consolewars
Seite 265 von 478 ErsteErste ... 165215255263264265266267275315365 ... LetzteLetzte
Ergebnis 6.601 bis 6.625 von 11949

Thema: Weltpolitik - der Tragödie dritter Teil

  1. #6601
    L13: Maniac Avatar von Gin
    Registriert seit
    07.03.2009
    Ort
    Punk Hazard
    Beiträge
    4.940

    Standard

    Zitat Zitat von MultiXero Beitrag anzeigen
    Draygon hat imo schon recht,hätten die von der SPD das sagen,dann wäre Deutschland wohl genauso in Schwierigkeiten wie Italien oder Spanien jetzt...
    wat.


  2. #6602
    Gesperrt
    Registriert seit
    02.07.2007
    Beiträge
    6.085

    Standard

    Zitat Zitat von darkganon Beitrag anzeigen
    deine vorstellungen von der spd scheinen noch aus den gründungsjahren zu stammen.

    merkel ist deshalb so n problem für die sozialdemokratie, weil sie die krise sozialdemokratisch gelöst hat.
    von wegen, die partei die der sozialdemokratie am nächsten kommt ist die linke.





    schauderhaft.

  3. #6603
    L14: Freak Avatar von MultiXero
    Registriert seit
    14.06.2006
    Beiträge
    7.185

    Standard

    Zitat Zitat von darkganon Beitrag anzeigen
    deine vorstellungen von der spd scheinen noch aus den gründungsjahren zu stammen.

    merkel ist deshalb so n problem für die sozialdemokratie, weil sie die krise sozialdemokratisch gelöst hat.
    Inwiefern sozialdemokratisch gelöst ? Erzähl mal genau was du damit. Bin ja wirklich mal gespannt drauf,was für eine Geschichte du diesesmal erzählst
    Geändert von MultiXero (06.02.2012 um 17:11 Uhr)

  4. #6604
    Moderator Avatar von darkganon
    Registriert seit
    16.05.2005
    Ort
    Wien
    Beiträge
    35.172

    Standard

    Zitat Zitat von MultiXero Beitrag anzeigen
    Inwiefern sozialdemokratisch ? Erzähl mal genau was du damit. Bin ja wirklich mal gespannt drauf,was für eine Geschichte du diesesmal erzählst
    ich erzähle die geschichte, dass sozialdemokratisch heißt, ein staat geht keynesiastisch vor.

    ergo er setzt selbst aktionen, rettet firmen, schafft anreize, stimuliert die wirtschaft und wartet nicht einfach bis die krise von selbst vorbei ist, wie es liberale und rechte/konservative vordenker predigen würden.

    merkel hat opel etc gerettet, merkel hat die kurzarbeit scharf vorangetrieben, merkel hat dafür gesorgt, dass nicht, wie hayek gepredigt hat, die krise einfach von selbst verschwunden ist, da ihr nullpunkt erreicht wurde...merkel hat massiv und erfolgreich entgegengesteuert und damit das problem sozialdemokratisch gelöst.

    darum hat die spd so n problem mit ihr, weil ihr ideologie völlig egal ist. es ist ihr egal, was die alten konservativen sagen und denken, es ist ihr egal was in wirtschaftsliberalen büchern steht und es ist ihr egal was sie 2003 noch gesagt hat.

    sie ist eine technokratische pragmatikerin und wenn sie lust hat, kopiert sie eben das ganze spd-programm - nur der erfolg zählt

    und dabei erwähn ich nicht mal, dass viele wichtige, akute antikrisen-progs noch in der großen koalition mit der spd beschlossen wurden.

    @orph..ich red natürlich von der heutigen sozialdemokratie.
    Geändert von darkganon (06.02.2012 um 17:15 Uhr)


    Something old, Something red, Something new, Something dead

  5. #6605
    Gesperrt
    Registriert seit
    02.07.2007
    Beiträge
    6.085

    Standard

    keynes

    irre ich mich grade fatal, oder war es seine theorie die den startschuss zur heutigen schuldenkrise gegeben hat?

    naja, liegt natürlich dann auch zum großen teil an unserem system der wahllügen etc. und an unfähigen politikern wie kohl, die im prinzip alles auf pump gemacht haben und nichts hinterlassen haben als einen riesen schuldenberg. das vergessen die leute immer, wenn sie die spd als wirtschaftlich unfähig hinstellen.

