Prince of Persia: The Forgotten Sands - Review

Prince of Persia: The Forgotten Sands

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Review
WII
44
 
Prince of Persia: Die vergessene Zeit Review
 
Der Prinz aus Persien ist im Moment in aller Munde. Nicht nur, dass gerade der große Disney Film Prince of Persia die bundesweiten Kinos unsicher macht, passend zu diesem Filmereignis hat Ubisoft nämlich für alle gängigen Konsolen eine Videospielumsetzung mit der faszinierenden Welt aus tausend und einer Nacht auf den Markt gebracht. Vor wenigen Tagen haben wir uns das Prince of Persia Abenteuer auf der PlayStation 3 und Xbox 360 genauer angeguckt und waren durchaus angetan. Der heutige Blick auf die Wii-Version lohnt sich diesmal aber im doppelten Sinne, denn schließlich bietet das Spiel nicht nur eine völlig andere Story, es ist sogar ein komplett anderes Spiel. Zu unserer Freude kann die Serie auch auf der Wii bestehen und hält die hohe Qualität...in manchen Bereichen übertrifft der Prinz auf der Wii sogar das Parallel-Abenteuer für die anderen Konsolen.
 
Mit dir an meiner Seite
 
Ein typischer Thronnachfolger-Komplex kommt bei Prince of Persia: Die vergessene Zeit für Wii zum Tragen, denn auch dem Prinzen aus Persien quält die untergeordnete Rolle die er von seinem Vater zugesprochen bekommt. Um ihm zu beweisen, dass auch er ein guter Herrscher sein kann, macht er sich auf die Reise sein eigenes Königreich zu erschaffen und dort mit der passenden Prinzessin glücklich zu werden. Auf seiner Reise, dessen Ziel wohl der Weg selbst ist, schnappt er auf einem Markt eine Wunderlampe auf, in der ein Dschinn namens Zahra beheimatet ist. Ihr gegenüber äußert er seinen Wunsch und wie es sich für einen guten Dschinn nun einmal gehört, will auch Zahra ihm diesen Wunsch erfüllen. Die Art und Weise, wie dies geschieht, bildet das Abenteuer hinter "Die vergessene Zeit" für Wii. Die kleine Dschinn führt unseren Prinzen in das untergegangene Königreich Izdihar, welches mittlerweile verflucht zu sein scheint. Dort angekommen begibt man sich auf die Jagd nach einem Monster, der wohl für den Fluch verantwortlich ist. Dass Zahra aber allem Anschein nach selber auch ein großes Interessen an der Wiederbelebung des alten Königreichs hat, erfährt man nach und nach...
 
 
Die Rolle der kleinen Dschinn scheint im ersten Augenblick eher eine untergeordnete zu sein, da sie schließlich nur als kleiner heller Punkt ständig um den Prinzen umher schwirrt, allerdings bildet sie auf der langen und beschwerlichen Reise das perfekte Gegengewicht zum Prinzen. Gestellte Fragen, beantwortet sie mit einer Gegenfrage, misslungene Aktionen werden mit einer schnippischen Bemerkung kommentiert...man lernt die kleine Zahra einfach lieben und hassen, was eine durchweg prickelnde Stimmung während der gesamte Reise aufrecht erhält. Der Prinz ist während der gesamten Odyssee mit der kleinen Fee an der Seite skeptisch, doch der Reiz des Unerforschten lässt ihn nicht los, so dass er einfach ihrem Weg folgt und sich in das Königreich Izdihars begibt.
 
Das Hüpf-, Spring- und Kletterkönigreich
 
Die tragenden Elemente eines typischen Prince of Persia kommen auch in "Die vergessene Zeit" voll zum Einsatz. In der Rolle des Prinzen laufen wir an Wänden entlangen, springen über scheinbar unüberwindbare Schluchten und klettern meterlange Säulen hoch. Das untergegangene Königreich Izdihar bildet für solche Vorhaben auch das perfekte Szenario, denn es ist von den Entwicklern sehr abwechslungsreich und ansehnlich gestaltet worden. Unsere Pacour-Orgien werden nur von immer wiederkehrenden, aber dezent eingeworfenen Kämpfen mit irgendwelchen unansehnlichen Monstern unterbrochen. Ähnlich verhält es sich mit den Rätseln, die zwar durchaus Spaß machen, aber nur eine nette Abwechslung bilden sollen. Der wahre Kern des Spiels und wohl auch der Part, in der die Wii-Version am stärksten punkten kann, bildet das Erkunden und Aufspüren der Route. Welchen Weg kann ich einschlagen und wo laufe ich nicht Gefahr in die endlose Tiefe zu fallen? Den Weg, den man einschlagen kann, muss man aber auf der Wii nicht nur aufspüren, man gestaltet ihn sogar zum Teil selber. Mittels Pointer der Wii-Mote kann man verzauberte Platten zu Greifhaken umfunktionieren, Schalter in Bewegung setzten oder auch eigene Säulen erschaffen. Kommt man in einem Raum einfach nicht auf die Lösung, wie diese Elemente zusammen genutzt werden, so offenbart sich nach einigen Fehlversuchen ein simples Hilfesystem, welches via Steuerkreuz aufgerufen wird. Ein Tipp soll euch auf die Sprünge helfen, wobei diese nicht unbedingt oft gebraucht werden, denn schließlich ist ja die freche Dschinn an eurer Seite.
 
Was mittlerweile bei Prince of Persia schon fast zur Gewohnheit geworden ist, müssen wir uns auf der Wii schnell wieder abeignen, denn einen Sturz in die nächste fiese Falle wird nicht von unserer Begleitung oder gar von einem magischen Sand korrigiert, wir müssen dafür mit unserem digitalen Leben zahlen. Okay, ganz so dramatisch ist das Ganze dann doch nicht, denn unser Leben besteht in Prince of Persia: Die vergessene Zeit aus drei Energiekugeln (dessen Umfang im Laufe des Spiels noch erweitert werden kann), womit wir immer wieder neue Anlaufe gewährt bekommen. Auch der Wiedereinstieg nach einem tatsächlichen Game Over ist fair gestaltet, denn die Wasserquellen an denen man sich mit frischen Energiereserven füllen kann und die den Startpunkt eines Restart bilden, sind in Izdihar großzügig verteilt.
 
Eine Erwähnung sind auch die 2D-Parts des Spiels wert, die eine Hommage an das erste Prince of Persia bilden. In bestimmten Levelabschnitten wechselt die Kamera auf die 2D-Ansicht und lässt sich aus dieser Position auch nicht wieder ändern. Hier fühlt sich Prince of Persia plötzlich wieder ganz anders an (im positiven Sinne). Leider haben die Entwickler aber genau diese Passagen zu selten in das Spiel eingestreut, was löblicherweise durch den Bonus-Content wieder ausgeglichen wird. Nicht nur, dass sich weitere 2D-Maps und Kampfarenen freischalten lassen, es gibt sogar das komplette Spiel und den Urvater der Serie als Sahnehäubchen zum ohnehin gelungenen Prince of Persia Abenteuer für die Wii oben drauf.
 
Fight for Persia
 
Kommen wir zum Abschnitt, in dem gekämpft wird, welches sicherlich zum Spielprinzip einfach dazugehört, aber nicht unbedingt das Highlight des Spiels bildet. Die Wii-Variante, zu der auch das berühmt berüchtigte Waggeln gehört, funktioniert aber recht brauchbar und bewegt sich in einem akzeptablen Niveau. Generell laufen Kämpfe in Prince of Persia: Die vergessene Zeit in geschlossenen Arealen ab, was bedeutet, dass jeglicher Ausgang gesperrt wird und erst wieder geöffnet wird, sobald alle Gegner besiegt sind. Euer Aktionspalette beschränkt sich zu Beginn auf einfache Stiche mittels Schwert (Wii-Mote) und Abwehrbewegungen mit dem Panzerhandschuh (Nunchuck). Nach und nach aber lernt der Prinz dazu, so dass er sich beispielsweise mittels "Prinzenrolle" hinter die Gegner bewegen kann und gezielt kontert. Auch Wallruns kombiniert mit einer Sprungattacke und Rundumschläge bringen nach und nach mehr Würze ins Kampfsystem. Geht man koordiniert bei den Gegnerhorden vor, so dürfte nur in den seltensten Fällen ein geübter Spieler überfordert werden. So ähnlich verhält es sich auch mit dem gesamten Schwierigkeitsgrad des Titels. Zu Beginn dürften sich keine größeren Probleme ergeben, allerdings gestaltet sich das Spiel gegen Ende doch als größere Herausforderung. Das Finale wartet nicht nur mit deutlich anspruchsvolleren Sprungpassagen, sondern noch mit dem ein oder anderen knackigen Rätsel auf. Insgesamt haben wir also einen vorbildlichen Titel, der dem Spieler mit einer angenehm steigenden Schwierigkeitskurve konfrontiert.
 
Ähnlich wie Super Mario Galaxy bietet Prince of Persia auf der Wii eine Art Coop-Spiel. Eine Zuschauer kann mittels Wii-Mote (Nunchuck wird nicht benötigt) aktiv ins Spiel eingreifen und so Fallen aufhalten und Greifhaken für den Spieler entstehen lassen. Im Prinzip ist es nicht mehr als eine nette Zugabe, die aber deutlich aktiver gestaltet wurde, als noch in Super Mario Galaxy.
 
Positiv:
 
+ gelungenes Szenario mit einer eigenwilligen und deutlich märchenhafteren Stimmung
+ gute Steuerung, mit der die spannenden Sprung- und Kletterpassagen gemeistert werden können
+ stetiger Anstieg des Schwierigkeitsgrads
 
Negativ:
 
- die Kamera bietet oft nicht den nötigen Überblick, so das man sich erst manuell umgucken muss
- Kampfsystem ist "nur" okay
 
 
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VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Die Wii-Version schlägt die großen Brüder der Xbox- und PS3-Fassung. Haben wir das schon einmal erleben dürfen? Das kleine Team von den Quebec-Studios präsentiert uns auf der Wii ein Spiel mit einer völlig anderen Story, anderen Spielmechaniken und einer eigenen Stimmung, welche viel mehr den Eindruck eines Märchens beim Spieler hinterlässt. Prince of Persia: Die vergessene Zeit fühlt sich, wenn man es so sagen kann, auf der Wii sogar "old-schooliger" an. Respekt!
 
Prince of Persia Fans können diesmal sogar bedenkenlos, falls die Hardware vorhanden ist, zu beiden Versionen des Spiels greifen.
 

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