Resident Evil: The Mercenaries 3D - Review

Resident Evil: The Mercenaries 3D

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Review
3DS
104
Das markante Resident Evil Gameplay, welches seit dem vierten Teil Einzug beim Survival Horror-Spiel gehalten hat, scheint bei einer oberflächlichen Betrachtung dem üblichen Action-Genre zu entsprechen. Mit Resident Evil The Mercenaries 3D merkt man aber erst, wie komplex es eigentlich gestaltet ist und wie variantenreichen man es im Kampf tatsächlich nutzen kann. Der Action-Shooter treibt die Kampfsituationen aus der Resident Evil Serie komprimiert bis zum Äußersten. Einzig und alleine darauf konzentriert sich dieser Ableger. Die typischen Rätsel und Erkundungen werden nicht geboten und der Horror, der hier entsteht, resultiert einzig und alleine aus der anstürmenden Schar aus der Creme de la Creme der durchgeknallten Gegnermassen aus der Resident Evil Serie.
 

Ein verzweifelter Kampf ums Überleben

[img right]145857[/img]Capcom hat bei der Ankündigung des Nintendo 3DS mit einer breiten Unterstützung geglänzt. Bereits zum Start konnte die japanische Softwareschmiede mit Super Street Fighter 3D einen Vorzeigetitel für den neuen Nintendo Handheld bieten. Die Ankündigung eines völlig neuen Resident Evil sowie eines Ablegers unterstreicht darüber hinaus, wie groß die Ambitionen Capcoms für den Nintendo 3DS sind. Nun geht erst einmal Resident Evil The Mercanaries 3D an den Start, das von vielen nur als kleiner Appetitanreger angesehen wird. Schließlich handelt es sich bei diesem Spiel nicht um ein Resident Evil der klassischen Sorte. Der 3DS-Actiontitel beschränkt sich nur auf den Zusatzmodus, der als Zugabe in Resident Evil 4 und Resident Evil 5 zu finden war. Mit einigen Erweiterungen und zusätzlichen Modi hofft Capcom so, ein vollwertiges Spiel unter das Spielervolk bringen zu können.
 
Resident Evil The Mercanieres 3D wirkt, beim Betrachten des finalen Produkts, nun tatsächlich nur wie ein Spiel, bei dem es rein um die Action geht. Eine Story, der man folgt oder die erzählt wird, ist in diesem Ableger der Serie nicht vorzufinden. Es wird nur reine Arcadekost geboten, bei der man auf verschiedenen Maps einzig und alleine die Waffen sprechen lässt. Von der Spielmechanik (und auch beim Großteil der Maps) hat man sich dabei sehr stark bei Resident Evil 5 bedient, was nicht nur anhand der Charaktermodelle sondern auch anhand des integrierten Coop-Modus festzustellen ist. Diesen besagten Modus kann man auf insgesamt 22 der 30 Level zelebrieren. Die restlichen acht Level führen euch in das Spielsystem von The Mercenaries 3D ein und bilden ein Tutorial. Egal ob man nun alleine oder online mit einem Mitspieler sich in die Schlacht begibt, es gilt jedes Mal möglichst viele Kills zu erlangen und so mit einem entsprechenden Rang honoriert zu werden.
 
[img right]145862[/img]In The Mercenaries 3D hat man die Wahl zwischen acht verschiedenen Söldnern, die allesamt bereits aus der Resident Evil Serie bekannt sind. Jeder von ihnen begibt sich aufs Schlachtfeld und muss innerhalb der ständig mitlaufenden Zeit möglichst viele Gegner besiegen. Irgendwelche Rätseleinlagen oder besondere Aufgaben werden dabei nicht gestellt. Zur Auswahl im Kampf gegen die schier unendlichen Horden an Gegnern stehen Chris Redfield, Hunk, Jill Valentine, Wesker, Rebecca Chambers, Jack Krauser, Claire Redfield und schließlich Barry Burton. Diese Truppe ist mit verschiednen Waffen und Stärken ausgestattet, so dass jeder Anlauf auf den verschiedenen Maps mit jeder Charaktere eine neue Herausforderung bildet. Die Palette an Gegner ist sehr weit gefächert, so dass neben den "normalen" von Parasiten infizierten Wahnsinnigen auch solche Gestalten wie Dr. Salvador oder Garrador aus Resident Evil 4 euren Weg kreuzen. Darüber hinaus werden auch hin und wieder Bosskämpfe (beispielsweise gegen B.O.W.) eingestreut, bei denen man einiges an Patronen verschossen wird.
 

Reine Arcadeaction

Trotz der unübersehbaren Verwendung zahlreicher Elemente aus den bekannten Resident Evil Spielen, haben es auch einige kleinere Neuerungen in das Spiel geschafft. Grundsätzlich ist die Steuerung 1:1 aus Resident Evil 4/5 übernommen wurden, allerdings kann man in Resident Evil The Merceaneries 3D sich während des Schießens auch Bewegen (!!!). Während man also mit gehaltener R-Taste seine Schusswaffe zückt, muss zusätzlich die L-Schultertaste betätigt werden. Das Ganze fühlt sich bei längerem Spielen sehr krampfhaft an, und da die daraus resultierenden Bewegungen nach links und rechts das Zielen erschweren, haben wir im Spiel nur sehr selten davon Gebrauch gemacht. Das restliche Gameplay läuft aber absolut problemlos ab und fühlt sich sogar auf dem Nintendo 3DS mit seinen relativ kleinen Tasten richtig gut an, was sogar zusätzlich die Vorfreude auf noch kommende Titel der Serie steigert. Das Schiebepad macht sowohl beim Rennen, als auch beim schnellen Drehen eine gute Figur und als erfahrener Resi-Spieler dürfte man sich bei diesem Titel sehr schnell heimisch fühlen.
 