    @ganon es gibt keine sozialdemokratie mehr. ist nur noch ne phrase.
    Geändert von Morphic (06.02.2012 um 17:17 Uhr)

  6. #6606
    L14: Freak Avatar von MultiXero
    Registriert seit
    14.06.2006
    Beiträge
    7.185

    Standard

    Das ist für mich nicht sozialdemokratisch gelöst wurden,sondern effektiv ist hier imo eher angebracht. Das hat imo mit Sozialdemokratie nix zu tun.

  7. #6607
    Moderator Avatar von darkganon
    Registriert seit
    16.05.2005
    Ort
    Wien
    Beiträge
    35.172

    Standard

    Zitat Zitat von Morphic Beitrag anzeigen
    keynes

    irre ich mich grade fatal, oder war es seine theorie die den startschuss zur heutigen schuldenkrise gegeben hat?
    eher nicht. nur das, was manche, sagen wir mal tölpel, aus seiner theorie machen.

    keynes war immerzu konservativ und pragmatisch. im aufschwung sollte das geld eisern gespart werden, im abschwung ausgegeben. an den ersten teil halten sich aber eben viele nicht und die reaganomics bringen uns ja immer noch alle in teufels küche.


    Something old, Something red, Something new, Something dead

  8. #6608
    Moderator Avatar von darkganon
    Registriert seit
    16.05.2005
    Ort
    Wien
    Beiträge
    35.172

    Standard

    Zitat Zitat von MultiXero Beitrag anzeigen
    Das ist für mich nicht sozialdemokratisch gelöst wurden,sondern effektiv ist hier imo eher angebracht. Das hat imo mit Sozialdemokratie nix zu tun.
    du kannst natürlich, wenn du denn magst, alle dinge von ihrer ideologischen grundausrichtung lösen und alles nur noch als eine frage der auswahl betrachten.

    dann wäre dein spd-bashing aber auch völlig wirkungslos weil die mittel, die die spd mag, sind ja scheinbar die effektiven.


    Something old, Something red, Something new, Something dead

  9. #6609
    Gesperrt
    Registriert seit
    02.07.2007
    Beiträge
    6.085

    Standard

    Zitat Zitat von darkganon Beitrag anzeigen
    eher nicht. nur das, was manche, sagen wir mal tölpel, aus seiner theorie machen.

    keynes war immerzu konservativ und pragmatisch. im aufschwung sollte das geld eisern gespart werden, im abschwung ausgegeben. an den ersten teil halten sich aber eben viele nicht und die reaganomics bringen uns ja immer noch alle in teufels küche.
    ja hab schon relativiert.

  10. #6610
    L18: Master Avatar von Perplex
    Registriert seit
    19.01.2006
    Ort
    Azusanistan
    Beiträge
    17.083

    Standard

    Zitat Zitat von MultiXero Beitrag anzeigen
    In der tat,ein Orang-Utan hätte Deutschland auch so gut durch die Krise geholfen

    Draygon hat imo schon recht,hätten die von der SPD das sagen,dann wäre Deutschland wohl genauso in Schwierigkeiten wie Italien oder Spanien jetzt...
    Und du schießt den Vogel ab. Das D jetzt so Wettbewerbsstark dasteht liegt vornehmlich an der Agenda 2010. Aber sicher nicht an 16 Jahre "Die Renten sind sicher"-Reformschlaf von Schwarz/Geld.
    Geändert von Perplex (06.02.2012 um 18:05 Uhr)

  11. #6611
    L17: Mentor Avatar von MoX
    Registriert seit
    30.12.2003
    Ort
    Abby Road
    Beiträge
    13.574

    Standard

    Zitat Zitat von darkganon Beitrag anzeigen
    eher nicht. nur das, was manche, sagen wir mal tölpel, aus seiner theorie machen.

    keynes war immerzu konservativ und pragmatisch. im aufschwung sollte das geld eisern gespart werden, im abschwung ausgegeben. an den ersten teil halten sich aber eben viele nicht und die reaganomics bringen uns ja immer noch alle in teufels küche.
    Sparen in den Aufschwungphasen macht sich jedoch meist in Demokratien schwer, da keine Regierung mit dem Vorwand kandidieren wollen, dass sie 4 Jahre lang sparen wollen... zumindst kann ich mir das in den anglo-sachsischen Regierungen nur schwer vorstellen, da deren Wahlen immer wieder wie Penisvergleiche wirken. Sieht man doch an der momentanen GOP Wahl, wo jemand bestimmtes Health Care als tödliches Programm für den Fiskus darstellt und gleichzeitig eine Basis auf dem Mond errichen möchte
    Stop making the eyes at me, I'll stop making the eyes at you - endlich online! -> GameTag: DonMoX

