Während fast die gesamte Branche mittlerweile auf eine Finanzierung ihrer Online-Rollenspiele durch Mikro-Transaktionen setzt, sträuben man sich bei Spielentwickler BioWare und Publisher Electronic Arts vehement, vom geplanten Abo-Modell für das kommende Science-Fiction-MMOG Star Wars: The Old Republic abzulassen. Damit könnte der Titel zum letzten Vertreter einer aussterbenden Art werden, ließ nun John Smedley, Präsident von Sony Online Entertainment verlauten:
"Wir leben in wirtschaftlich harten Zeiten und die immer wiederkehrenden Abo-Gebühren, die man jeden Monat auf der Kreditkartenabrechnung vorfindet, blitzen einen da natürlich regelrecht an. Für manche Leute beginnt das Sparen von Geld damit, die Abonnements loszuwerden, mit denen die Kreditkarte jeden Monat belastet wird. Aber man muss natürlich auch sagen, dass Abonnements auch weiterhin einen hohen Anteil an den Gewinnen der Unternehmen haben werden, auch wenn ich nicht glaube, dass sie weiterhin so dominant sein werden wie bisher. Schon bald wird mit Star Wars: The Old Republic von EA/BioWare ein weiterer schwerer Brummer auf den Markt kommen. Das ist ein Spiel, dem man durchaus zutrauen kann, etwa zwei Millionen Abo-Kunden zu bekommen, und ich bin mir sehr sicher, dass sie dem Abo-Modell treu bleiben. Meiner Meinung nach wird es allerdings das letzte große MMO sein, das auf ein traditionelles Abo-Geschäftsmodell setzt. Warum ich das glaube? Ganz einfach: Die Welt dreht sich weiter und mit der Zeit werden die Leute diese Methode nicht mehr akzeptieren."
Diese Äußerungen Smedleys basieren übrigens auf den Erfahrungen von Sony Online Entertainment mit EverQuest II: 40 Prozent der Spieler, die in der Vergangenheit ihr Abonnement des Titels gekündigt hätten, hätten als Grund dafür die monatlichen Abo-Gebühren angeführt, so Smedley.
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