Review
Lips: Number One Hits
Lips: Number One Hits
Kommt die Welle erstmal ins Rollen, ist sie nicht mehr zu stoppen. Die Rede ist von der Singspiel-Maschinerie: Ist der erste Teil erfolgreich etabliert, folgen in schöner Regelmäßigkeit Nachfolger, die nur wenig entwicklungstechnischen Aufwand benötigen. An die Masse der mittlerweile unzähligen Singstar-Ableger will Microsoft mit "Lips" allerdings erst noch heranreichen. Den Anfang macht nun "Lips: Number One Hits".
Neue Songs, selbes Spiel?
Am Grundprinzip hat sich natürlich nichts verändert. Nach wie vor seht ihr auf dem Bildschirm Balken, welche die Ton-Höhe symbolisieren und von eurer Stimme richtig getroffen werden müssen. Am unteren Bildschirm-Rand erscheint der Liedtext, während im Hintergrund meist das Original-Musik-Video läuft. Verfügt ein Song über kein entsprechendes Video, sorgen computergenerierte Videos für das entsprechende Club-Feeling. Auch bei Number One Hits habt ihr die Wahl aus einem Solo-, Koop- oder Versus-Modus, zudem lassen sich die Songs in einer kurzen oder der Original-Länge abspielen.
Ist die Entscheidung für einen Song gefallen, schnappt ihr euch wie gehabt die kabellosen Mikros und gebt eure Performance zum Besten. Die Stimmerkennung funktioniert unverändert gut, und eure Leistungen werden in insgesamt zehn Begriffe eingestuft. Das Bewertungssystem geht dabei im Vergleich zur Konkurrenz noch einen Schritt weiter und beurteilt nicht nur eure Ton-Lage, sonder auch andere Aspekte wie Stabilität, Rhythmus, Party, Technik, Performance oder Vibrato-Effekte. Somit spielt auch der Text eine wichtige Rolle, und einfaches Summen, wie es bei "Singstar" möglich ist, führt nicht zum Erfolg. Macht ihr eure Sache gut, erhaltet ihr zusätzlich für jede dieser Kategorien Medaillen.
Mit 40 Songs bietet Number One Hits genauso viele Titel wie das Original-Lips und satte 10 Lieder mehr als die Standard-Singstar-Erweiterungen, die grundsätzlich mit 30 Songs ausgeliefert werden. Wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei der hervorragenden Songauswahl um alte und neue Number One-Singles, sodass für jeden etwas dabei sein dürfte. Eine Übersicht über alle Songs findet ihr am Ende dieses Tests.
Gut geschüttelt ist halb gewonnen
Natürlich werden auch wieder die hervorragend verarbeiteten kabellosen Mikrofone in den Spielablauf eingebunden. Dank Bewegungserkennung müsst ihr die Mikros an bestimmten Stellen neigen oder Bewegungen wie das Spielen einer Gitarre nachahmen, um Extra-Punkte zu kassieren. Schüttelt man die Mikros, imitieren sie zudem Rhythmus-Instumente wie ein Tamburin oder Rumba-Kugeln, wodurch man den Duett-Partner entsprechend musikalisch begleiten kann. Dank schick blinkender LED-Leuchten kommt auch wieder echtes Disko-Feeling ins Wohnzimmer.
Nach wie vor nur bedingt Party-tauglich
Bei den Spielmodi hat man sich wohl eine kreative Pause gegönnt es gibt nämlich keine Neuen. Nach wie vor müsst ihr in Minispielen wie Zeitbombe eine Bombe zum Platzen bringen, bei Kiss einem Liebespaar zum ersehnten Kuss verhelfen oder bei Vocalmatador euch mit einem Freund duellieren. Leider sind die Spielmodi nach wie vor nur bedingt Party-tauglich, da diese noch immer nur auf zwei Spieler ausgelegt sind. Größere Gruppen einzubeziehen fällt damit sehr schwierig, da einPass the Mic-Modus wie bei Singstar völlig fehlt. Unbeteiligte Party-Gäste können zwar mit dem 360-Controller die Performance der anderen durch zusätzlich Geräusche oder eingespielten Applaus unterstützen, der wirkliche Kracher ist dies allerdings nicht.
Abseits der "normalen" Spielmodi bietet "Lips: Number One Hits" ebenso wie "Lips" noch einen Freestyle- und Jukebox-Modus. In ersterem könnt ihr eure Lieblingssongs von einem MP3-Player oder der 360-Festplatte importieren und nachsingen - Texte, Stimm-Balken und das enstprechende Musik-Video fehlen natürlich nach wie vor. Im Jukebox-Modus werden in zufälliger Reihenfolge eure am häufigsten gespielten Songs oder eure persönliche Playlist abgespielt, und durch schütteln des Mikros könnt ihr jederzeit in den laufenden Song einsteigen.
Via Xbox Live ladet ihr eure persönlichen Highscores in eine Online-Rangliste und präsentiert in einem persönlichen Profil eure Bestleistungen. Ganz im Sinne von iTunes können Lieder jederzeit auf einer Skala von eins bis fünf bewertet werden, was sich online in eurer persönlichen Rangliste äußert. Befinden sich zudem Freunde online, könnt ihr sie zu einem kleinen Wettstreit herausfordern. Zu einem Preis von 160 MS-Points je Titel können zudem aus dem Lips Music Store neue Songs heruntergeladen werden. Seit dem ersten Lips wurde das Song-Angebot zwar erweitert, Microsofts Sammlung stellt aber nach wie vor keine Konkurrenz für Sonys Singstore dar. Auch mit Number One Hits verschenkt Microsoft leider die perfekten Xbox-Live-Voraussetzungen für eine umfangreiche und lebhafte Lips-Community. Die Vision-Cam wird noch immer nicht unterstützt, auch können die eigenen Gesangs-Künste weder angehört noch abgespeichert werden.
Was ist neu?
Die Neuerungen halten sich eher in Grenzen, sind aber durchweg sinnvoll. Zum einen wird nun euer Avatar ins Spiel eingebunden. Beispielsweise erscheint es stellvertretend für euch in den Menüs und macht während der Songs die Position vor, die ihr mit dem Mikro nachahmen müsst. Für besonders gute Leistungen schaltet ihr sogar neue Accessoires für euer Avatar frei. Zudem hat eine praktische DVD-Wechsel-Funktion ihren Weg ins Spiel gefunden. Spielt ihr Number One Hits und habt Lust auf einen Song aus dem ersten Lips, müsst ihr einfach nur den gewünschten Song auswählen und nach Aufforderung die Lips-DVD einlegen schon kanns weitergehen. Ein nerviger und zeitraubender Neustart wie bei Singstar ist somit nicht nötig.
Fazit:
Mit Number One Hits orientiert sich Microsoft konsequent an Sony´s Singstar-Franchise. Und warum auch nicht: 20 Millionen verkaufte Singstars sprechen eine deutliche Sprache. Number One Hits bietet dabei sogar 40 anstatt der Singstar-typischen 30 Titel. Die Songauswahl ist hervorragend und über den mittlerweile gewachsenen Lips Music Store können neue Titel heruntergeladen werden. Nur mit Neuerungen sieht es dürftig aus. Nach wie vor fehlen richtige Party-Modi, was für ein Party-Spiel fast schon beschämend ist. Die Avatar-Einbindung ist ebenfalls nur nett. Wirklich sinnvoll ist die DVD-Wechsel-Funktion, mit der ihr zwischen Lips und Number One Hits wechseln könnt, ohne das Spiel neu starten zu müssen - ein echter Vorteil gegenüber Singstar. Am Ende gilt: Wer auf Singspiele steht und mit dem ersten Lips zufrieden war, kann hier bedenkenlos zugreifen.