  12. #6612
    L18: Master Avatar von Perplex
    Registriert seit
    19.01.2006
    Ort
    Azusanistan
    Beiträge
    17.083

    Standard

    Zitat Zitat von MoX Beitrag anzeigen
    Sparen in den Aufschwungphasen macht sich jedoch meist in Demokratien schwer, da keine Regierung mit dem Vorwand kandidieren wollen, dass sie 4 Jahre lang sparen wollen...
    Aktuell trifft das aber den Nerv der Wähler. Die Deutschen wollen, dass die Regierung spart und solide haushaltet, trotz guter Konjunkturwerte.
    In Wahrheit spart sie natürlich nicht wirklich, sondern bewegt sich im Schleichgang Richtung Defizitabbau, aber Sparen und Staatsfinanzen werden sicher Themen für den Wahlkampf sein, im nächsten Jahr.

    Was Keynes angeht, der wird immer nur in der Krise aus der Schublade gezogen, aber Rücklagen dafür in guten Zeiten ansparen macht keiner. Das würde aber nun mal zu einer antizyklischen Finanzpolitik gehören. Evtl. ist ja die Schuldenbremse ein Anfangspunkt, dass sowas klappt. Könnte man ausbauen und obiges gesetzlich festschreiben -bei soundso viel Überschuss soundso viel zurücklegen und bei soundso viel Defizit soundso viel davon abzweigen für Konjunkturmaßnahmen.
    Geändert von Perplex (06.02.2012 um 20:37 Uhr)

  13. #6613
    L17: Mentor Avatar von MoX
    Registriert seit
    30.12.2003
    Ort
    Abby Road
    Beiträge
    13.574

    Standard

    Zitat Zitat von Perplex Beitrag anzeigen
    Aktuell trifft das aber den Nerv der Wähler. Die Deutschen wollen, dass die Regierung spart und solide haushaltet, trotz guter Konjunkturwerte.
    In Wahrheit spart sie natürlich nicht wirklich, sondern bewegt sich im Schleichgang Richtung Defizitabbau, aber Sparen und Staatsfinanzen werden sicher Themen für den Wahlkampf sein, im nächsten Jahr.
    Und woher weißt du was die Deutschen wollen? Irgendeine Statstik oder eine Umfrage die du gelesen hast? Ich find solche Ansagen meist zu vage als das sie einen genauen Meinungstrend darstellen können. Wir können davon ausgehen, dass es einen nicht unrelevanten Teil der Bevölkerung gibt, der von Politik und fiskalischen Prozessen kaum ne Ahnung hat. Ihre Reaktion in Form von Wiederwahl wird nur gewährleistet, indem sie Verbesserungen sehen und diese werden meist durch Investitionen getätigt. Defizitabbau ist ein Muss und natürlich von jedem akzeptiert, aber gibt keinen großen Nutzen ab, dass es eine Wahl gewinnen könnte und deshalb glaub ich auch nicht, dass "Sparen" irgendeinen Nerv trifft.

    Rein strategisch würd Defizitspending eigentlich nur am Ende der Legislaturperiode machen. Am Anfang Defizitabbau und sparen, sobald Neuwahlen anstehen große Investitionen tätigen. Probleme ergeben sich, wenn Ungeplante oder Ungeachete Entwicklungen sich bahnen, die alles auf den Kopf stellen a la Finanzkriese oder hinsichtlich des Iran-Embargos und möglichen Konflikts zwischen Iran und Israel, entstehende Öl-Shocks wie 1973.
    Stop making the eyes at me, I'll stop making the eyes at you - endlich online! -> GameTag: DonMoX

  14. #6614
    Moderator Avatar von darkganon
    Registriert seit
    16.05.2005
    Ort
    Wien
    Beiträge
    35.172

    Standard

    @mox...du siehst das imho insofern falsch, als das ein signifikanter teil der wähler immer davon ausgeht, es gäbe bei der regierung massives einsparungspotential.

    ergo sind die wähler prinzipiell immer für sparen, solange sie nur das gefühl kriegen, alle schichten der bevölkerung müssten gleichzeitig sparen. das da gefühl und realität zuwiderlaufen, ist natürlich eine unverhinderbare tatsache.


