Steel Diver - Review

Steel Diver

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Review
3DS
27
 
In der Videospielelandschaft gibt es nur wenige Genres die rarer angesäht sind, als die der U-Boot Simulationen. Neben der Silent Hunter Serie lässt sich so nur noch mit Mühe ein weiterer Titel aus dem Hut zaubern. Zumindest war dies spätestens bis jetzt der Fall, den Nintendo bringt uns so mit dem Spiel Steel Diver einen weiteren U-Boot Titel für den 3DS auf den Markt. Zugegeben, es ist weniger eine Simulation als ein Arcade-Titel mit einigen Strategiemerkmalen, aber schauen wir mal was wirklich in diesem Spiel steckt und ob es Genreanhänger überzeugen kann.
 
 
Die Rohre fluten!
 
[img right]145804[/img]Steel Diver bietet dem Benutzer insgesamt drei unterschiedliche Spielmodi. Diese drei unterteilen sich in Spezialmissionen, den Periskop Modus und die Seeschlacht. Bei den Spezialmissionen handelt es sich um eine Art Side-Scroller, in dem man eines von drei möglichen U-Booten durch diverse Gewässer navigieren muss. Die U-Boote unterscheiden sich hier in der Navigierbarkeit und der Bewaffnung. Die Gewässer selbst sind mit allerlei Hindernissen gespickt die es zu Umschiffen oder zu vernichten gilt. Hierzu gehören Felsen, Minen, feindliche Schiffe die Wasserbomben abwerfen, aber natürlich mangelt es auch nicht an gegnerischen U-Booten. Während sich die ersten Missionen noch relativ einfach bewältigen lassen, so haben es spätere ziemlich in sich, sodass hier gutes Timing und Strategie absolut notwendig sind. Als Manko lässt sich aber definitv die geringe Anzahl der verfügbaren Missionen benennen. Darüber täuscht auch der eher fragwürdige Widerspielwert durch den Highscore nicht hinweg, der die besten Zeiten aufzeichnet.
 
Gesteuert wird mit dem Stylus, womit man Höhenruder verstellt, Raketen und Torpedos per Knopfdruck abschießt und an einem Geschwindkeitsregler eben diese steuert. Manch ein Vehikel verfügt zudem über einen Neigungsregler, was das Zielen stark vereinfachen kann. Das eigene U-Boot kann zwar auch zerstört werden, bei geringeren Schäden wird allerdings ein Wassereinbruch auf dem Touchscreen simuliert, den man per Stylusberührung reparieren muss. Am Ende eines so manchen Levels kann es des Weiteren auch zu Boss-Fights kommen. Dann gilt es bspw. riesige Zerstörer zu versenken, die mit allerlei Geschossen dies zu verhindern versuchen - sehr packend, strategisch und spannend.
 
Der Periskopmodus hingegen ist mehr ein Minispiel, welches sich in normale Seeschlachten gegen Schiffe auf normaler und auf stürmischer See, sowie auf Gefechte gegen gegnerische U-Boote unter Wasser beschränkt. Hier befindet man sich auf einer fixierten Position und kann entweder per Stylus oder via dem Bewegungssensor, durch eine Körperdrehung, den Ozean absuchen. Das eigene U-Boot kann hierbei zwar von der gegnerischen Flotte, die auf eine gewisse Anzahl an Schiffen begrenzt ist, beschossen, aber nicht versenkt werden. Ziel ist es einfach nur alle feindlichen Einheiten möglichst schnell zu versenken. Im Großen und Ganzen ein witziger Modus, aber auch nur wirklich etwas für Zwischendurch.
 
