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Thema: Studieren? Aber klar! Nur was?

  1. #26
    L12: Crazy Avatar von Kikunosuke
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    Zitat Zitat von darkganon Beitrag anzeigen
    ich hab das gefühl ich werde mit meinen kommunikations und medienwissenschaften ignoriert *g* dabei ist das so n schöens sozialwissenschaftliches fach....aber würde raten das nicht in dt zu studieren euer NC is ja grausam Oo
    Aber dafür nach Österreich auswandern... niemals

    Spaß beiseite, das mit dem NC ist in der Tat manchmal 'ne Qual. Ich hab' zu Schulzeiten noch nicht so recht gewusst, was ich später mal machen will und mich dementsprechend auch beim Abi erstmal nicht allzu sehr angestrengt. Das einem das ewig nachhängt und man diesen "Fehler" nicht mehr revidieren kann ist schon irgendwie bitter.
    Über Wartesemester kommt man zwar überall rein, aber wer hat nach 4 Jahren mit "normaler" Arbeit schon noch Lust, wieder die Schul- bzw. Unibank zu drücken und sich danach erneut zu bewerben.

    Irgendwie muss schon ein wenig "sortiert" (klingt irgendwie so hart ^^ ) werden, aber auf der anderen Seite sollte es auch eine andere Möglichkeit geben, doch noch einen Platz in seinem Wunschstudiengang zu bekommen...

    Das mit den Kommunikations- und Medienwissenschaften ist vermutlich auch so beliebt, weil's halt recht modern klingt und sich dementsprechend auch viele Leute darauf bewerben, die keine Ahnung haben, was da auf sie zukommt.

  2. #27
    L14: Freak Avatar von Cubestar2003
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    @OWA: Jop, Sozialwissenschaften = Soziologie + Politikwissenschaft

    @Siskarad: Bei uns liegt der Schwerpunkt auch definitiv auf der empirischen Seite. Aber den krassen Kram wie Statistik z.B. hatte ich ja glücklicherweise noch nicht.

  3. #28
    L15: Wise Avatar von Jimi
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    Was ich mich jetzt frage ist, was man denn im Politikteil macht. Ich stelle mir das nämlich gerade alles andere als interessant vor.

    Mich interessiert es also jetzt, was der Unterschied zwischen Sozialwissenschaft und Soziologie ist.
    (Video Link)
    http://img812.imageshack.us/img812/8129/lolojc.jpg
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  4. #29
    L03: Novice Avatar von VargTimmen
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    Immer dieser Zwang studieren zu wollen ...

    Solltest du es aber durchziehen wollen, so orientier dich doch mal an den Eckpfeilern Philosophie/Geschichte/Politik.

    Politik ist btw hochinteressant, weil dort auch gelehrt wird ,wie Konflikte und Kriege entstehen.
    PS360 - And the Consolewars is gone!

  5. #30
    L15: Wise Avatar von Jimi
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    Zitat Zitat von VargTimmen Beitrag anzeigen
    Immer dieser Zwang studieren zu wollen ...
    Wie ist denn das schon wieder gemeint.
    (Video Link)
    http://img812.imageshack.us/img812/8129/lolojc.jpg
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  6. #31
    L03: Novice Avatar von VargTimmen
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    Käme, beispielsweise, eine Ausbildung nicht in Frage?
    Ich finde es immer etwas schade und seltsam, dass Abiturienten meinen, sie müssen nun studieren. Das war damit gemeint.
    PS360 - And the Consolewars is gone!

  7. #32
    L15: Wise Avatar von Jimi
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    Zitat Zitat von VargTimmen Beitrag anzeigen
    Käme, beispielsweise, eine Ausbildung nicht in Frage?
    Ich finde es immer etwas schade und seltsam, dass Abiturienten meinen, sie müssen nun studieren. Das war damit gemeint.
    Und wieso denkst du, dass sich ein Abiturient nicht die Frage stellt, ob er eine Ausbildung machen soll oder nicht?
    Ich habe mir meine Entscheidung mehr als nur gut überlegt und ich studiere aus dem Grund, weil Wissen Macht ist, ich gerne meinen Wissensbereich erweitere und man durch ein Studium unglaublich reifen kann.

    Natürlich gibt es viele "Idioten" die nur studieren, weil ihnen nix besseres einfällt.