    Something old, Something red, Something new, Something dead

  15. #6615
    L20: Enlightened Avatar von Harlock
    Registriert seit
    01.12.2005
    Beiträge
    21.591

    Standard

    Zitat Zitat von Perplex Beitrag anzeigen
    Aktuell trifft das aber den Nerv der Wähler. Die Deutschen wollen, dass die Regierung spart und solide haushaltet, trotz guter Konjunkturwerte.
    In Wahrheit spart sie natürlich nicht wirklich, sondern bewegt sich im Schleichgang Richtung Defizitabbau, aber Sparen und Staatsfinanzen werden sicher Themen für den Wahlkampf sein, im nächsten Jahr.

    Was Keynes angeht, der wird immer nur in der Krise aus der Schublade gezogen, aber Rücklagen dafür in guten Zeiten ansparen macht keiner. Das würde aber nun mal zu einer antizyklischen Finanzpolitik gehören. Evtl. ist ja die Schuldenbremse ein Anfangspunkt, dass sowas klappt. Könnte man ausbauen und obiges gesetzlich festschreiben -bei soundso viel Überschuss soundso viel zurücklegen und bei soundso viel Defizit soundso viel davon abzweigen für Konjunkturmaßnahmen.
    Weiß nicht ob man das gesetzlich festschreiben sollte. Jede Krise ist anders und erfordert anderes Gegenlenken. Wir bräuchten einfach ein Vernünftigeres Handeln der Politiker. Im Grunde sind auch die Garantien für Griechenland illegal, man handelt halt nach Bedarf. Und wenns ums Sparen geht sollte der Staat bei ausufernden oder unsinnigen Projekten beginnen. Anstatt Stuttgart 21 etc. hätte man lieber die armen Städte am Rhein von der Bahn befreien sollen..... ist nur ein armseeliges Beispiel von Vielen. Und das man in guten Zeiten was zurücklegen sollte ist eigentlich normaler Menschenverstand (oder zumindest sinnvoll investieren).

    Ich bin mit Merkel, Schröder und der vergangenen großen Koalition nicht zufrieden, klar handelt sie und die Zahlen stimmen (die helfen nur nicht jedem). Sozial sehe ich sie trotzdem nicht und auch bei Griechenland und der Bankenkrise werden imo zu viele Fehler gemacht beziehungsweise geht es zu langsam voran. Wenn sie so weitermachen, dann sollten sie Griechenland den Gefallen tun und es aus der Eurozone entlassen, wird uns wahrscheinlich nicht mehr kosten als dieser Zähe Rettungsvorgang der imo zum Scheitern verurteilt ist (ohne Eurobonds und einer wirklich gemeinsamen Regierung) . Wir zwingen ein Land dazu sich kaputt zu sparen und wollen es behalten, widerspricht sich und so wird das ne endlose Geschichte, selbst bei größeren Anstrengungen Griechenlands.

    Die Griechen sollten natürlich ihre Steuern eintreiben, 14 Monatsgehälter sind auch nicht nötig, griechische Steuerflüchtlinge sollte man ausnehmen wie ne Weihnachtsgans und das Geld in die Förderung der griechischen Wirtschaft stecken. Alles normal. Aber da die "Geldgeschenke" zum Großteil so oder so nicht in Griechenland ankommen ist es dort nur ein Haircut für die Bewohner mit einer drohenden gewaltigen Rezession.

  16. #6616
    L18: Master Avatar von Perplex
    Registriert seit
    19.01.2006
    Ort
    Azusanistan
    Beiträge
    17.083

    Standard

    Und woher weißt du was die Deutschen wollen? Irgendeine Statstik oder eine Umfrage die du gelesen hast? Ich find solche Ansagen meist zu vage als das sie einen genauen Meinungstrend darstellen können. Wir können davon ausgehen, dass es einen nicht unrelevanten Teil der Bevölkerung gibt, der von Politik und fiskalischen Prozessen kaum ne Ahnung hat. Ihre Reaktion in Form von Wiederwahl wird nur gewährleistet, indem sie Verbesserungen sehen und diese werden meist durch Investitionen getätigt. Defizitabbau ist ein Muss und natürlich von jedem akzeptiert, aber gibt keinen großen Nutzen ab, dass es eine Wahl gewinnen könnte und deshalb glaub ich auch nicht, dass "Sparen" irgendeinen Nerv trifft.
    Erstens sind, denke ich mal, die Beispiele in Europa erschreckend genug, die zeigen, was passiert wenn man die Staatsschulden aus dem Ruder laufen lässt. Dauerkrise und mediale Beschallung erreichen auch die Schichten, die sich über BILD informieren.

