Abenteuer auf der Delfininsel - Review

Abenteuer auf der Delfininsel

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Review
NDS
28
 
[u]"Sommerurlaub im Aquapark"[/u]
 
Ebenfalls aus der "Spiele für mich" Reihe von Ubi Soft, kommt die Delfininsel. Allerdings hat diese der direkten Konkurrenz einiges voraus: Spielspaß und Atmosphäre. Als Helfer in einem Aquapark, kümmert ihr euch um viele Meerestiere, helft beim Reinigen, Futter zusammenstellen und kümmert euch um Zuwachs. Mit einigen Minispielen sammelt ihr Punkte und verlebt in der Haut von Greg oder Mila eure Sommerferien.
Auch die Delfininsel schielt eher auf jüngere Spieler, weshalb die Minispiele euch nicht wirklich fordern und auch nicht sonderlich kreativ daherkommen. Leider gibt es auf Dauer ein bisschen zu wenig Abwechslung, dafür erfreut man sich an Grafik und Sound und genießt die Atmosphäre. Die ist nämlich gut gelungen und auch wenn die Zielgruppe keine große ist, kann man die Delfininsel bedenkenlos weiterempfehlen.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Wart ihr als Kinder auch oft vom Sommerurlaub genervt? Ewig lange Autofahrten, dreckige Hotels und langweilige Eltern? Greg und Mila haben es da deutlich besser, immerhin dürfen sie zu ihrem Onkel Bob in den Freizeitpark. Wobei Freizeitpark nicht wirklich stimmt, denn statt Karussells gibt es Delfine, Killerwale und Pinguine. Ganz recht, ein Aquapark mit vielen Tieren ist für die nächsten Wochen euer Zuhause und ihr helft kräftig beim Aufbau der Anlage mit. Präsentiert wird die Story mit netten Dialogen, vielen witzigen Charakteren und zahlreichen Anime Avataren. Die Handlung ist nicht unglaublich spannend, schafft es aber eine Menge Atmosphäre zu entfalten und macht Spaß. Überzogen kindisch ist es jedenfalls nicht, eher schmunzelt man über die lustige Kontrollbehörde oder den konfusen Onkel.
 
[u]Optik_[/u]
 
Die bereits erwähnten Anime Avatare tummeln sich stets auf dem oberen Screen, dort gibt es Text und Bilder, unten werdet ihr hingegen mit 3D Grafik verwöhnt, die euch einen Überblick über die Insel verschafft. Man erkennt alles und die Insel ist auch sehr stimmig, etwas feiner hätte es insgesamt schon sein können. Die Tiere hinterlassen einen tollen Eindruck, können außerdem von einer Unterwasserkamera beobachtet werden. Kinder spielen sicher gern in der Wasserwelt herum, reifere Zocker vermissen auf Dauer die Abwechslung, die trotz charmanter Präsentation irgendwie fehlt. Die Minispiele sind allesamt recht simpel dargestellt, meist klickt man Dinge in einem Menü an. Durchschnittlich also insgesamt, aber schon stimmig und ohne große Patzer.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Von Anfang an bezaubert euch ein toller Soundtrack, der mit schönen Rhythmen und netter Musik zu überzeugen weiß. Leider gibt es keine Sprachausgabe, Delfine schnattern aber trotzdem und auch die Killerwal und Co. machen realistische Geräusche. Viel mehr gibt es leider nicht auf die Ohren, sämtliche anderen Effekte klingen zwar gut, stechen aber nicht hervor. Aufgrund des angenehmen Soundtracks entsteht gute Atmosphäre, die sowohl das Tempo als auch den Stil des Spiels ideal unterstreicht.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Keine
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
"Spiele für mich" sind leicht zugänglich, auch für jüngere Semester geeignet, nicht besonders schwer und vielleicht sogar ein wenig simpel. Sie brechen jedenfalls aus dem Einheitsbrei aus und versorgen auch Zielgruppen, die sonst eher weniger mit Videospielen zu tun haben. Abenteuer auf der Delfininsel ist zwar auch für Kinder gut, kann Erwachsenen aber nicht schaden. Immerhin tragt ihr die Verantwortung für viele Tiere, die man sonst nur im Zoo kennen lernt.
Genau diesem Punkt wollen wir uns als erstes widmen, nämlich einer Art Lerneffekt. Ubi Soft bringt euch in vielen Dialogen Details zu den Tieren näher, erklärt euch das Delfine keine Fische sind und kritisiert sich teilweise fast schon selbst. So wird der Nutzen oder Sinn eines "Aquaparks" in Frage gestellt und das Problem so gelöst, wie es in der Realität wünschenswert wäre: Anstatt wahllos Tiere ihrer natürlichen Umgebung zu entreißen, beherbergt euer Park nur verletzte oder kranke Tiere. Der Lerneffekt ist aber keinesfalls aufdringlich oder unpassend, im Gegenteil, durch die witzige Geschichte und die skurrilen Figuren können sich Kinder die durch die Blume gesprochenen Weisheiten wohl noch besser einprägen.
 