"Lips: Number One Hits" Songliste:
- "California Love" von 2Pac feat. Dr. Dre and Roger Troutman (USA)
- "Don't Matter" von Akon (USA)
- "Barbie Girl" von Aqua (Dänemark)
- "The Tide is High (Get the Feeling)" von Atomic Kitten (GB)
- "Loser" von Beck (USA)
- "Don't Phunk With My Heart" von Black Eyed Peas (USA)
- "Heart of Glass" von Blondie (USA)
- "Love Generation" von Bob Sinclar (Frankreich)
- "Don't Worry, Be Happy" von Bobby McFerrin (USA)
- "Bubbly" von Colbie Caillat (USA)
- "Viva la Vida" von Coldplay (GB)
- "Karma Chameleon" von Culture Club (GB)
- "(I Just) Died In Your Arms" von Cutting Crew (GB)
- "Hey Baby" von DJ Ötzi (Österreich)
- "More Than Words" von Extreme (USA)
- "Big Girls Don't Cry" von Fergie (USA)
- "She Drives Me Crazy" von Fine Young Cannibals (GB)
- "Broken Strings" von James Morrison feat. Nelly Furtado (GB)
- "I'm Yours" von Jason Mraz (USA)
- "Heartless" von Kanye West (USA)
- "Just Dance" von Lady Gaga (USA)
- "The Fear" von Lily Allen (GB)
- "Around the Way Girl" von LL Cool J (USA)
- "Touch My Body" von Mariah Carey (USA)
- "I Heard It Through the Grapevine" von Marvin Gaye (USA)
- "U Can't Touch This" von MC Hammer (USA)
- "How You Remind Me" von Nickelback (Kanada)
- "Always on My Mind" von Pet Shop Boys (GB)
- "Hey There Delilah" von Plain White T's (USA)
- "Disturbia" von Rihanna (USA)
- "Millennium" von Robbie Williams (GB)
- "The Look" von Roxette (Schweden)
- "Oh, Pretty Woman" von Roy Orbison (USA)
- "I Don't Feel Like Dancin'" von Scissor Sisters (USA)
- "Push the Button" von Sugababes (GB)
- "Everybody Wants to Rule the World" von Tears for Fears (GB)
- "I Get Around" von The Beach Boys (USA)
- "Lovefool" von The Cardigans (Schweden)
- "Apologize" von Timbaland feat. OneRepublic (USA)
- "Ready, Set, Go!" von Tokio Hotel (Deutschland)
Positiv:
- 40 Songs
- Einbindung der Bewegungserkennung in die Mini-Spiele
- gute Spracherkennung
- Nachschub an neuen Songs via Xbox Live
- 3 Minispiele
Negativ:
- es sind immer nur zwei Spieler in die Spiel eingebunden, ein spaßiger "Pass the Mic"-Modus wie bei Singstar ist nicht vorhanden
- Download-Songs kosten je Stück 180 MS Points
- keine Einbindung der Xbox360-Kamera
- eigener Gesang kann weder angehört noch abgespeichert werden
Routinierte Songerweiterung!
Man kann von Karaoke-Spielen denken was man will: bei einer ausgelassene Party machen sie doch Spaß. Zudem bringen Sie unser aller liebstes Hobby auch den Nicht-Spielern näher. Von daher ist auch Lips ein Franchise, von dem Microsoft noch viele Titel nachliefern kann.
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Lunatic
L13: Maniac
Hmmm...


Ein Song kostet 160
Von mir kriegt Number One Hits 11/15 im Multi, allein Spiel ich das nicht
Achja, rechne den Leuten mal an dass sie noch einen Code dazu legen der einem ermöglich dass man 5 Kostenlose Songs in einem Paket bekommt, das man sich selbst aussuche darf damit hat man dann nämlich 45 Songs
Luna
01:22 14. Dezember 2009 / #1
Rincewind
L13: Maniac
Ein Song kostet 160
kommt auf den Song an, gibt auch viele Songpackete. Ein Song kostet umgerechnet ca 2 Euro, wenn man bedenkt, dass noch das Video dabei ist, geht es gerade noch so klar. Wie viel kostet im Singstarshop ein Lied?
Schade, dass so wenig Neuerungen vorhanden sind, gib das Mic weiter wäre schon lustig gewesen und so schwer kann es nicht sein.
Achja bei Singstar (jedenfalls bei Teil 2) konnte man auch die Discwechseln, weiß nicht wie es bei den anderen Teilen nachher war.
09:06 14. Dezember 2009 / #2
Dunst
L01: Freshman
Wie viel kostet im Singstarshop ein Lied?
1,50€
16:38 15. Dezember 2009 / #3
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