    Zweitens ist das Thema immer mit dem Argument der "Lasten der nachkommenden Generationen" verknüpft. Das zieht bei jedem.
    Geändert von Perplex (06.02.2012 um 21:17 Uhr)

  17. #6617
    L17: Mentor Avatar von MoX
    Registriert seit
    30.12.2003
    Ort
    Abby Road
    Beiträge
    13.574

    Standard

    Zitat Zitat von darkganon Beitrag anzeigen
    @mox...du siehst das imho insofern falsch, als das ein signifikanter teil der wähler immer davon ausgeht, es gäbe bei der regierung massives einsparungspotential.

    ergo sind die wähler prinzipiell immer für sparen, solange sie nur das gefühl kriegen, alle schichten der bevölkerung müssten gleichzeitig sparen. das da gefühl und realität zuwiderlaufen, ist natürlich eine unverhinderbare tatsache.
    das ist mir schon klar, aber wie oben gesagt: Einsparungen erwartet jeder, aber diese gewinnen keine Wahl bzw. trifft nicht den Nerv irgendeiner Wähler-Zielgruppe.

    Zitat Zitat von Perplex Beitrag anzeigen
    Erstens sind, denke ich mal, die Beispiele in Europa erschreckend genug, die zeigen, was passiert wenn man die Staatsschulden aus dem Ruder laufen lässt. Dauerkrise und mediale Beschallung erreichen auch die Schichten, die sich über BILD informieren.

    Zweitens ist das Thema immer mit dem Argument der "Lasten der nachkommenden Generationen" verknüpft. Das zieht bei jedem.
    Was rational Sinn macht und was Wähler gewinnt sind aber nicht immer die gleichen Sachen. Klar, in Deutschland läuft alles noch gemäßigt ab, aber wenn du dir Extrembeispiele wie die USA anssiehst, dann merkst du das Massen wohl kaum mit Sparplänen zu begeistern sind.
    Geändert von MoX (06.02.2012 um 21:15 Uhr)
    Stop making the eyes at me, I'll stop making the eyes at you - endlich online! -> GameTag: DonMoX

  18. #6618
    L18: Master Avatar von Perplex
    Registriert seit
    19.01.2006
    Ort
    Azusanistan
    Beiträge
    17.083

    Standard

    Zitat Zitat von MoX Beitrag anzeigen
    Was rational Sinn macht und was Wähler gewinnt sind aber nicht immer die gleichen Sachen. Klar, in Deutschland läuft alles noch gemäßigt ab, aber wenn du dir Extrembeispiele wie die USA anssiehst, dann merkst du das Massen wohl kaum mit Sparplänen zu begeistern sind.
    Die Deutschen sind aber nunmal keine Amerikaner.

    Defizitabbau und Schulden machen oder -nicht machen war schon immer Wahlkampfthema. Schäuble wird sich ganz sicher damit brüsten, wie weit er mit dem Defizitabbau vorangekommen ist, am Besten noch besser als geplant, Merkel wird das in ihren Wahlkampfthemen aufgreifen und die Leute werden dazu klatschen. Das die FDP mit ihrer Steuersenkerei beim Volk nicht ankam und die Bürger mehrheitlich (und das war afaik durch Umfragen belegt) keine Steuersenkung wollten lag daran, dass man das Geld lieber im Schuldenabbau sehen wollte. Das war nämlich das Argument: Deutschland verschuldet sich immer weiter und die FDP plant sinnlose Steuergeschenke. Das wirkte unseriös. Und gerade jetzt in der Staatsschuldenkrise, in der das Thema den Menschen besonders in den Köpfen präsent ist, wird das im Wahlkampf ein Argument sein.

