WTF is Dear Esther
WTF is Dear Esther
Einer dem Dunklen Herrn in dunklem Büro; Im Lande Valve, wo die Dämpfe drohn. Ein DRM-Dienst, sie zu knechten, sie alle zu finden; Ins propritäre Framework zu treiben und ewig zu binden; Im Lande Valve, wo die Dämpfe drohn.
das sind genau die Sachen, weswegen ich Dear Esther immer noch nicht gekauft habe.
Nach dem WTF is werd ich das wohl auch erstmal lassen und auf nen Sale warten.
Da ich schon in Uncharted 3 die Stellen gehasst habe, in denen man rumlaufen konnte aber sonst nichts zu tun hatte (die Wüste), bin ich bei einem ganzen Spiel, dass nur daraus zu bestehen schein, umso vorsichtiger.
Andererseits probier ich auch immer wieder gerne neue Sachen aus, entsprechend wird's schon irgendwann geholt, ich bin gespannt, ob ich das dann anders sehe![]()
"Und am achten Tag erschuf er Mario Galaxy"
Ich kann diesem WTF nur zustimmen, ganz meine Meinung, gerade was das pacing angeht.
Der Entwickler hätte lieber besser mal noch zusätzlich reichlich Action und Terroristen einbauen sollen, deren Gliedmaßen man mit dem Granatwerfer in Zeitlupe vom Körper reißen kann.
Dear Esther will eben auch kein "Spiel" sein, bei dem man großartig interagieren kann. Man hört schlicht der Geschichte des Erzählers zu und durch die unzähligen in den Abschnitten verstreuten Details baut man sich seine eigene Geschichte zusammen. Und eben das ist der Punkt, auf dem DE hinausgehen will.
Wer sich übrigens immer noch unsicher ist, ob dieses Kunstwerk einen Kauf wert ist, der sollte sich einfach mal die [grafisch deutlich schwächere) kostenfreie Mod angucken. Man bekommt dann so den Gesamteindruck, den man auch in der Payversion zu Gesicht bekommt.
Vorraussetzung ist aber, das man mindestens ein Source Engine Spiel benötigt (Half Life, CS etc.)
Geändert von Mjolnir (03.03.2012 um 20:22 Uhr)
Weil mehr Interaktion ja auch gleich bedeutet, dass man mehr Action und Kämpfe haben muss?
Das Adventure Genre macht doch vor, wie man gute Geschichten erzählen kann, ohne gleich die Interaktion aufgeben oder auf ein simples töten reduzieren zu müssen. Das ließe sich bestimmt auch auf ein Spiel aus der Ego Perspektive übertragen.
Ich persönlich bin nichtmal Fan von den meisten gewalttätigen spielen (und nehme häufig gerne die geschnittene Version statt der Uncut).
Wie gesagt, ich hab's noch nicht gespielt, und ich bin gespannt ob sich meine Meinung danach ändern wird, aber wenn man sowieso nicht viel mehr macht, als durch eine nicht interatkive Schlauchlandschaft zu gehen, dann könnte man das gleiche eigentlich gleich als Film bringen - dann auch mit wirklich vorhersehbarem Pacing.
Das Gefühl hatte ich zumindest z.B. bei den Uncharted 3 Szenen, die sehr ähnlich aufgebaut sind.
"Und am achten Tag erschuf er Mario Galaxy"
Das Problem ist, dass Dear Esther nie interaktiv hätte sein sollen. Ein computeranimierter Kurzfilm, bei dem man auf Schienen durch die Landschaft gezogen wird und der Geschichte zuhört. Wenn man dem Benutzer Input erlaubt, dann erwartet der Benutzer auch, dass dieser input auch interessante Konsequenzen hat.
Nicht jedes Spiel muss auf Terroristen ballern, aber es muss ein Spiel sein. Dear Esther ist kein Spiel, und das ist OK, niemand schimpft über Pixar Filme weil sie keine Spiele sind. Aber wenn ich in einem Pixar Film im Schneckentempo den Plot suchen müsste und dann in eine Sackgasse laufe, was nur meine Zeit vergeudet, dann wäre ich sehr sauer.
Einer dem Dunklen Herrn in dunklem Büro; Im Lande Valve, wo die Dämpfe drohn. Ein DRM-Dienst, sie zu knechten, sie alle zu finden; Ins propritäre Framework zu treiben und ewig zu binden; Im Lande Valve, wo die Dämpfe drohn.
Ich hätte besser doch mal einen Smiley hinplatzieren sollen, damit die Ironie wesentlich besser herüberkommt
Dear Esther ist ja auch ein Kunstwerk, bei der man eben auch nur der Geschichte zulauscht. Es will ja auch kein Adventure oder sonstiges sein, was man sonst normalerweise in anderen Spielen vorfindet. Wer Gameplay haben will, der soll sich ein anderes Spiel suchen.
Wie ich schon sagte. Man nimmt in den Abschnitten unzählige Details wahr und durch die geschichte, die der Erzähler erzählt, baut man sich dadurch seine eigene Geschichte zusammen. Klingt kurios ist aber so. Das ist aber auch der grund, weshalb die Mod schon eine große Fanbase hat. Deswegen auch, weil Dear Esther bei derart viel Emotionen zum nachdenken bewegt.
Geändert von Mjolnir (03.03.2012 um 21:00 Uhr)
Also bei einem -75% Deal wird es vielleicht mal mitgenommen. Die positiven Eindrücke klingen mir hier zu sehr nach "bin leicht zu beeindrucken"
Da muss ich MM zustimmen. Wenn es wenigstens Interaktion gäbe und sei es nur ab und an was kleines. Das Beispiel mit Uncharted 3 (wobei es auch mit dem Genre verbunden ist) mit den Pseudoadventureeinlagen, wo es nichts zu tun finde ich passend. Bei einem Spiel muss man schon etwas mehr als Zuschauer sein, sonst gibt es auch genug Dokus, die bessere Kurzgeschichten erzählen![]()
Ich kenne schon mal keine Doku, die einen emotional mitnimmt
Aber ich halte es mal fest: Wer mehr als einen erzählerischen Spaziergang erwartet, der soll Dear Esther auch nicht mehr länger im Auge behalten.
dear esther hater, wegen zu wenig interaktion haten.
das geheimnis in jenem spiel liegt eben genau da rin, sich komplett "ohne" schnörkel in eine welt bzw. kurzes für mich auch abenteuer zubewegen.
nach der "bombast gen" wie ich sie auch gerne nenne, eine sehr willkommene abwechslung.
Life is a Bitch!!!...live it!!!!
Das Problem ist doch, dass man sich in Dear Esther im Schildkröten-Tempo "bewegt" und sich öfters mal auch verläuft. Wenn dann nach 15 Minuten mal der nächste Textbaustein vorgelesen wird, hat man den vorherigen sowieso wieder vergessen. Die Bewertung würde ich so ausdrücken: Kunst 10/10, Gameplay 0/10 = 5/10 Gesamtwertung.
vergessen? ei ei ei leute. vielleicht liegts auch daran dass dort wirklich hochwertiges englisch vorrausgesetzt wird. verlaufen? also man erkundet einfach etwas mehr, verlaufen war das imo nicht^^
und ja auch ich wollte 1-2 mal sprinten, aber das hätte die gewollte atmo zerstört.
Life is a Bitch!!!...live it!!!!
Könnt ihr Kritik nicht einfach mal akzeptieren und verstehen, dass andere Leute dieses Spiel eben auch anders betrachten? Ich kann mit Filmen wie Chungking Express oder Fallen Angels (Falls das überhaupt jemand kennt) eine ganze Menge anfangen und das sind Gegenteile von Action-Boom-Baller-Baller-Filmen, aber mit Dear Esther auf Dauer einfach nicht besonders viel.
Ich bin froh das ein Spiel wie Dear Esther existiert aber es ist absolut gar nichts für mich.
Schon das Gehtempo würde mich umbringen, darum würd ich es wohl auch bei nem Sale nicht kaufen.
Dann lieber ein gutes Buch
Indie Games 2013
Zeno Clash 2 | FTL | Amnesia: A Machine for Pigs | Mew Genics | Don't Starve | Quadrilateral Cowboy | Sir, you are being hunted! | Runner 2 | Antichamber
Indie Games 2013
Zeno Clash 2 | FTL | Amnesia: A Machine for Pigs | Mew Genics | Don't Starve | Quadrilateral Cowboy | Sir, you are being hunted! | Runner 2 | Antichamber
Hier nimmt doch niemandem die eigene meinung weg, zumal "Kritik" an dieser Stelle deplatziert ist. Natürlich ist Dear Esther nicht für jedermann gedacht und natürlich mag das langsame Spieltempo für manche Spieler abtörend sein, aber eben genau das ist ja auch so ein gewollter Spieleffekt.
Der Spieler soll einfach zurückschalten und das Erlebnis um sich zu erleben und nicht wie ein irrer durch die Abschnitte zu sprinten. Ich kanns auch nachvollziehen wenn keiner Spaß daran hat, aber ich persönlich finde es jammerschade, das man Dear Esther aufgrund seines Spieltempos beurteilen muss.
Ich kenne selten ein Spiel, das den Spieler so derart mit Emotionen und Trauer beschmeißt, dass sogar das Ende zum nachdenken bewegt. Und das ist leider ein fakt, der viel zu selten in diesem Medium eingesetzt wird.
ging mir genauso. Ich würd Trauma als das schlechteste Spiel, das ich je gespielt habe, bezeichnen. Nach 40 Minuten war ich durch und alles was man gemacht hat, war auf dem Bildschirm rumklicken, bis man wieder einen Hotspot gefunden hat.
Das alles begleitet von einer wahnsinnig monotonen Erzählerin...
@Topic:
ich halte mich hier zurück, weil ich's ja wie gesagt noch nicht gespielt habe. Hab hier halt nur meine Befürchtungen geäußert. In nem halben Jahr nach dem Summer Sale komm ich dann eventuell in diesen Thread und muss meine Meinung komplett revidieren.
"Und am achten Tag erschuf er Mario Galaxy"
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