[img left]145866[/img]Auch wenn das Gameplay in diesem auf das Kämpfen beschränkte Szenario zu gefallen weiß, kämpft der Titel mit elementaren Problemen, die ein jedes Videospiel heimsuchen kann. Der Umfang von 30 Level mag viel klingen, doch erst mit der richtigen Motivation ist man bereit das Ganze immer und immer wieder in Angriff zu nehmen. Capcom hat sich zu diesem Zweck dazu entschlossen für Erfolge Kostüme freizuschalten und für besondere Leistungen Medaillen zu vergeben. Außerdem lassen sich sogar einzelne Fähigkeiten verbessern, was dem Ganzen einen leichten Hauch von Rollenspiel verleitet. Viel effektiver als Motivation wäre für uns aber eine (Online-) Bestenliste, bei der man sich mit anderen Spielern vergleichen kann. Auch beim Coop-Modus, der im Kern sehr gut funktioniert, gibt es einige unglückliche Designentscheidungen, die dem gesamten Spielspaß und somit die Motivation ausbremsen. Man spielt lediglich ein Level online, ehe man dann wieder über das Auswahlmenü sich wieder in das weltweite Netz einloggen muss. Auch irgendeine Form des (Voice-) Chats hätte gerade beim gemeinsam Kampf gegen die Gegnerhorden wahre Wunder beim Spielspaß bewirken können.
 

Zuerst speichern...

...beim ersten Starten und auch ohne das man auch nur irgendetwas in Resident Evil The Mercenaries 3D gemacht hat, speichert das Spiel euren Spielstand. Die Debatte um den einen Speicherstand, der sich auf diesem Modul nicht mehr löschen lässt, hat weite Kreise gezogen. Wir erwähnen es hier der Vollständigkeit halber, denn als Käufer des Moduls hat man in Hinblick auf Spielspaß keine Einbußen.
 
Bei den anderen technischen Aspekten hat sich Capcom aber ganz und gar nicht lumpen lassen und beweist mit Resident Evil The Mercenaries 3D wo gerade der Hammer auf dem Nintendo 3DS hängt. Die verwendete MT Framework Mobile Engine zaubert auf dem 3D-Bildschirm ein wirklich opulentes Machwerk. Gerade die detailierten Charaktermodelle und abwechslungsreichen Level verstehen es zu gefallen. Die 3D-Effekt funktioniert bei diesem Titel sehr schön, da er im Vergleich zu so manch anderen Titel, eher dezent seine Wirkung entfaltet. Alle Gegner und Figuren, die sich in eurer unmittelbaren Umgebung aufhalten sind nicht nur optisch famos, sondern haben auch hochwertige Bewegungsabläufe, die für ein 3DS-Spiel der ersten Generation zum grafisch besten Spiel des System avancieren. Sehr auffällig sind aber Gegner, die sich weit weg von eurer Spielfigur bewegen. Diese werden nicht nur sehr detailarm, sondern auch mit ganz hölzernen Bewegungen dargestellt. Hier ist wohl die Grenze des Ganzen erreicht..was nicht ist, kann ja noch werden.
 
[img right]145859[/img]Resident Evil 3D The Mercenaries bietet übrigens als Standardeinstellung das Schießen aus der Ego-Perspektive. In den Optionen können aber alle Verfechter der Perspektive aus Resident Evil 4/5 diese aber entsprechend anpassen.
 

Positiv:

+ technisch echt ein Brett
+ Resident Evil Action-Gameplay
+ motivierendes Level-System
+ Resident Evil Revelations Demo inklusive
[head]
Negativ:[/head]
- The Mercenaries 3D ist ein
Recyclingprodukt aus alten Resident Evil Titeln
- mangelnde Abwechslung
- wo ist Leon?
- ein Spielstand (für immer)
 
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VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Resident Evil The Mercenaries 3D ist besser als sein Ruf. Ja, es hat nur einen (nicht löschbaren) Speicherstand und es ist ein Recyclingprodukt aus den alten Resident Evil Spielen...und trotzdem macht das nur auf den Kampf beschränkte Gameplay und die Jagd nach dem Highscore Spaß. Die ersten Missionen sind sehr einfach gehalten, so dass man sich mit dem Spielprinzip und dem Gameplay vertraut machen kann. Nutzt man dann die passenden Waffen und Combo-Attacken merkt man schnell, wie sich die Skills immer weiter verbessern und man immer bessere Ergebnisse erzielt. Genau das wollten die Entwickler mit diesem Titel erreichen.
 
In der Summe ist das Ganze für ein "Resident Evil" aber immer noch zu wenig. The Mercenaries ist sicherlich für Fans der Serie und des Gameplays ein gefundenes Fressen, aber als großer Lückenfüller bis zum Release von "Revelations" kann dieser Titel nicht herhalten.

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