    Sicher, wenns ans konkrete geht, nimmt die Begeisterung zum Sparen wieder ab. Bei Bildung oder Kita-Ausbau soll nicht gespart werden. Aber der generelle Konsensus dürfte sein: Schuldenabbau/keine neuen Schulden machen.
    Geändert von Perplex (06.02.2012 um 21:40 Uhr)

  19. #6619
    Moderator Avatar von darkganon
    Registriert seit
    16.05.2005
    Ort
    Wien
    Beiträge
    35.172

    Standard

    Zitat Zitat von Perplex Beitrag anzeigen
    Das war nämlich das Argument: Deutschland verschuldet sich immer weiter und die FDP plant sinnlose Steuergeschenke. Das wirkte unseriös.
    ja, das war der uppercut von schäuble gegen den eigenen koalitionspartner. habe noch nie bewusst eine regierung gesehen, die nur aus angst vor neuwahlen zusammengehalten wurde.


    Something old, Something red, Something new, Something dead

  20. #6620
    Gesperrt
    Registriert seit
    02.07.2007
    Beiträge
    6.085

    Standard

    Zitat Zitat von Perplex Beitrag anzeigen
    Die Deutschen sind aber nunmal keine Amerikaner.

    Defizitabbau und Schulden machen oder -nicht machen war schon immer Wahlkampfthema. Schäuble wird sich ganz sicher damit brüsten, wie weit er mit dem Defizitabbau vorangekommen ist, am Besten noch besser als geplant, Merkel wird das in ihren Wahlkampfthemen aufgreifen und die Leute werden dazu klatschen. Das die FDP mit ihrer Steuersenkerei beim Volk nicht ankam und die Bürger mehrheitlich (und das war afaik durch Umfragen belegt) keine Steuersenkung wollten lag daran, dass man das Geld lieber im Schuldenabbau sehen wollte. Das war nämlich das Argument: Deutschland verschuldet sich immer weiter und die FDP plant sinnlose Steuergeschenke. Das wirkte unseriös.

    Sicher, wenns ans konkrete geht, nimmt die Begeisterung wieder ab. Bei Bildung oder Kita-Ausbau soll nicht gespart werden. aber der generelle Konsensus dürfte sein: Schuldenabbau/keine neuen Schulden machen.
    hmm, da kann sich der schäuble (der einen ordentlichen job macht) aber nicht so gut mit brüsten wie ein gewisser peer steinbrück, der hatte nämlich einen fast ausgeglichenen haushalt vorzuweisen vor der krise. aber natürlich eine vernünftige und wahrscheinliche wahlkampftaktik, mit dem erweiterten bonus, dass die fdp lächerlich gemacht wird. wunderbar, könnte die letzte wahl sein wo die fdp noch nicht bei den sonstigen zusammengefasst wird


    (man wird wohl noch träumen dürfen)

  21. #6621
    L13: Maniac Avatar von P.E%
    Registriert seit
    13.06.2007
    Beiträge
    4.872

    Standard

    Würden die Bürgschaften für Griechenland eigentlich auch fällig, wenn es nicht mehr in der EU wäre?
    Friendcodes:
    Spoiler!

  22. #6622
    Gesperrt
    Registriert seit
    02.07.2007
    Beiträge
    6.085

    Standard

    Zitat Zitat von P.E% Beitrag anzeigen
    Würden die Bürgschaften für Griechenland eigentlich auch fällig, wenn es nicht mehr in der EU wäre?
    dann sollte man vorher n paar inseln abgreifen. im prinzip ist doch die ganze süd-eu nur noch germany plus

  23. #6623
    Moderator Avatar von darkganon
    Registriert seit
    16.05.2005
    Ort
    Wien
    Beiträge
    35.172

    Standard

    Zitat Zitat von P.E% Beitrag anzeigen
    Würden die Bürgschaften für Griechenland eigentlich auch fällig, wenn es nicht mehr in der EU wäre?
    türlich.

    die werden so lange fällt, wie es banken/firmen gibt, deren zusammenbruch, bzw. deren massive verschuldung ein problem für dt darstellen.


    Something old, Something red, Something new, Something dead

  24. #6624
    L13: Maniac Avatar von P.E%
    Registriert seit
    13.06.2007
    Beiträge
    4.872

    Standard

    Da haben die uns ja eine schöne Suppe eingebrockt. Warum sollte man ein Volk bei so einer mickrigen Entscheidung auch fragen? Die Deutschen funktionieren am besten in einer Führokratie / Agokratie (ich erhebe Patentansprüche auf diese Neuschöpfung).
    Friendcodes:
    Spoiler!

  25. #6625
    L16: Sensei Avatar von Naru
    Registriert seit
    25.02.2011
    Ort
    Berlin (Westzone)
    Beiträge
    11.568

    Standard

    Die hat Putin schon und nennt sich "gelenkte Demokratie"

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •