Medal of Honor: Airborne - Review

Medal of Honor: Airborne

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Review
360
14
 
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Who do women love the most? Airborne!"[/u]
 
Medal of Honor geht in die nächste Runde und versucht euch erneut für den zweiten Weltkrieg zu motivieren. Das schafft EAs neuer Ego Shooter auch, denn wenngleich auf bahnbrechende Neuerungen verzichtet wurde, fesselt euch das Spiel mit jeder Menge Action ans Pad. Besonders gut gefallen hat uns dabei das leicht überarbeitete Waffensystem (sie werden stärker wenn ihr sie häufiger benutzt), außerdem die große Freiheit im Missionsdesign. In den weitläufigen Leveln könnt ihr das tun was ihr wollt, niemand zwingt euch mehr zu bestimmten Vorgehensweisen. Auf der Gegenseite macht sich allerdings die kurze Spielzeit bemerkbar: 6 Level sind nicht wirklich genial, auch Innovationen sucht man vergebens. Doch MoH Fans brauchen sowas auch nicht, sie wollen Action, Action, Action. Und was das angeht, so hat Airborne die Prüfung mit Bravur bestanden.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
"Who do women love the most? Airborne! Who do Nazis fear the most? Airborne!"
Ihr seid Mitglied einer Fallschirmspringer Staffel und durchlebt erneut die Grausamkeiten des zweiten Weltkriegs, seid in Frankreich, Italien und Deutschland im Einsatz und erledigt je nach Mission verschiedene Aufgaben. Eine intensive Handlung hat EA sich dieses mal gespart, ihr lernt die Soldaten kaum kennen, es gibt wenig Schlüsselszenen und Zwischensequenzen. Eure Einheit steht mit ihren furchtlosen Einsätzen stets im Mittelpunkt, das Ganze funktioniert bei Airborne aber nur sehr oberflächlich.
 
[u]Optik_[/u]
 
Der zweite Weltkrieg wird in zahlreichen Spielen immer wieder zum Leben erweckt und müsste man nicht so viele Nazis erschießen, fast wären es mittlerweile virtuelle Rundgänge durch die Kriegsschauplätze. Auch Medal of Honor : Airborne macht einen sehr realistischen Eindruck, sieht insgesamt ziemlich gut aus, der letzte Funke fehlt aber.
So trüben vor allem die relativ simpel gehaltenen Gebäude und fehlende Details das Gesamtbild, Hauptproblem scheint aber ein ganz anderer Effekt zu sein: Nämlich das man alles irgendwie schon mal gesehen zu haben glaubt. Die Texturen sind weitestgehend sehr hübsch und fein, die Atmosphäre ohnehin Klasse, aber man entdeckt nichts Neues, nichts Spektakuläres. Das nimmt dem Spiel ein wenig die Qualität, die ansonsten eigentlich recht gut ist. Die nett animierten Soldaten suchen Schutz, verbergen sich hinter Objekten, ihr seht sie wild gestikulieren und häufig beobachtet man packende Feuergefechte, zwischen euren Kameraden und dem Feind. Da kommt dann auch wieder der bereits erwähnte Vorteil von Medal of Honor zum tragen, nämlich die Atmosphäre: Zerbombte Häuser, hohe Kirchtürme, in Schutt und Asche gelegte Straßen und das bildgewaltige letzte Level. Oft zu anderen Tageszeiten (hell/dunkel) seid ihr im Einsatz, die Level sind jedenfalls sehr stimmig und glaubhaft designt.
 
Der Faktor "Action" wurde auch bei der Optik nicht vergessen, so läuft Airborne quasi die ganze Zeit über sehr stabil, auch Tearing muss man fast mit der Lupe suchen. Dank vielen Explosionen (die kaum begeistern) und schicken Waffeneffekten ist auf dem Bildschirm immer was los, Ego Shooter und WW2 Freunde kommen also absolut auf ihre Kosten, selbst wenn die Grafik niemanden vom Hocker haut.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Immer wenn ein neues Medal of Honor auf den Markt kommt, werden die Nachbarn vorgewarnt, denn es könnte laut werden. Auch der neueste Teil der Serie lässt es mit richtiger 5.1 Anlage wieder gehörig krachen, ihr bekommt orchestralische Musik, dazu jede Menge Sperrfeuer, Explosionen und Kriegsgebrüll. Was den Faktor "Action" angeht, gibt sich also auch der neueste Teil der Serie keine Blöße. Wenn hinter euch Granaten explodieren, ihr vorne selber mit einem MG auf die Feinde ballert und eure Kollegen um Hilfe rufen, dann entsteht tolle Atmosphäre. Die diesmal recht spärlich ausgefallene Sprachausgabe haben wir uns in Englisch angehört, auch hier gibt es absolut nichts zu meckern. Akzente, authentische Gespräche und Befehle - klingt gut.
Die Hintergrundmusik macht mal wieder richtig Spaß. Ergreifende Hymnen, tolle Tracks und einfach eine hervorragend programmierte Klangkulisse, versorgt euch neben der Daueraction mit wohliger Gänsehaut dank toller Musik.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Nichts Besonderes an dieser Stelle. Vor jeder Mission ergötzt ihr euch am Feindvolk (und dessen Charakteristika), im Spiel selbst müsst ihr keine Unterbrechungen hinnehmen. Gut gelungen also.
 
[u]Extras_[/u]
 
Blättert ein wenig in Statistiken, mehr bietet Airborne hier nicht.
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Alles Gute kommt auch im Krieg von oben. In diesem Fall seid ihr das, an einem Fallschirm hängend stürzt ihr euch mittenrein ins Kriegsgebiet und müsst spontan Herr der Situation werden. Tatsächlich gibt sich Airborne deutlich "freier" als seine Vorgänger und Kollegen und schreibt euch nicht vor, wann ihr was erledigen müsst, sondern nur das ihr was erledigen müsst. Nach einem recht trockenen, aber irgendwie sehr stimmigen und realistischen Briefing, befindet ihr euch vor jedem Einsatz im ungemütlichen Bauch eines Flugzeugs wieder, hakt euren Fallschirm ein und saust mit einigen Kameraden vom Himmel direkt auf das Schlachtfeld. Ihr könnt euch aussuchen wo. Mit jedem Meter, dem ihr dem Boden näher kommt, kommen mehr Details zum Vorschein, wo grüner Nebel in die Luft strömt ist es sicher, für alle anderen Plätze auf der Karte übernimmt niemand Garantie. So kann es auch passieren, dass risikofreudige Kämpfer mitten im Sperrfeuer des Gegners landen und es nicht rechtzeitig schaffen in Deckung zu flüchten. Habt ihr eine saubere Landung aufs Parkett gelegt, folgt ihr eurem Radar zu verschiedenen Missionszielen. In den Leveln gibt es zwar viel zu erledigen, ihr könnt dabei aber entscheiden, wie ihr vor geht, von wo ihr den Feind angreift, ob ihr auf die Hilfe eurer Kollegen baut oder im Alleingang durch die Gassen und Gebäude tobt. Das fühlt sich gut und realistisch an, zumal EA euch stets Unterstützung bereitstellt. Es gibt zwar keine Soldaten, die euch auf Schritt und Tritt folgt, stoßt ihr an einer feindlichen Linie allerdings vor, kommen nach und nach immer mehr alliierte Kameraden zur Hilfe, ab und an landen sie sogar mit dem Fallschirm direkt vor euch.
Die Gefechte an sich, sind im neuesten Medal of Honor Teil ein wenig anspruchsvoller geworden. Schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad (es gibt drei), ergeben sich spannende Schusswechsel und gefährliche Stellungskriege. Leider hat man häufig das Gefühl, die Nazis treffen mit jedem Schuss, beim eigenen Angriff fällt hingegen auf, dass auch sicher geglaubte Treffer oft doch keine waren. Vor allem bei Kopfschüssen fühlt sich das ein wenig seltsam an, uns ist nicht klar, ob das Spiel zu schlecht rechnet oder es von den Entwicklern so vorgesehen war. Ihr findet euch jedenfalls häufig hinter kleinen Mauern wieder, Deckung suchend und nur vorsichtig um die Ecke spähend, vor allem wenn der Feind euch mit stationären MGs festnagelt. Eure Lebensenergie ist in 4 Balken aufgeteilt, ist einer leer, bleibt er leer. Ist er nur halb leer, läd er sich nach kurzer Zeit wieder auf. Medikits füllen übrigens auch bereits verlorene Reserven wieder auf. Vorsichtig muss man trotzdem sein, zielsichere Gegner oder die falsche Taktik haben oft euren digitalen Tod zur Folge. Vor allem Scharfschützen, Panzerschrecks und Mauser-Schützen machen euch das Leben schwer.
Besonders helle sind eure Gegner und Kollegen leider nicht. Etwas erfolglos wirken viele Angriffe eurer Verbündeten, auch die Feinde schalten nicht immer schnell genug. Viel zu oft zeigen sie ihre Dummheit und bemerken euch nicht, sind dann aber plötzlich wieder ungemein zielsicher und irgendwie braucht man ein paar Minuten, um sich an diese Gegensätze zu gewöhnen.
 
 
Medal of Honor hat nicht vor, das Rad neu zu erfinden. Eher sehr direkt geht es zur Sache, sobald ihr eine Feindansammlung ausgemacht habt, geht ihr in Angriffsstellung und nehmt den Feind nach und nach auseinander. Die wie immer sehr authentischen Waffen, lassen sich bei Airborne sogar "upgraden". Wer fleißig mit einem Schießprügel hantiert, bekommt eine Art Bonus und macht die Waffe damit teilweise stärker. Das offene Missionsdesign lässt euch dabei stets die Freiheit, euch für eine Shotgun oder die Springfield (Sniper) zu entscheiden, ihr kämpft nach eurer eigenen Strategie, nicht nach der von EA. So fühlt sich Medal of Honor unterm Strich ziemlich gut an. Checkpoints verhindern weitestgehend Frust, nur über die Kollisions-, bzw. Trefferabfrage wundert man sich nachhaltig, ansonsten ist Airborne ein reinrassiger WW2 Ego Shooter, mit haufenweise Action, keinen Rätseln und spannenden Kämpfen. Und mal ehrlich: Wollten das nicht alle MoH Fans? Eben, also nichts wie ran an das atmosphärische Action-Spektakel, dessen größter Kritikpunkt die Spielzeit von unter 8 Stunden bleibt. Das ist leider zu wenig. Überhaupt könnte man den letzten Funken Spielwitz und Genialität vermissen, aber Spaß macht es trotzdem.
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Zahlreiche Ähnlichkeiten verbinden den Singleplayer und den Mehrspielermodus. So entdeckt ihr die gleichen Level, selbstverständlich die gleichen Waffen und auch der Spielablauf ist recht gleichartig. Ein Team stürzt sich mit dem Fallschirm vom Himmel, das andere startet unten auf der Karte. Es geht darum Flaggen zu erobern (nicht mitnehmen, sondern daneben warten), den Feind niederzustrecken und eine gute Zeit zu haben. Medal of Honor bedient dabei Strategiefans und Actionfreunde gleichermaßen. Was Besonderes ist Airborne leider nicht, bringt aber das was es will perfekt auf den Punkt. Die Scharmützel sind packend, wer mit Headset und Freunden spielt rückt nur behutsam vor, immer habt ihr aber auch die Möglichkeit, auf eigene Faust Unheil zu verbreiten.
 
Die Performance kämpft mit einigen Lags, ganz (!) selten kommt es auch zu fast unspielbaren Matches, Airborne läuft aber fast immer stabil und flüssig. Die Grafik steht dem Singleplayer ansonsten in nichts nach, auch der Sound begeistert. Uns hat besonders gut gefallen, dass das Fallschirmspringen im Mehrspieler schon fast mehr Sinn macht, als im Einzelspieler. Es ist einfach herrlich, lautlos vom Himmel zu segeln und dem Feind, der gerade eure Kameraden ins Visier nimmt, einen tödlichen Tritt zu verpassen. Um den Mehrspielertest zum Ende zu bringen, ziehen wir jetzt ein Fazit: Auch im Multiplayer glänzt Medal of Honor weder mit Innovationen, noch mit Besonderheiten oder Neuerungen. Fakt ist aber auch hier, dass es einfach Laune macht und Action-Freunde gut zu unterhalten weiß.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Sorgsam hat EA die Mehr- und Einzelspieler Erfolge voneinander getrennt, so dass niemand rätseln muss, ob dieses oder jenes Achievement On- oder Offline freigeschaltet wird. Das ist löblich, der Rest der Erfolge bekommt von uns aber maximal ein "befriedigend". Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass man Airborne 3x durchspielen muss, weil sich der Erfolg für "auf leicht beenden" nicht freischaltet, wenn man das Spiel direkt auf "normal" durchgespielt hat. Desweiteren müsst ihr alle Waffen upgraden, was bei Panzerschreck und den Großkalibern eher einem Krampf gleicht. Die Mehrspieler Erfolge sind weitestgehend fair und vor allem nicht überbewertet, alles muss aber in Ranglisten Matches erspielt werden. Auch EA widersetzt sich also nicht diesem Teufelskreis. Der Rest der Erfolge ist sinnvoll ins Spiel eingebaut, erfordert aber in jedem Fall euren Willen. Normale Spieler haben nach dem ersten Durchgang wohl gerade mal 350 bis 400 Punkte auf dem Konto.
 
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VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Eine strenge Wertung bekommt Airborne hier verpasst. Während des Schreibens liebäugelte ich nur allzu oft mit einer 09, hatte sie lange Zeit auch unterm Test stehen. Allerdings ist es unterm Strich dann doch zu kurz und zu "normal". Die schlechte Kollisionsabfrage, an die man sich aber gewöhnt, war dann der Faktor, der mich zu einer 08 hingezogen hat - Aber eine 08+, wenn man das so sagen kann. Denn man hat schon eine Menge Spaß mit dem atmosphärischen Shooter und EA holt die Serie wieder aus dem Loch, in dem sie verschwunden war.

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