    Genausogut gibt es aber auch viele hauptschüler, die auf eine Berufsfachschule gehen, weil sie keine Ahnung haben was sie machen sollen und genausogut gibt es viele BFSler die auf ein Berufliches Gymnasium gehen, weil sie nicht wissen was sie machen sollen.

    Und genausogut gibt es viele "Idioten" die KFZ-Mechaniker sind, obwohl es 10mal bessere Berufe für sie gäbe und sie nur zum faul sind um sich zu informieren.

    So ist es nunmal. Aber wo wir das gerade ansprechen. Ich finde das ist auch eines der unbegreiflichsten Dinger an unserem Schulsystem.
    Es kann doch wirklich nicht angehen, dass die meisten Schüler nach dem Schulabschluss erstmal mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf dastehen.
    Wie lächerlich ist eigentlich, dass man sich permanent den Arsch aufreißt für paar Leistungspunkte, ja sogar sein ganzes Leben darauf ausrichtet und man letzendlich nichteinmal weiß warum das alles?
    Und der Klou ist ja: Selbst die Leute die es wissen, können sich ja nicht sicher sein, dass sie sich wirklich genügend informiert haben.

    Ich verstehe es so oder so nicht, warum die Schule als System so krass vom "echten" Leben abgekoppelt ist.
    (Video Link)
    http://img812.imageshack.us/img812/8129/lolojc.jpg
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  8. #33
    L15: Wise Avatar von Zelos
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    Zitat Zitat von One Winged Angel Beitrag anzeigen
    Es kann doch wirklich nicht angehen, dass die meisten Schüler nach dem Schulabschluss erstmal mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf dastehen.
    Wie lächerlich ist eigentlich, dass man sich permanent den Arsch aufreißt für paar Leistungspunkte, ja sogar sein ganzes Leben darauf ausrichtet und man letzendlich nichteinmal weiß warum das alles?
    Leider wahr, und das sag ich auch eigener Erfahrung.
    Ich schreib in einem Monat mein schriftliches Abitur und weiß wirklich nicht was ich danach machen soll.
    Eigentlich möchte ich ja Lehrer werden, da ich gerne Menschen was beibringe und helfe, bin aber total unentschlossen, da ich wenn schon Grundschullehrer werden würde oder halt Gymnasiallehrer (aber dafür reichts wahrscheinlich net).
    Und Grundschullehrer gibts ja anscheinend wie Sand am Meer, was es nicht leicht macht so einen Job zu bekommen (wie ichs mitbekommen habe).
    Ich krieg die Krise >_<

    Was ich mir auch vorstellen könnte, wäre Psychologie oder Anthropologie zu studieren, da mich sowas total interessiet oder irgendwas mit Geographie.
    Mensch ich weiß nicht weiter...
    Haikyuu!!

    best manga ever
    Playing: Chrono Trigger, Dust: An Elysian Tail, Gods Eater, Inazuma Eleven Strikers, Killer 7, Ni No Kuni, Valkyria Chronicles 2
    Most Wanted: GTA V, Castlevania: Lords of Shadow 2, Project X Zone, Tales of Xillia, Shin Megami Tensei X Fire Emblem, Killer is Dead

  9. #34
    L11: Insane Avatar von Ghirahim
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    Zitat Zitat von Gorgonta Beitrag anzeigen
    ... In Wien zu studieren hat schon so seine Vorteile
    Die da wären? Und was studierst du denn?
    Ich will entweder TU Wien oder Graz, eine der Informatikstudien.
    Ich muss mich aber erst genau erkundigen, daher besuch ich nächste Woche mal diese BeSt-Messe...

  10. #35
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    Zitat Zitat von Gorgonta Beitrag anzeigen
    ... In Wien zu studieren hat schon so seine Vorteile
    *bestätige*

  11. #36
    L12: Crazy Avatar von Gorgonta
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    Zitat Zitat von flogge Beitrag anzeigen
    Die da wären? Und was studierst du denn?
    Ich will entweder TU Wien oder Graz, eine der Informatikstudien.
    Ich muss mich aber erst genau erkundigen, daher besuch ich nächste Woche mal diese BeSt-Messe...
    Keine Zulassungsbeschränkung, keine Studiengebühren.
    Ich werde da ab dem Sommersemester Theater-, Film- und Medienwissenschaft studieren (in Deutschland brauchst nen Abischnitt von 1,4 :X)
    Und ich fahre in ner halben Stunde los nach Wien (Umzug ..)



    Ene, mene, miste, ich finger nicht, ich fiste.

  12. #37
    L13: Maniac
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    @Thread-Ersteller

    Grundsätzlich kann man denke ich mittlerweile sagen, dass man keineswegs festgenagelt ist, nur weil man jetzt etwa Geschichte anstelle von Sozial-/Kulturwissenschaften oder etwa Religionswissenschaften studiert hat. Im Übrigen gibt es etliche Leute, die noch während dem Studium ihre Fächerkombinationen wechseln, ist ja auch nicht ganz einfach, wenn man frisch vom Abi kommt und eigentlich keine Vorstellung hat, wie ein Studium eigentlich abläuft und inwiefern sich etwa der Deutschunterricht vom Abi überhaupt mit einem Germanistik-Studium vergleichen lässt, geschweige denn Fachgebiete, die man noch gar nicht kennt. Die endgültige Erkenntnis, ob dir ein spezifisches Gebiet nun wirklich zusagt, wirst du erst haben, wenn du wirklich mal ein Semester einfach drauflosstudierst. Im Übrigen ist auch nicht jeder zum Student geboren, gehört ne ganze Menge Selbstdisziplin, ein aufrichtiges Interesse am Fachbereich, ein gewisses akademisches Talent (analytische Fähigkeiten, gewisse Allgemeinbildung und Interesse an gesellschaftlichen, politischen, kulturellen Fragen, gewisse Studiengänge erforden sehr viel Lesearbeit etwa Geschichte, Lust am Schreiben etc.). Aber scheint ja bei dir durchaus vorhanden zu sein. Gibt aber doch inzwischen sehr viele Studenten, die die Seminare komplett desinteressiert über sich ergehen lassen, komplett unqualifizierte Referate halten etc. und die tatsächlich nur aus einer gewissen Form von wohlstandsverwahrloster Getriebenheit vor sich hin studieren...Noch mehr durchschnittliche Akademiker braucht die Welt nicht, dafür aber gut ausgebildete Fachkräfte (also berufsspezifische Weiterbildung nach dem Abi).

    Gemeinhin setzen sich die Geisteswissenschaften ja zum Ziel, die Studierenden mit eher grundlegenden Fähigkeiten auszustatten, die im späteren beruflichen/akademischen Leben von äusserster Wichtigkeit sind und auch in verschiedensten Bereichen angewendet werden. Also vor allem die Fähigkeit, sich schnell in ein Themenfeld einarbeiten, sich damit auf intellektueller Ebene auseinandersetzen und den Stoff wiederaufbereiten und mit den eigenen Positionen/Ansichten verbinden zu können.

    Eine Fähigkeit, die also vom Lehrerberuf über das Staatswesen (etwa Diplomat, Migrationsbeauftragter und sowas...), Privatwirtschaft, Dinge wie Bibliothekar, Journalismus etc. in etlichen Bereichen zum Tragen kommt. Natürlich wirst du dich im Verlaufe deines Studiums spezialisieren und wirst auch niemals sagen können, dass du jetzt in deinem Fach den kompletten Überblick hast (ein Historiker etwa kennt sich gemeinhin auch nur mit seinem spezifischen Themenfeld aus).

    Lange Rede, kurzer Sinn: Studier einfach das, was dich interessiert. Mit den Semestern wirst du merken, in welche Richtung du dich entwickelst, wo deine Stärken und Interessen wirklich stecken und mit welchen Forschungsschwerpunkten und Ansätzen du dich verbunden fühlst. Kann man ja nun auch nicht alles im Voraus wissen. Aber von deinen Interessen her würde ich dir mal was in Richtung Sozialanthropologie , Geschichte, Philosophie (aber nur als Nebenfach, ist ja nun nicht gerade hauptfachtauglich), Politologie (Vorsicht, kann mitunter sehr trocken sein), Medienwissenschaften und sowas vorschlagen.

