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Microsoft: Phil Spencer sorgt sich um die Zukunft der Singleplayer Spiele

Einer der Gründe für die Abwärtskompatibilität

Microsoft // Samstag, 17. Juni 2017 um 16:02 von signal


Nachdem Phil Spencer mit der Xbox One X, die "stärkste Konsole aller Zeiten" vorgestellt hat, gehen beim Xbox Chef etliche Interviewanfragen ein. Diesmal hatte GiantBomb eine Gelegenheit zum Gespräch.

Neben der Xbox One X und dem Software Line-Up, war auch 'Games as Service' ein Thema. Ein Blick auf die Verkaufszahlen verrät, dass seit Jahren besonders lang unterstützte Titel mit Onlinemultiplayer die Charts dominieren. Phil Spencer begrüßt diese Entwicklung, immerhin können Spielehersteller durch die konstanten Erlöse wieder in neue Projekte investieren (Destiny 2 oder Anthem). Während dieser Transformationsphase der Gaming Branche, sorgt sich der Xbox Chef allerdings um die Zukunft der klassischen Solospiele.

Phil Spencer: "Eines der Dinge um die ich mir Sorgen mache - und ich habe früher schon etwas darüber gesprochen - sind storybasierte Singleplayerspiele. Es ist schwer, wenn so viel tägliche Spielzeit für die langen und immer mehr anwachsenden service-basierten Games aufgewandt wird. Du bekommst ein kleineres Singleplayerspiel und dann... wie kann es sein Publikum finden, wenn bereits so viele der Spielstunden aufgebraucht sind ?"
Laut Phil Spencer war das auch einer der Gründe, weshalb man die Abwärtskompatibilität auf der Xbox One ins Leben gerufen hat. Bei einem Großteil der älteren Titel handelt es sich um Singleplayer Erfahrungen.

Phil Spencer: "Das ist einer der Gründe, weshalb ich Abwärtskompatibilität zur ersten Xbox und zur Xbox 360 zurückbringen wollte. Einige dieser alten Spiele sollten heutzutage auch gespielt werden. Vielleicht will man nicht 60$ für ein Spiel ausgeben, dass einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende hat, welches man wirklich sieht. Ich hoffe es kommt niemals dazu, aber einige Leute könnten diese Einstellung haben."
Auf der Xbox One sind momentan über dreihundert Xbox 360 Titel ohne weitere Zusatzkosten spielbar. Im Laufe des Jahres wird das Programm zur Abwärtskompatibilität auf Titel der ersten Xbox ausgeweitet. Damit ist die Xbox One, im Gegensatz zu PS4 und Switch, die einzige aktuelle abwärtskompatible Konsole.

Phil Spencer: "Ich möchte, dass alle Sorten von Spielen erfolgreich sind. Ich denke nicht, dass wir den Tod von Spielen sehen wollen, die einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende haben."
Jeff Gerstmann geht u.a. darauf ein, dass Kunden für 60$ heutzutage die Möglichkeit haben, sich entweder zwischen einem 12 Stunden langen Singleplayer oder einem 400+ Stunden langem 'Games as Service' Spiel mit Onlinekomponente zu entscheiden. Phil Spencer bestätigt diesen Trend: z.B. wurde Minecraft bereits 2009 veröffentlicht, der Dezember 2016 war allerdings bisher der erfolgreichste Monat für die Marke. Die Unterredung mit Phil Spencer ist sehr ausführlich und dauert fast eine Stunde. Die Diskussion über die sich verändernde Spieleindustrie ist gleich zu Beginn des Videos, die betreffenden Aussagen ab zirka 6:30.