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GameCube vs. XBOX

Der GAMECUBE tritt gegen die XBOX an. Der Release zweier Konsolen war noch nie so zeitgleich. Gewinnt die BORG-Queen (XBOX) oder die Pokémon Brutstätte (GAMECUBE)?


Let the bouts begin!


Der Kampf der Titanen: XBOX gegen Gamecube. Wer wird gewinnen? Die Menge auf der Tribüne johlt; Popcorn, Coke und schlechte Manieren stehen bereit zur alles entscheidenden Schlacht über Endor. Wird es in unserem aktualisierten War der Gamecube wieder schaffen, die XBOX klar in die Schranken zu weisen, oder wird es dieses Mal, nachdem neue Informationen in den Kampf miteingeflossen sind, ein Heimspiel für die XBOX werden?

Die Borg-Queen setzt zum finalen Todesstoss gegen die Brutstätte der Taschenmonster an. Können Pikachu, Metroid Prime, Mario & Co gegen Tittenmonster à la Dead or Alive 3 Halo, und Anarcho Jet Set Skater überleben?

Kleiner Hinweis für alle, die den alten War noch kennen: Auch wenn es scheint, dass manches auf dem ersten Blick noch vom alten War ist, alle Kategorien wurden aktualisiert und spiegeln den Wissenstand vom Mai/2002 wieder.


Viel hat sich getan im letzten Jahr und beide Hersteller haben kräftig die Werbetrommel gerührt. Insbesondere Microsoft hat sich ein Bein ausgerissen, um XBOX als Synonym für "Powergaming" zu etablieren. Microsoft hat sich anfänglich bei seiner Werbekampagne einer ähnlichen Strategie bedient, wie damals Sega für den Dreamcast. Sicherlich könnt Ihr Euch noch an die Spots erinnern, die Szenarien zum Thema "Spielen" aufzeigen, aber sehr wenig oder rein gar keine Spielesequenzen präsentieren.

Skeptiker glauben, dass genau an dieser Werbekampagne der Dreamcast gescheitert ist, und wie es scheint, tritt Microsoft in dieselben Fußstapfen.

Der Name "XBOX" ist inzwischen den Gamern und auch Ottonormalconsumern bekannt, aber Microsoft konnte nach der Einführung auf dem japanischen, europäischen und amerikanischen Markt nicht dieselbe Wirkung und Kontinuität erzielen, wie damals Sony mit seiner Playstation, wo nach kurzer Zeit ein regelrechter Run auf die neue Konsole stattfand, da Nintendo damals mit seinem N64-"Dreamteam" und elitärem Gehabe die Fans auf dem Trockenen sitzen ließ. Die XBOX schafft es im Moment immer noch nicht, auf dem japanischen Markt trotz eines sehr attraktiven Preises, Fuß zu fassen.

Nintendo hingegen hat bei diesem Mal alles anders gemacht, um die Credz zu erhöhen - und das war auch notwendig, denn das "gute Miststück" N64 hatte dazu beigetragen, dass Nintendo als ziemlicher Looser im letzten Konsolenkampf dastand. Von Anfang an wurde die Presse mit moderaten Details zu der Konsole gefüttert und auch die Abkehr vom Modulssystem brachte Nintendo nicht nur viele Fans zurück, sondern auch viele 3rd Parties.

Wie auch immer, die Credibility von Nintendo ist aufgrund eines gänzlich aufgeräumten Marketings, einer neuen, frischen und aggressiveren Werbestrategie, die deutlich die erwachseneren Gamer mit ins Visier nimmt, der Garant für die Credibility des Cubes und Nintendos.

Diese Runde geht an Nintendo.




Nintendo hat eine ziemlich große Fangemeinde: Es fing an mit dem NES, dem UR-Zelda und Mario auf dieser Konsole und seitdem haben sich die Leute um die einzelnen Franchise von Nintendo geschart und sie lieben (die neusten Mitglieder sind wohl die Pokémon - die Pikmin scheinen nicht denselben Reiz auszuüben...) gelernt. Jedenfalls kann Nintendo eine große Zahl von treuen Fans aufweisen (nicht zuletzt machen sie sich auf unserem Messageboard bemerkbar).

"Microsoft tried hard" kann man sagen. Microsoft hat sich ein Bein ausgerissen, um eine Fangemeinde um die Konsole zu scharen, und hat es in der Tat in den USA es geschafft. Das Problem für Microsoft ist aber eher Europa und Japan. Stagnierende gar rückläufige XBOX Abverkäufe machen es Microsoft schwer, neue Fans dazuzugewinnen und die Konsole zu einem direkten Konkurrenten zur PS2 aufzustellen, wie es ursprünglich geplant war.

Wie Microsoft laut ihrer eigenen Pressemitteilung oft genug gesagt hat, stehe man nur in Konkurrenz zu Sony, denn die angesprochene Zielgruppe für die XBOX sei dieselbe. Wir sehen aber, dass außerhalb von den USA diese Zielgruppe überhaupt nicht erreicht wird und der Markt fest in Sonys Hand ist.

Ungestört von dem Treiben Microsofts kann Nintendo sich auf seine große Fanschar festhalten und neue Fans durch ein neues Werbekonzept hinzugewinnen: Als Promoaktion lief zum Launch des Gamecubes die sogenannte "Cube Club Tour" durch ganz Europa, wo in verschiedenen Clubs Gamecubes ausgestellt waren und man die Konsole in einem "reifen" Umfeld anschauen konnte.
Nichtsdestotrotz hatte und hat Nintendo im Gegensatz zu Microsoft eine Fangemeinde, auf die sie bauen können. So treu und hinter den Produkten stehend, gibt es nur noch eine andere Fangemeinde, die es der Nintendogruppe gleichtun könnten: Die Apple-User.

Diese Runde geht an Nintendo.




Microsoft benutzt in der XBOX einen Intel Pentium III Derivat als Herzstück, getaktet mit 733MHz. Intel hat eine spezielle Version für Microsoft geschnürt, die besonders preisgünstig ist, aber noch ausreichend Leistung bietet. Aber wie steht es mit einem direkten Vergleich mit dem Gecko, dem Nintendo Prozessor, der von IBM auf Basis der PowerPC Technologie hergestellt worden ist? Der Gecko ist zwar nur mit 485MHz getaktet, dafür bietet er aber eine enorme Rechnleistung: Satte 10 GFlops, der P III hingegen dümpelt irgendwo zwischen 2.5 und 3 GFlops umher.

Die XBOX Jünger behaupten oft, dass die CPU Leistung irrelevant sei bei der Architektur der XBOX, da sie ja eine "echte GPU" (nämlich den nVidia Chip) hat. Damit würden wir aber Äpfel mit Birnen vergleichen, die XBOX-CPU außen vorlassen und die XBOX-GPU gleich zweimal antreten lassen, nämlich einmal gegen die Gamecube-CPU und einmal gegen den Gamecube Grafikprozessor. Da wir dafür aber eine Extrakategorie haben (Runde 4: NVidia GPU gegen Flipper) bleibt's hier bei.

Die Runde geht an Nintendo.




Wenn man sich so die Specs von der XBOX und dem GAMECUBE anschaut und besonderen Augenmerk auf die Grafikeinheiten legt, wird man ziemlich schnell stutzig. Stehen doch beim GAMECUBE "lächerliche" 6-20 Millionen Polygone auf dem Papier im Gegensatz zu etwa 125 Millionen bei der XBOX. Nun, Nintendo ging einen ziemlich anderen Weg, als sie die Leistungswerte bekanntgaben: Sie gingen von realistischen Spielumgebungen aus und den Gegebenheiten, die man in einem Spiel mit AI, Kollisionsabfragen usw. erwarten darf, aus. Microsoft hingegen hat die rohe Crunchingpower des Chipsatzes angegeben (und sie im Laufe der Zeit mehrmals nach unten korrigiert). Diese Zahl ist theoretisch und wird in einem praktikablem Spiel wohl nie erreicht werden. Wo befindet sich die XBOX denn nun wirklich? Wir schätzen, dass Sie ähnliche Performance bietet wie der GeForce 3 (aus dem PC-Bereich) von nVidia und die ist ziemlich gut. Ein großes Plus bekommt dieser Chip durch die von NVidia entwickelte nfiniteFX Engine. Dieser programmierbare Vertex- und Pixel-Shader ermöglicht es den Entwicklern eigene Effekte auf dem Grafikprozessor direkt zu programmieren - Schatten und Spezialeffekte werden dadurch zum Kinderspiel.

Das die XBOX Grafikpower hat, zeigen Flagship Titel wie "Dead or Alive 3" oder "Jet Set Radio Future". Die Spiele bestechen durch einen Detailgrad, der seinesgleichen bei anderen Konsolen (bis jetzt) sucht.

Auch auf dem Gamecube kommen die Spiele optisch besser herüber als auf der betagten PS2: Resident Evil's Charaktere weisen einen hohen Detailgrad auf, und auch Rogue Squadron lässt nicht lumpen was die Grafik angeht.

Obwohl der Flipper auch ziemlich viele Effekte von Haus aus bietet, ist die XBOX GPU dem Flipper durch diese nVidia-spezifischen Erweiterungen überlegen.

Diese Runde geht an die XBOX.





Jetzt geht's ran an die Buletten! Die XBOX hat im Gegensatz zum Gamecube keinen eigenen Grafikspeicher, dafür basiert der Speicher aber auf die sogenannte "Unified Memory Architecture". Das bedeutet im Klartext, dass sämtliche Peripherie, die in der BOX eingebaut ist, sich denselben Speicher teilen müssen. Damit hat die XBOX-GPU nicht einen exklusiven Zugriff auf den Grafikspeicher und muss sämtliche Daten über den Bus holen um sie darstellen zu können. Gehen wir davon aus, dass in hohen Peakzeiten der anderen Peripherie 1-1.5 GB/s verbraucht werden, so hat die XBOX noch etwa 5-4.5 GB/s and Bandbreite zur Verfügung.

Der Gamecube hingegen hat einen dedizierten Grafikspeicher, der sich in einen 1MB großen Texturcache und einen 2MB großen Framebuffer aufteilt. Insgesamt stehen dem Gamecube somit etwa 4-6MB an Texturspeicher zur Verfügung (Dank der S3TC Texturkompression, bei einer Ratio von 6:1) auf die der Flipper mit 10.4 GB/s zugreifen kann. Das ist zwar doppelt so schnell als bei der XBOX, dafür kann die XBOX aber generell mit mehr "Grafikspeicher" aufwarten, denn man könnte theoretisch die gesamten 64MB als Texturcache benutzen (realistisch sind da aber eher moderate 10-15MB echter Speicher). Da die XBOX auch mit Texturkompression ausgestattet ist, relativiert sich das ganze noch weiter: aus 10-15 MB werden locker 60-80MB - üppig, üppig, üppig. Die Kompression relativiert bei der XBOX auch die geringere Bandbreite der Speicherarchitektur, denn für komprimierte Texturen braucht man nicht so lange wie für eine unkomprimierte Textur.
Wenn dem Gamecube aber die Texturen im 1MB großen Texturcache nicht reichen (was in späteren Spielgenerationen wohl oft eintreffen wird), weil er eine andere Spielsequenz mit anderer Landschaft o.ä. darstellen muss, muss der Cube die Daten aus dem Hauptspeicher laden. Und der Hauptspeicher ist mit 2.6 GB/s deutlich langsamer als der der XBOX angebunden.

Damit geht die Runde an die XBOX





Wie oben erwähnt, basiert die XBOX auf UMA mit einer maximalen Bandbreite von 6.4GB/s. Der Gamecube hingegen teilt seinen Speicher drei: 3MB großer Grafikspeicher (1MB Texturcache, 2MB Framebuffer), 24 MB Hauptspeicher, und 16MB A-Ram, dediziert für den Soundbetrieb.
Die einzelnen Zugriffszeiten beim Gamecube fallen recht unterschiedlich aus: Während man auf den Grafikspeicher mit bis zu 10.4GB/s zugreifen kann, ist die Geschwindigkeit auf den Hauptspeicher mit 2.6 GB/s deutlich niedriger. Das A-RAM wiederum bietet eine noch geringere Geschwindigkeit von nur etwa 80MB/s. Dieser Speicher ist auch nur für Sound gedacht und Anwendungen, die die Geschwindigkeit nicht brauchen. Insgesamt bietet der Gamecube 43MB Speicher, die XBOX hingegen 64 MB.

Dadurch ist die XBOX wieder im Vorteil: auch wenn die 6.4GB/s nicht für alle Peripherie gleichzeitig greifbar ist, so ist ein Wert zwischen 4-5 GB/s durchaus realistisch, was den Gamecube im Mittel übertrifft.

Die Runde geht an die XBOX.




Die XBOX mag ja ganz Leistungsstark sein, aber beim Controller hat Microsoft unserer Meinung nach total ins Klo gegriffen. Der Controller ist zu groß und viel zu schwer. Das Steuerkreuz entspricht dem des Sidewinders und ist vom Gefühl her zu "schwammig" .

Keine Special Features bietet der Controller, alles Standardkost von anderen Controllern: Rumble-Feature (hat jeder), analoge Knöpfe (von der PS2), doppelte Analogsticks (Dual-Shock), Doppelter MemoryCard Slot (Dreamcast). Und das Design entspricht einer Mischung des alten PC-Sidewinders und des Dreamcast Controllers.
Das schlimmste an dem Microsoft Controller sind die Knöpfe auf der Frontseite, die unseres Erachtens einfach zu hart sind und bei verkrampften Naturen (die gerne auf Knöpfe fester drücken um "schneller" zu werden) sicherlich Schmerzen verursachen könnten.

Andernfalls gibt es nichts neues im Lande Microsoft zu berichten, nur das Microsoft jetzt selbst einen "Controller S" (S für Small) anbieten wird, der hoffentlich besser in der Hand liegt.

Der GAMECUBE-Controller hingegen ist klein und liegt gut in der Hand. Bei der Miniaturisierung gefiel uns aber ein Punkt nicht: Das digitale Steuerkreuz ist einfach -zu- klein geraten. Wenn man ein großer Mensch ist, mit entsprechend normal-großen Händen, dann belagert man mit dem linken Daumen schon mal das ganze Kreuz und das Steuern wird eine Pein. Die beiden L/R-Knöpfe haben jetzt eine besonders interessante Funktion: Nachdem man die analogen Schultertasten durchdrückt, kommt man an einen gewissen Punkt an dem man durch nochmaliges Drücken einen weiteren 'Klick' erzeugen - so was kann man für einen Turbo-Boost benutzen (soll schon in Rogue Squadron auf dem GAMECUBE genutzt werden). Vielleicht hätte Nintendo nicht nur einen Z-Trigger auf der rechten Seite des Controllers anbringen sollen, sondern auf der linken Seite genau so einen Knopf.

Der Nintendo Controller gefiel uns besser, deswegen geht der Punkt an Nintendo.





Wie schon in den anderen Wars berichtet, hat Nintendo sich für kleinere DVDs entschieden auf denen nicht so viel passt wie auf normale DVDs - das ist aber kein wirklicher Nachteil denn Silberscheiben zu produzieren kostet so gut wie gar nichts mehr. Ein interessantes Konzept verfolgt Nintendo mit dem Memorykartenadapter bei dem man bis zu 64MB als Memorykarte haben kann - aber dennoch liegt die Microsoft XBOX hier vorne, kann sie doch eine interne 8GB Festplatte aufweisen. Weiterhin schluckt sie Standard-DVDs mit einer Kapazität von 9GB.

Der Punkt dieser Runde geht eindeutig an die XBOX.




Müssen wir hier eigentlich noch viel sagen? Nintendo konzentriert sich nur auf Spiele, wohingegen Microsoft dem Spieler die Möglichkeit lässt, sich mit der zusätzlichen Fernbedienung auch DVDs anzuschauen. Weiterhin soll es auch möglich sein die XBOX als digitalen Videorecorder zu nutzen - die Option zu haben scheint doch gut zu sein.

Dadurch geht diese Vielseitigkeitsrunde an Microsoft.




Der Stern der XBOX am Konsolenhimmel scheint auf dem absteigenden Ast zu sein: Nachdem zum Launch viele Spiele von Third-Parties vorhanden waren, wie z.B. das geniale Jet Set Radio Future von Sega (leider unbeachtet), Dead or Alive 3 von Tecmo scheinen sich die japanischen Spielehersteller langsam von der Konsole abzuwenden: Konami hat z.B. die XBOX-Version von Silent Hill 2 zurückkonvertiert auf die PS2. Capcom ließ nach ein paar Ankündigungen nichts weiter verlauten außer "Steel Battalion" und auch in Europa sind die Hersteller nicht mehr fest von der XBOX überzeugt. Der Kanadische Spielehersteller EA z.B. hat viele seiner XBOX Entwicklungen nach hinten verschoben oder bringt entweder Gamecube oder PS2 Versionen heraus. Auch das "Metal Gear Solid X" von Konami wurde zu einem "Metal Gear Solid Substance", das auch auf der PS2 und PC herauskommen wird.
Der Gamecube wird inzwischen von allen Major 3rd Parties unterstützt: So bringt Capcom die ganze Resident Evil Serie heraus, Konami produziert eifrig an einem original Titel für die Konsole, EA und Activision sind auch dabei, und die Bombe ließ Square Anfang 2002 platzen als sie mitteilten, dass sie wieder für Nintendo über die "Game Designer Studios" produzieren würden. Konkrete Titel sind zwar nicht angekündigt, aber es sieht rosig aus.
Nachdem die Launches von XBOX und Gamecube vollzogen worden sind, kann man nur noch sagen, dass die XBOX Spielemässig ins Hintertreffen gerät und richtig exklusive Software sich nur noch mit der Lupe finden lässt.

Die Runde geht an Nintendo.




Die XBOX kommt von Haus aus mit einem Ethernet Adapter daher - ermöglicht also einen Breitband-Netzwerkanschluß, auf ein Modem wurde verzichtet. Da Breitbandanschlüsse sowieso die Zukunft sind, kann man auch getrost auf ein Modem für die Konsole verzichten. Bei Nintendo hingegen muss man sich das Modem oder den Breitbandadapter zusätzlich kaufen. Da die XBOX auch noch eine interne Festplatte hat, kann man die Konsole sicherlich auch zum Abspeichern von Videos und ähnlichem aus dem Internet nutzen.

Der Punkt geht daher an Microsoft.






Beide Konsolen bieten keine solche an, und deshalb gibt es hier auch keinen Punkt.



Wie immer hier unsere Designrunde - wir lassen sie nicht in die Wertung mit eingehen, aber wollen dennoch unsere subjektive Meinung kundtun: Die XBOX, in ihrem schwarzem Gehäuse mit dem grünen Knubbel oben drauf sieht irgendwie uninspiriert aus. Kein Designerstück. Schwarz/Grün? BORG? Sind auch Schwarz/Grün. Vielleicht wollte MS subtil eine Bedrohlichkeit suggerieren. Schlussendlich bleibt das Aussehen Geschmackssache!


Oh weh, Oh weh... sagte sich Microsoft als sich die Konsole für 479€ einfach nicht verkaufen wollte. "Zu teuer sein der Preis", würde Meister Yoda sagen, und recht hatte er, denn Microsoft senkte den Preis am 26. April 2002 herunter auf konkurrenzfähige 299€. Dieser Preissturz kam nur etwa 6 Wochen nach der Einführung der Konsole und gilt Europaweit. Die Resonanz der Europäer ist in den Anfangstagen gut gewesen, bleibt abzuwarten, wie sich die Akzeptanz entwickelt.

Nintendo hatte einen anfänglichen Preis von 249€ gehabt, wäre es bei dem Preis geblieben, hätten wir Euch getrost sagen können, dass Microsoft jetzt das bessere Preis-/Leistungsverhältnis hat. Aber Nintendo ließ es sich nicht nehmen und hat den Preis vor dem Launch auf geldbeutelschonende 199€ herabgesenkt.

Dadurch erreicht die Konsole wiederum ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis und Nintendo macht den Punkt hier.

Fazit:


Ein Unentschieden, das was hier noch nicht hatten, kristallisiert sich heraus. Jede der Konsolen hat Ihre Vorteile: Die XBOX dominiert im Hardwaresektor, der Nintendo Gamecube hingegen in der Software. Für viele ist ein Entscheidungsgrund zwischen zwei Konsolen meist die Grafik, und hier sei gesagt, dass die XBOX im Moment keine sonderlich bessere Grafik bietet als der Gamecube. Auf der Softwareseite wird Nintendo in Zukunft mit einigen Softwaretiteln aufwarten, die Ihr so auf der XBOX nicht erhalten werdet oder auch nichts vergleichbares findet. Auch dass Square und womöglich Enix (wahrscheinlich doch nur GBA) auf den Nintendozug aufgesprungen sind, bewirkt eine höhere Akzeptanz im japanischen Schlüsselmarkt. Die XBOX hingegen kann bei den Japanern bis heute nicht den Fuß in die Tür bekommen und bleibt weit abgeschlagen hinter den anderen Konsolen zurück.

Im Endeffekt ist nur die Software wichtig, und die Quantität der Software, die Ihr auf einem Spielsystem bekommt und erhaltet. Und da sieht es beim Gamecube im Moment besser aus, als bei der XBOX. Viele der Spiele, die für die XBOX noch erscheinen werden, sind entweder direkte PS2 Porte oder PC Portierungen. Neue, frische Spielideen kommen selten herein oder bleiben selten exklusiv. Insofern kann Nintendo aufgrund eines starken 1st und 2nd Party Lineups überzeugen (Mario-Spiele, Metroid Prime, Resident Evil 0/4, Perfect Dark, Eternal Darkness, Zelda, ...), wohingegen bei der XBOX Knaller á la Halo in nächster Zeit ausbleiben werden. Auch die enttäuschenden Absätze der XBOX auf dem europäischen und japanischen Markt (und in den letzen Wochen vor der Preissenkung in den USA auf $199 verkaufte sich die XBOX sogar dort schlechter als der Gamecube) sind langfristig gesehen keine gute Zukunftsaussicht für die Konsole.

Wenn Ihr ein Statement von uns wollt, so würden wir Euch den Cube empfehlen, aber wie ihr im War seht, habt ihr selbst die Qual der Wahl .





Good Fight, good Night!