Lernen ist aber natürlich nicht eure eigentliche Aufgabe, nach und nach sollt ihr ja einen Vergnügungspark aufbauen. Zu Beginn des Spiels hat der nur sehr wenig Tiere, es liegt an euch neue Bewohner freizuspielen. Aufgeteilt ist das Spiel dafür in verschiedene Tage und an jedem Tag müsst ihr eine bestimmte Punktzahl erreichen. Erst dann kommt man in der Story vorwärts und vergisst auch ja nicht, sich um die Tiere zu kümmern. Punkte bekommt man für viele Tätigkeiten, die alle direkt mit euren schwimmenden Freunden zu tun haben. Mit dem Stylus manövriert ihr euch über die Insel und könnt genau dort verweilen, wo ihr wollt. Wählt einfach ein Becken oder Tier aus und helft oder spielt. Jeden Tag findet sich neuer Dreck in den Becken, der herausgefischt werden muss, die Tiere brauchen ausgewogenes Futter und natürlich Medikamente, außerdem könnt ihr einige Meeresbewohner dressieren oder mit ihnen spielen. Auf dem oberen Screen bekommt ihr stets eine übersichtliche Anzeige über die Bedürfnisse eurer Schützlinge und erfahrt wie es ihnen geht.
 
Um den Aufgaben nachzukommen, müsst ihr selbstverständlich selber Hand anlegen. Um zum Beispiel das Futter auszuwählen, müsst ihr euch eine bestimmte Abfolge von Zutaten merken und danach anklicken, für Medikamente kommt es hingegen auf eure Reaktion an, schnell müssen hier verschiedene Pillen und Zutaten angewählt werden. Während das Herausfischen von Müll nur das Zeitlimit als Hindernis hat, muss man bei der Dressur bestimmte Linien nachzeichnen.
Die Spiele sind allesamt extrem einfach geworden, machen aber trotzdem Spaß. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten versucht man nicht die simplen Konzepte zu überspielen, macht sich hingegen ihren einfachen Reiz zu Nutze. So muss man leider einsehen, dass es nicht sonderlich viel Abwechslung gibt und man Tag aus Tag ein das gleiche tut. Zwar braucht man jeden Tag mehr Punkte, da kann man aber zügig verdienen.
 
 
Womit wir auch schon bei den Nachteilen der Delfininsel sind. Während der Ersteindruck nämlich hervorragend ist, wird mit jeder Spielminute deutlicher, dass dem Titel relativ schnell die Luft ausgeht. Es ist zum Beispiel nötig, einem kranken Tier gleich 3x hintereinander Medizin zu verabreichen, wobei man dafür 3x das gleiche Spiel spielen muss. Negativ ist uns auch die Navigation über die Insel aufgefallen, die mitunter Bewegungen missinterpretiert. Leider gibt es auch keinen Auto Save, wer speichern will muss einen Tag komplett zu Ende spielen. Kein wirkliches Hindernis, aber unterwegs eventuell ein Störfaktor.
 
Was man dem Spiel auf der anderen Seite wieder zu Gute halten muss, ist die tolle Atmosphäre. Man verspürt fast ein wenig Urlaubsfeeling, erfreut sich an Texten und Figuren, freundet sich außerdem schnell mit den Tieren an. Die Minispiele sind außerdem perfekt für Kinder, leicht zu verstehen beanspruchen sie Reaktions- und Erinnerungsvermögen und bringen euch dazu, gleich mehrere Tiere zu versorgen. Außerdem ist die Haupthandlung geschickt ins Spiel verwoben, so dass die Lernkurve ausgezeichnet funktioniert, man mit jedem Tag mehr entdeckt und mehr unternehmen kann. Zwar sollten alle volljährigen Zockern zweimal drüber nachdenken und "typische" Videospieler das Spiel vielleicht stehen lassen, ansonsten kann man die Abenteuer auf der Delfininsel aber mit gutem Gewissen weiter empfehlen.
 
[u]Unterwegs_[/u]
 
Da man sich den Tag auf der Insel selber einteilen kann, lässt sich auch problemlos zwischendurch eine Runde spielen. Kritisch beäugt man viel mehr den nicht vorhandenen Auto Save, auch manuell kann nicht gespeichert werden. Macht euch also klar, dass ihr mindestens einen virtuellen Tag zu Ende bringen müsst, bevor die Daten gesichert werden.
 
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VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Auch wenn man auf den ersten Blick glaubt, das Spiel gleicht seinen Kollegen wie ein Ei dem anderen (Reiterhof z.B.) und bietet just andere Tiere, so wird man eines Besseren belehrt. "Abenteuer auf der Delfininsel" macht Laune und ist für die angepeilte Zielgruppe unterm Strich ein gelungenes Spiel. Da kann man die Macken, die Kinder vielleicht gar nicht stören, auch mal unter den Tisch fallen lassen.

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