[img left]145806[/img]Der letzte Modus ist die Seeschlacht. Hier kann man entweder per Downloadspiel gegen einen Freund oder gegen die CPU in einem kleinen Strategiespiel antreten. Gespielt wird auf einem Hexagonalen Kartengitter, auf dem sich das eigene und gegnerische U-Boot, deren Begleitschiffe und Versorgungsschiffe befinden. Das Herrschaftsgebiet der einzelnen Spieler trennt eine Grenze auf der Mitte der jeweiligen Karte und das gegnerische Gebiet kann nur vom eigenen U-Boot befahren werden. Ziel ist es entweder das feindliche U-Boot oder die Versorgungsschiffe zu versenken - ist dies geschafft ist der Sieg auch schon da. Das Spielprinzip ist rundenbasiert und die Schiffe verfügen alle über ein gewisses Sichtfeld. Kommt so ein feindliches U-Boot in Reichweite der eigenen Flotte, verändern sich einige hexagonale Felder in solche mit einem Fragezeichen, was indiziert, dass sich dort irgendwo ein feindliches Schiff befinden könnte. Erwischt man dann das richtige Feld können Wasserbomben abgeworfen werden. Hier gilt es dann eine von drei unterschiedlichen Tiefen auszuwählen, wo diese explodieren sollen - mit etwas Glück kann so das feindliche U-Boot beschädigt und eventuell sogar zerstört werden. U-Boote hingegen verschießen Torpedos mit Zielhilfe über das Seerohr. Hier stehen aber nur wenige zur Verfügung, also gilt es genau zu zielen. Ein Volltreffer in der Mitte eines Schiffes versenkt dieses zudem sofort. An sich ist die Seeschlacht kein allzu schlechter Modus, doch fehlt es gerade diesem sehr stark an taktischen Kalkühl. Die Möglichkeiten, insbesondere da pro Runde nur ein Zug durchgeführt werden kann, sind sehr gering, wodurch sich meist sehr ähnliche Spielmuster abzeichnen. Hier hätte man durchaus einiges mehr erwarten können.
 
Der 3D-Effekt
Das markanteste neue Feature des 3DS-Handhelds, der 3D Effekt, lässt sich bei Steel Diver am ehesten so beschreiben: Unbeeindruckend. Zwar werden Wellen und auch heranschießende Torpedos durch das stereoskopische 3D widergegeben, aber überzeugen kann dies nicht wirklich. Einfach nur ein netter kleiner Nebeneffekt, denn mit so manch anderem Spiel auf der Plattform kann Steel Diver zumindest in diesem technischen Segment nicht konkurrieren.
 
Fazit:
[img right]145805[/img]Während Nintendo in Nord Amerika zum Release des 3DS das Spiel Steel Diver als Launchtitel rausbrachte, so mussten wir uns noch zwei weitere Monate drauf gedulden. Im Endeffekt kann man über diese verlängerte Wartezeit nur eines sagen: Nicht schlimm! Denn wer hier eine knallharte U-Boot Simulation mit strategisch-spannenden Gefechten erwartet wird leider enttäuscht. Womit der Titel aufwartet ist ein eher Mittelklasse-Arcadegame, bestehend aus drei verschiedenen Modi, wovon keiner vollends überzeugen kann. Für kurze und knackige Action ist dieses Spiel super geeignet, aber halt auch nur für Zwischendurch, wenn einem die Langeweile überkommt. Weder im Bereich des Langzeitmotivation, noch durch einen atemberaubenden 3D Effekt, oder gar durch einen einzigartigen Mehrspielermodus weiß Steel Diver zu überzeugen. Auch wenn der Titel klare Vorzüge hat und auch an so mancher Stelle recht fordernd ist, so gilt es genau abzuwägen was man für Erwartungen besitzt und was das Spiel genau bietet. Mit den falschen Erwartungen kann dies in einer Enttäuschung enden, insbesondere für Core-Gamer und absolute Strategiefans.
 
Positiv:
+ nur eine Cardridge im Mehrspielermodus benötigt
+ drei Spiele in einem
+ anspruchsvolle Spezialmissionen
+ tolle Bosskämpfe
 
Negativ
- taktischer Modus fällt zu simpel aus
- geringer Widerspielwert
- zu wenige Spezialmissionen verfügbar
- 3D Effekt fällt gering aus und weiß nicht zu beeindrucken
 
 
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VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Pacifica
Als ich das Spiel das erste Mal in den Händen hielt war ich hin und weg, denn schon das Packshot selbst ist per Wackelbild in 3D gehalten. Meine Neugier war gestanden sehr groß, denn Games die sich auf U-Boote fokussieren gibt es ja nicht allzu viele. Anstelle von Begeisterung zog dann aber langsam die Enttäuschung ein, denn nicht nur fiel der auf dem Cover suggerierte 3D Effekt viel schwächer aus als erwartet, sondern auch kann das Spiel mit anderen Genrevertretern nicht Ansatzweise mithalten. Schön wäre es gewesen, wenn man durch Gewässer auch in 3D und nicht nur via Side-Scroller hätte schippern können um dort auf Jagd nach feindlichen Schiffen zu gehen. Anstelle dessen muss man sich mit den besagten Side-Scroller Modi begnügen, der es dafür allerdings ganz gut in sich hat.

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