    Gibt aber an verschiedenen Unis immer auch speziellere Institute, die oftmals mehrere Fachgebiete vereinen und sich interfakultär übergreifende Fragestellungen stellen. Einfach die Augen offen halten, sowas kann unter Umständen genau das Richtige sein, wenn du unsicher bist und mal überall reinschnuppern willst. Spezialisieren kannst du dich sowieso immer noch, ist ja heute an den meisten Unis nicht mehr so, dass man komplett unflexibel ist.
    Geändert von Thumbsucker (27.02.2009 um 23:43 Uhr)

  13. #38
    L11: Insane Avatar von Ghirahim
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    Zitat Zitat von Gorgonta Beitrag anzeigen
    Keine Zulassungsbeschränkung, keine Studiengebühren.
    Ich werde da ab dem Sommersemester Theater-, Film- und Medienwissenschaft studieren (in Deutschland brauchst nen Abischnitt von 1,4 :X)
    Und ich fahre in ner halben Stunde los nach Wien (Umzug ..)
    Ach, das meinst du.
    Ja, sobald ich die Matura geschafft habe, muss ich mich auch wegen einer Wohnung umsehn, mal guckn

    Nochwas an die anderen:
    • Wie schwer ist ein Studium im Vergleich zu Hochschulen? Natürlich variiert das je nach Studium und Schule extrem, aber ganz grob kann man es doch sicher sagen?
    • Wie umfangreich sind die Semesterprüfungen ca? Sind sie mit einer Hochschul-Semesterprüfung vergleichbar, oder kommt es schon eher an die Matura ran?
    • Bei einem Vortrag übers Studium an unserer Schule hatte ich den Eindruck, als habe man relativ wenig Wochenstunden. Natürlich kommt es darauf an, wie man sich die Zeit und Vorlesungen einteilt, aber dennoch sah es nach viel weniger Aufwand aus.
    • Ein Informatikstudent erzählte mir, dass ich mir mein Wissen meiner aktuellen Schule in der Uni anrechnen könnte, da zu Beginn natürlich erstmal alle Grundlagen unterrichtet werden. Unter Beeinziehung des vorigen Punktes hieße das, dass ich in den ersten Monaten so gut wie gar nichts zu tun hätte, kann das richtig sein?
    Geändert von flogge (28.02.2009 um 17:38 Uhr)

  14. #39
    L13: Maniac
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    @flogge

    Wie "schwierig" ein Studium ist, hängt natürlich in erster Linie von deinen eigenen Fähigkeiten und deinen Grundvoraussetzungen ab. In Bezug auf die meisten geisteswissenschaftlichen Fächer wird es dir sicher vieles erleichtern, wenn du dir auch komplexe Sachverhalte und mitunter recht trockene, kompliziert-theoretische Materie in grossem Umfang einverleiben kannst und diese auch möglichst gut wiedergeben kannst. Also ein gewisses Leseverständnis ist natürlich unabdingbar. Auch ne präzise und sattelfeste Schreibe, korrekter Umgang mit Fachterminologie und eine grundsätzlich analytische Begabung sind natürlich vor allem für Seminararbeiten unabdingbar. Sowas entwickelt sich aber natürlich auch stark mit dem Fortschritt des Studiums und sollte - falls man denn nicht schon beim Abi diesbezüglich grosse Schwächen hat - kein allzu grosser Hinderungsgrund sein. Daneben sollte man doch auch ziemlich gute Englischkenntnisse haben, da ein Grossteil der Fachliteratur in englischer Sprache abgefasst wird. Französisch wär auch recht nützlich, wobei Fremdsprachenbeherrschung einem generell mehr Möglichkeiten gibt sich flexibler durchs Studium zu bewegen und sich auch mal in etwas weniger überlaufenen Forschungsrichtungen zu bewegen.

    Mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen die mittlerweile an den meisten europäischen Unis eingeführt worden sind, gestaltet sich imo das Studentenleben doch deutlich härter. Meist wird mittlerweile jeder Kurs den du besuchst in irgendeiner Form bewertet, also Vorlesungen durchschlafen, Seminare abhocken etc. ist nicht mehr. Dein persönlicher Einsatz wird also durchaus (je nach Professor) stärker bewertet und deine Referate (in Seminaren) und Arbeiten sind stärker reglementiert und selbst die geringsten Leistungen müssen gewissenhaft erledigt werden, da man ja ein Studium nicht mit ner unterdurchschnittlichen Note abschliessen will - schliesslich gibt es eher zu viele als zu wenige Studenten in den Geisteswissenschaften und gerade zu durchgekrampftes Studium wird dir bei der Berufssuche sicher nicht förderlich sein (es sei denn, du wirst Lehrer, da wird sich denke ich über kurz oder lang schon was finden und deine pädagogischen Fähigkeiten sind hier wichtiger als deine akademischen). Seit der Einführung des Bachelor- / Master-Systems gibt es aber deutlich mehr Studienabbrecher und der Leistungsdruck hat sich deutlich erhöht. woran viele Studenten durchaus verzweifeln können. Die Musse früherer Tage beim Studium ist also definitiv vorbei und jahrelanges Dahinstudieren wird in vielen Fakultäten nicht mehr geduldet. Imo keine gute Entwicklung, da dadurch auch so manch sensiblerer und eigentlich hochtalentierter Geist die weisse Fahne hisst (auch kein Wunder, dass Mädchen langsam stark in der Überzahl sind, die imo generell doch deutlich beflissener und gewissenhafter arbeiten).

    Mit mehr als 12-14h pro Woche brauchst du aber in den Geisteswissenschaften meist nicht rechnen. Klingt nach wenig, aber der Aufwand für Referate und Hausarbeiten (die gewöhnlich in den Semesterferien erledigt werden) wird dir aber den Löwenanteil deiner Zeit wegfressen und kann manchmal durchaus deprimierend sein, da die dadurch erzwungene arbeitsmässige Isolation in Archiven und im eigenen Zimmer, den Kopf in den Büchern, durchaus anstrengend und sehr zeitfressend sein kann.

    Mit den neuen BA/MA Studiengängen solltest du also auch ein gewisses Talent für Zeitmanagement haben, vor allem auch, wenn du dir dein Studium selber finanzieren musst, was durch die Neuregelungen extrem schwierig geworden ist (da kannste dich im Lauf des Studiums auf 10-14h Tage einstellen und nah dran am Burnout sein^^). Auf jeden Fall muss man ne gewisse Selbstdisziplin entwickeln, da man sich ansonsten bald einmal im Sumpf erforderlichen Leistungen verlieren kann und sich ständig gehetzt fühlt.

    All das gesagt, ist ein Studium für den Interessierten eine unglaubliche intellektuelle Bereicherung, wird deinen Horizont stark erweitern und dir ungeahnte berufliche Möglichkeiten bieten (im Erfolgsfall). So rigid das System im Vergleich mit früher geworden ist, so vielfältig sind imo heutzutage die beruflichen Möglichkeiten durch das Studium (Globalisierung und Digitalisierung eröffnen Geisteswissenschaftlern momentan viele neue Betätigungsfelder auch in der Privatwirtschaft).
    Geändert von Thumbsucker (01.03.2009 um 15:31 Uhr)

  15. #40
    L12: Crazy
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    Zum Threadersteller:
    Nach dem zu urteilen, was deine "Wunschthemen" für's Studium sind, wären Sozialwissenschaft bzw. Soziologie und Politikwissenschaft die richtigen Studienfächer. Mit einem Studium dieser Fachrichtungen bist du für's spätere Berufsleben relativ flexibel, was nützlich für dich sein dürfte, weil du dir ja noch nicht ganz sicher bist, wie genau du später dein Geld verdienen willst (dürften aber sowieso kaum welche sein, wenn sie ihr Studium beginnen ).
    Aber: Triff die Entscheidung, in welche Fachrichtung du studierst, nach Möglichkeit nicht leichtfertig, sondern setz dich einfach mal in die Vorlesungen, die dich interessieren, 'rein und schau einfach, ob sie dir zusagen. Es ist zwar nicht weiter schlimm, wenn du nach einem Jahr merkst, dass dir dein Studienfach doch nicht zusagt, und deswegen ein neues Studium beginnst, aber wenn du's vermeiden kannst, solltest du das tun.

    Ich persönlich studiere Medizin, kann dir deswegen jetzt nicht allzu viel zu Sozialwissenschaft sagen, aber ich habe ein paar Bekannte, die in dieser Richtung studieren. Wenn du willst, kann ich sie ja mal bitten, sich hier anzumelden. Die werden dir dann sicher weiterhelfen können.
    Geändert von stupormundi (02.03.2009 um 22:00 Uhr)
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  16. #41
    L15: Wise Avatar von Jimi
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    Zitat Zitat von stupormundi Beitrag anzeigen
    Ich persönlich studiere Medizin, kann dir deswegen jetzt nicht allzu viel zu Sozialwissenschaft sagen, aber ich habe ein paar Bekannte, die in dieser Richtung studieren. Wenn du willst, kann ich sie ja mal bitten, sich hier anzumelden. Die werden dir dann sicher weiterhelfen können.
    Danke für das Angebot, aber so viele und "wichtige" Fragen habe ich dann doch nicht. Zumindest nicht welche, die ich selber beantworten könnte.

    Das einzige was mich im Moment eigentlich interessiert ist, wie genau der Poltikteil beim Sozialwissenschaftsstudium aussieht und ob und warum es ratsam wäre diesen überhaupt zu machen.
    Hab zwar die Frage hier schon gestellt, aber sie wurde mir noch net beantwortet. Ja, und zur Not muss ich wohl Siskarad und Cubestar ne PM schreiben. ^^

    Ach übrigens, hab mich eigentlich immer schon relativ viel informiert und kann dir deswegen eigentlich nur zustimmen. Anstatt seine ganzen Bemühungen mal in Schultnoten zu stecken, würde ich lieber einen Teil dafür gebrauchen sich über seine Möglichkeiten zu informieren.
    War ja bei den Uni-Wochen hier in Frankfurt und da war ich bei fast jeder Vorlesung und was jetzt ganz geil ist: In Heidelberg gibt es jetzt 2 Wochen lang Infotage, wo man sich an Stände über Inhalte usw der Stuidengänge informieren kann. Werde da also mal demnächst hinfahren.
    (Video Link)
    http://img812.imageshack.us/img812/8129/lolojc.jpg
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  17. #42
    L04: Amateur Avatar von sk8ks
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    Zitat Zitat von stupormundi Beitrag anzeigen

    Ich persönlich studiere Medizin, kann dir deswegen jetzt nicht allzu viel zu Sozialwissenschaft sagen, aber ich habe ein paar Bekannte, die in dieser Richtung studieren. Wenn du willst, kann ich sie ja mal bitten, sich hier anzumelden. Die werden dir dann sicher weiterhelfen können.
    Wie ist das Medizinstudium? Sehr schwer? Wievieltes Semester bist du eigt? Durftest du schon Leichen sezieren etc? Ich spiel nämlich mit dem Gedanken (wenns soweit ist) Medizin zu studieren, wär nett wenn du mir was über das Studium erzählen könntest.

  18. #43
    L12: Crazy
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    Zitat Zitat von sk8ks Beitrag anzeigen
    Wie ist das Medizinstudium? Sehr schwer?
    Der Lernaufwand in Medizin ist zweifellos größer als der in anderen Studienfächern. Anders als in anderen Fächern ist es vor allem Pflicht, kontinuierlich, d.h. also jeden Tag, zu lernen, da man ansonsten gerade von der Präparation wenig hat, in deren Genuss der normale Student nur einmal in seiner ganzen Studienzeit kommt.
    Will heißen: Wie bei Geisteswissenschaftlern in Schüben zu lernen (Wochen lang nichts tun und dann für ein paar Wochen den ganzen Tag) ist ein no-go, man muss kontinuierlich lernen. Die Menge an Stoff, die man als Medizinstudent pro Tag lernen muss, ist ungefähr mit dem Lernen von 40 Vokabeln am Tag vergleichbar, nicht leicht also, aber definitiv machbar, ohne dass man den ganzen Tag lernen muss. Ich schätze, dass man neben den Lehrveranstaltungen noch so ca. 2-3 Stunden im Schnitt pro Tag lernen sollte, vor Testaten und Klausuren natürlich mehr.
    Problem bei den Medizinern ist, dass man eigentlich anders als andere Studierende keine richtigen Semesterferien hat, weil man in diesen in der Regel irgendwelche Lehrveranstaltungen hat (beispielsweise Chemie-Tutorium) oder aber auch Praktika und auch in denen lernen sollte.
    Was man als Student unbedingt mitbringen muss, ist ein Interesse am Leben, an der Biologie. Viele studieren Medizin nur, weil sie sich beruflich absichern wollen, ohne aber ein echtes Interesse an der Wissenschaft zu haben. Wer kein Interesse am Stoff hat, wird aber unglaubliche Probleme haben mit dem Lernen, denn selbst für mich, der sich sehr für Biologie interessiert, ist das Auswendiglernen von irgendwelchen Strukturen im Körper manchmal sehr langweilig.

