. Das ist ein wenig schade, meist werden diese nämlich nur in "Starter Kits" angeboten, denen auch noch andere Zubehörteile beiliegen.

Doch auch ohne Kopfhörer klingen beide Geräte toll. Die PSP hat hier schonmal den Vorteil, dass man auch alle seine mp3s anhören kann. Wie ein iPod mit eingebauten Lautsprechern! Ansonsten ist die PSP hier schwierig zu bewerten. Die Lautsprecher sind unten am Gerät angebracht und vermitteln einem nur schwer das Gefühl von Stereo. Es kommt eben alles aus der Mitte und klingt nicht raumfüllend, sondern etwas eindimensional. Nichtsdestoweniger ist die Qualität bombastisch! Dank UMD bekommt ihr Spitzenqualität auf CD-Niveau, vorbei ist das Gedudel der alten Handhelden. Selbst Sprachausgabe tönt glasklar aus dem Gerät und Sony pusht den Sound für unterwegs damit auf ein neues Limit.






Der DS kann da, ähnlich wie bei der Grafik, nicht wirklich mithalten. Es ist zwar ein himmelweiter Unterschied zwischen GBA und DS, CD Qualität erreicht das ganze aber nicht. Doch auch Nintendo muss jetzt nicht mehr auf Sprachausgabe und schön komplexe Melodien vezichten, der DS klingt gut und hat dank seinen Lautsprechern auch einen entscheidenden Vorteil - es klingt räumlich! Ja tatsächlich, die Boxen vermitteln einem gewissermaßen den Hauch von Raumklang den es Unterwegs braucht.
So ist ein Fazit in dieser Runde sehr schwierig, kein Gerät gibt sich wirklich die Blöße, aufgrund der gehobeneren Qualität und den bereits im Lieferumfang befindlichen Kopfhörern gewinnt aber die PSP und verpasst dem DS einen Aufwärtshaken...!


War das ein unfairer Kopfstoß? Man weiß es nicht, jedenfalls verliert der DS.

psp 5 : 4 ds



Runde 8


Ein sehr interessanter Punkt ist natürlich der Preis der beiden Konsolen. Tendenziell sind nämlich auch Zockernaturen nicht bereit, Unsummen an Euro für Handhelds auszugeben, da man sie meistens nicht jeden Tag, und wenn, dann nicht für lange benutzt. Es ist also so, dass Zocken unterwegs und nebenbei betrieben wird.

Folglich könnte die PSP etwas teuer sein. Das Value Pack wird hierzulande für saftige 249 € angeboten. Das ist bei Weitem kein Pappenstiel, im Gegenteil, bis heute gab es kein so teures Handheld. Doch Sony scheint zu wissen, dass ihr Gerät sich dennoch verkaufen wird, die Verkaufszahlen aus Japan und den USA sprechen jedenfalls für sich. Und wer die Games Convention besucht hat weiß, dass wir in Europa einen ähnlichen Boom erleben werden. Für den Preis bekommt ihr zweifelsfrei eine atemberaubende Technik, leider kein Spiel, dafür aber eine schöne Schutzhülle und schicke Kopfhörer.

Der DS wandert für 100 € weniger über den Ladentisch, kostet also "nur" 149 Euronen. Auch das ist alles andere als wenig, Nintendo liegt mit dem Preis aber nicht so falsch, vor allem Eltern werden sich im Geschäft zweimal überlegen ob sie jetzt lieber zwei Spiele und ein Handheld kaufen, oder nur eine nackte Konsole. Die Spiele des DS bewegen sich übrigens in einer recht angenehmen Preisschicht und bleiben unter 40 €. Die PSP-Games sind im Schnitt gute 10 € teurer, bleiben aber immerhin unter der wichtigen 50-€-Marke.

Wie das ganze mit der Preis / Leistung aussieht ist natürlich euch überlassen, immerhin gibt es für die 100 € mehr jede Menge Zusatzfunktionen bei der PSP, und eine Grafik, die euch das Höschen auszieht. Mit dem DS hingegen kauft ihr ein Stück Innovation und bekommt ebenfalls gute Grafik. Nicht zu vergessen ist natürlich der Memory Stick, den ihr euch für die PSP zulegen müsst. Ohne erweiterten Speicher machen mp3s, Fotos und Filme nämlich keinen Spaß. Sind also nochmals 50 € oder mehr, die man in Sonys Gerät investieren muss.
Insgesamt gesehen ist die PSP also doch ein Stück teurer, der DS gewinnt hier relativ knapp!


Vorteil DS, Nintendo drückt den Preis, die PSP scheint angeschlagen_

psp 5 : 5 ds



Runde 9


Runde Neun ist eingeläutet und beschäftigt sich mit der Beliebtheit und den Zielgruppen der beiden Konsolen. Beide Kandidaten haben es schwer, der Kunde aber noch schwerer. Wer sich bis Anfang September nämlich noch nicht für den Nintendo DS entschieden hat, der wird nun vor die Wahl gestellt. Und die ist nicht gerade leicht. Hier fliessen Preis, Funktionalität, Spielportfolio, Design und natürlich alle anderen Dinge mit ein.

Objektive Leute müssen nun ausloten was sie wollen, ein stylisches Kultobjekt mit hohem Preis, vielen Portierungen mit atemberaubender Grafik, oder ein Gerät auf dem nur alle 1 1/2 Monate richtige Kracher kommen, dieses aber mit innovativen Ideen aufwarte. In dem Fall gäbe es ein Unentschieden.

Da die Welt aber nicht objektiv ist, zählt die Werbung. Nintendo hatte ein paar geniale Spots die zur Einführung auch regelmäßig im TV zu sehen waren. Ausserdem stehen in sehr vielen Geschäftigen Anspielpunkte herum auf denen man Probezocken kann. Der Touchscreen hat aber vielerorts bereits seinen Geist aufgegeben. Was Sony aber zur Markteinführung plant ist noch größer. Plakate fluten die Innenstadt, Printwerbung sticht sofort ins Auge und auch Anspielstationen verbreiten sich rasch. Ausserdem hat die Games Convention deutlich gezeigt, dass die PSP ihren Siegeszug weiter fortsetzen wird. Denn in den USA liegen beide Geräte relativ gleich auf. In Japan führt Nintendo zwar bis dato, jedoch liegt das an Sonys selbsverschuldeten Lieferengpässen. Sobald Advent Children, also Final Fantasy, auf den Markt kommt, werden beide Geräte hier kaum Unterschiede in den Verkaufszahlen aufweisen. In Europa wird der PSP sicherlich auch ein weiterer Teil des Kuchens zukommen, wie genau sich das Gerät hierzulande verkaufen erfahrt ihr natürlich in unseren News.

Fanboys fallen hier kaum ins Gewicht. Sony Jünger verschreien den DS als hässliches Kinderspielzeug, Nintendo Freaks verdammen die PSP ob ihres Preises und ihrer faden Spielkonzepte. Doch wir Freaks stellen nur einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung, auf uns kommt es, die Verkaufszahlen betreffend, nicht an. Die breite Masse wird es also schwer haben. Die Frage ob man 249 € für die Konsole, 100 € für 2 Spiele und 50 € für einen Memory Stick investiert wird man sich bestimmt eine Woche lang stellen. Der DS schneidet hier besser ab, 149 € und 80 € für 2 Spiele. Andererseits wird man sich fragen, wenn man die PSP einmal in der Hand hatte, ob einem der technische Vorsprung nicht doch mehr wert ist?!
Wir können also nicht wirklich sagen wer hier die Nase vorn hat, es scheint als wäre Sony mit dem richtigen Budget in der Lage die PSP ganz nach oben zu bringen, hinzu kommen starke Lizenzen a la Pro Evolution Soccer und Metal Gear. Wer ein neues Mario Bros. will und auch auf ein bereits angekündigtes Zelda nicht verzichten kann, kommt andererseits um den DS nicht herum. Und dass es von solchen Leuten genug gibt weiß auch Nintendo.
So sieht es also ganz nach einem Unentschieden aus, was für die PSP angesichts der bisherigen alleinigen Markherrschaft des Game Boys aber ein großer Erfolg ist.

Die angeschlagenen Systeme kontern sich gegenseitig aus.

psp 6 : 6 ds



Runde 10


Das Geschäft mit dem Zubehör boomt, vor allem unterwegs steht dem Zocker der Sinn nach immer dicker gepolsterten Schutzhüllen, immer stylischeren Taschen und allerlei Krimskrams. Für den DS unter den Top 3 vertreten ist natürlich der Display Schutz. Mit einer quasi unsichtbaren Folie verlängert ihr das Leben eures Touchscreens. Ausserdem gibt es haufenweise Schutzhüllen für das Gerät und eure Spiele. Doch auch Sonys Gerät bietet Drittherstellern genügend Freiraum. Auch hier gibt es Displayschoner und Schutzhüllen, aber auch kuriose Boxensysteme. So wird die PSP wie ein iPod zum Soundtheater und wirkt wie ein kleines Kino für Unterwegs. Eventuell in Betracht ziehen solltet ihr auch einen Ersatzakku um eure Laufzeit zu verlängern.



















Der Kampf in Runde 10 ist relativ langweilig, beide Geräte haben genug sinnvolles Zubehör und natürlich auch Produkte die niemand wirklich braucht. Allerdings spekulieren wir, dass die PSP in Zukunft zu einem ähnlichen Kultobjekt mutieren könnte wie der iPod. Wäre das der Fall, so würde die PSP hier die Nase vorn haben, noch ist es aber ein klares Double K.O.!


Die Deckung steht, keiner der beiden Kanditaten kann sich den Vorteil erkämpfen_

psp 7 : 7 ds



Runde 11


Wer spielt schon gern allein? Richtig, niemand. Doch wer hat schon Lust unzählige Kabel mit sich rumzuschleppen, nur um im Schwimmbad mal einen Spielpartner zu finden? Auch niemand. Gut, dass die Zeiten von Linkkabeln entgültig vorbei sind, denn beide Geräte kommen ab Werk mit einem intergrierten WiFi System. Was das heißt ist einfach, auch ohne Kabel könnt ihr im Mehrspielermodus zocken. Geht im Spiel einfach ins entsprechende Menü und binnen Sekunden sagt euch das Spiel, ob gerade ein Zocker in Reichweite ist.

Diese ist beim DS auf freiem Feld recht hoch, 200m könnt ihr auseinandersitzen. Sobald Wände ins Spiel kommen schwankt die Funkverbindung aber stark. Im Praxistest auf der Games Convention konnten Becks und Ich bequem Pictochatten, auch wenn er zwei Räume weiter auf dem Pott hockte. Beim Bomberman Duell saß ich aber nur eine Wand entfernt und schon lahmte das Spiel. Ein endgültiges DS Fazit ist also nicht möglich, generell sollte es sehr gut funktionieren, Probleme zwischen den Regionen gibt es nicht, japanische Geräte harmonieren auch mit EU Handhelden.

Die PSP hat ähnliche Qualitäten was die Reichweite angeht, macht aber schon nach knappen 120m schlapp. Auf kurze Distanzen hatten wir bis dato aber keine Probleme was Wände angeht. Dazu muss man aber auch sagen, dass es natürlich noch nicht so viele Praxistests gab wie mit dem DS. Probiert es einfach selbst aus, drum herum kommt ihr ja eh nicht.
Die Frage: Muss jeder jedes Spiel haben? Die Antwort: JEIN! Beim DS kann man genrell sagen, dass sich Freunde und Kollegen ganz einfach das Spiel bei euch runterladen. Das geht fix und problemlos und lässt auch große Runden mit nur einem Modul spielen. Das geniale Feature macht richtig Laune und wir danken Nintendo dafür! Doch auch Sonys Konsole nutzt Game Sharing. Nicht ganz so konsequent sind auch hier Mehrspielerduelle mit nur einem Modul möglich, bleibt abzuwarten ob die Spielehersteller das weiter unterstützen, da gabs beim GBA schon ein böses erwachen.
Seid ihr in ein Wlan Netz eingebunden könnt ihr mit der PSP sogar überregional zocken und euch mit der ganzen Welt duellieren. Einige Spiele unterstützen das bereits zum Start, die Funktion wird aber sicherlich noch weiter ausgearbeitet. Doch Nintendo lässt sich hier nicht den Schneid abkaufen, denn mit Mario Kart DS zockt ihr auch ohne Wlan gegen die ganze Welt. Eigentlich unglaublich, aber es funktioniert!

Bei den Spielen gibt sich ebenfalls kein System geschlagen, fast alle DS Games zielen auf Mehrspielerduelle ab, einige Games sind sogar fast komplett darauf ausgelegt. Ausserdem gibt es interessante Konzepte wie z.b. Animal Crossing oder Nintendogs, bei denen man neue Funktionen "freischaltet" und auf eine ganz andere Art und Weise das Spiel erlebt. Bei der PSP sind es bis dato hauptsächlich Renn- und Puzzlespiele die dafür ausgelegt sind, aber auch hier wird es bei fast allen Spielen die Option geben, gegen oder mit Freunden zu zocken.
Wir sind enttäuscht, wieder ein Unentschieden!


Der DS verteilt schwere Hiebe, doch die PSP setzt mit Schwingern nach. Wir können keinen Sieger ausmachen_

psp 8 : 8 ds



Outro... exhale


Die Schlacht ist vorrüber, was bleibt ist Resignation, denn...


...Consolewars ist enttäuscht. Wir dachten, dass sich die Kontrahenten bis aufs Blut zerfleischen und einer der Teilnehmer das Schlachtfeld nicht lebend verlässt. Hingegen sieht es so aus, dass beide Konsolen ohne Kraftreserven zu Boden gehen und sich in einem haarsträubenden Duell ein faires Unentschieden geliefert haben.

Die Geräte sind eigentlich grundverschieden, und auch wenn die PSP auf den ersten Blick nicht verlieren kann, zeigt der DS im Detail was in ihm steckt. Genrell werden Gelegenheitszocker wegen der breiten Spielepalette und der blendenden Grafik natürlich zur PSP greifen, Leute die aber einmal in den Bann des Touchscreens gekommen sind entscheiden sich vielleicht für den DS. Der Kampf bleibt jedenfalls spannend, immerhin kaufen die wenigstens Leute sich 2 Konsolen für Unterwegs.

Wir glauben zwar, dass die PSP insgesamt wohl den Kampf gewinnen wird, das aber mehr mit Marketing und Erscheinungsbild zu tun hat als mit spielerischem Gehalt. Im Endeffekt sind wir also ganz froh, dass es in einem Unentschieden mündet da beide Geräte unglaubliche Stärken haben und einem ein völlig anderes Spielgefühl vermitteln. Wir haben beide Systeme getestet und möchten weder das eine, noch das andere missen.
Anzumerken ist allerdings noch, dass Sony eindrucksvoll zeigt wie man einem absolut alteingesessenen Marktführer ordentlich Dampf unterm Hintern macht.

Wer also das richtige für Unterwegs sucht, sollte nach dem Test wissen was er lieber haben möchte, wir wünschen euch jedenfalls viel Spaß beim zocken in der Bahn, im Schwimmbad, am Strand und natürlich auf der Toilette.
Falsch macht ihr mit beiden Geräten jedenfalls nichts...!

Good Fight and Good Night