    Wievieltes Semester bist du eigt? Durftest du schon Leichen sezieren etc?
    Ich habe gerade mein erstes Semester abgeschlossen, bin also jetzt im zweiten. Du wirst von Anfang an auf eine Leiche "losgelassen". Je nach Universität werden alle Erst-Semester-Medizinstudenten in Gruppen von 13-20 Personen eingeteilt, denen genau eine Leiche zugewiesen wird. Normalerweise wird man allerdings nur einmal das "Vergnügen" haben, eine Leiche zu präparieren. Gerade in der Anfangszeit ist die Präparation sehr wichtig, da man sich eigentlich nur so alle Strukturen gut merken kann.

    Ich Ich spiel nämlich mit dem Gedanken (wenns soweit ist) Medizin zu studieren, wär nett wenn du mir was über das Studium erzählen könntest.
    Wenn du noch Fragen hast - nur zu. Ich persönlich bin mit meinem Studium sehr zufrieden. Es ist - zugegebenermaßen - nicht wenig zu lernen und manchmal ein wenig trocken, aber es ist auch befriedigend, wenn man nach 'nem langen Tag zu sich sagen kann: "Hey, jetzt kennst du deinen Körper noch besser!".
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  19. #44
    L99: LIMIT BREAKER Avatar von Nerazar
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    Zitat Zitat von Gorgonta Beitrag anzeigen
    Keine Zulassungsbeschränkung, keine Studiengebühren.
    Ich werde da ab dem Sommersemester Theater-, Film- und Medienwissenschaft studieren (in Deutschland brauchst nen Abischnitt von 1,4 :X)
    Und ich fahre in ner halben Stunde los nach Wien (Umzug ..)
    Ja... Und wie war die Einstellungsprüfung?
    Oder musst du diese noch machen?

    Hab gehört, dass man dafür dann höllisch lernen muss, aber dafür dann keinen NC hat, sondern nur viel viel Konkurrenz je nach Studiengang

    In Wien studieren ist für mich auch eine Möglichkeit, ehrlich gesagt... Aber Wien ist teuer und ein Studium von dort nimmt mir die Nähe zu all meinen Freunden.

    Obwohl Wien auch andere Vorteile hätte, zum Beispiel die erweiterte Nähe zu meiner Freundin.

    Vielleicht für 1 oder 2 Semester. In München wäre der Start einfacher.

    Auch wenn Wien eine sehr schöne Stadt ist, mit der besten Bar der Welt, dem Tag- und dem Nachtasyl

  20. #45
    L12: Crazy
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    @One Winged Angel
    Ich selbst studiere in Heidelberg. Wenn du also irgendwelche Fragen zu Heidelberg und der Uni hast, kannst du mich gerne fragen.
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  21. #46
    L13: Maniac Avatar von domidomek
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    Ich bin mir leider auch noch ziemlich unsicher und deshalb möchte ich euch fragen, ob mir jemand ein paar Insider-Infos zu Publizistik- und Kommunikationswissenschaft geben kann.

    Die Sachen, die ich auf http://www.ipmz.uzh.ch/ lesen konnte, haben mir eigentlich sehr gut gefallen. nur bin ich mir bei einem Punkt nicht ganz sicher: Muss man für die ganzen Forschungsarbeiten und Analysen eine besondere Veranlagung im mathematischen Bereich haben? Es ist nicht so, dass ich schlecht bin in Mathe, es macht mir einfach nicht so viel Spass mit so vielen Zahlen und Formeln zu hantieren.

    Und auch die Berufsbilder würden mir sehr zusagen...

    Operative und administrative Tätigkeiten in Bereichen wie

    * angewandte Medien-, Kommunikations-, Markt- sowie Meinungsforschung
    * Evaluation von Kommunikationsleistungen
    * Organisationskommunikation / Public Relations
    * Medienmanagement
    * Fort- und Weiterbildung im Kommunikations- und Medienbereich
    Und noch eine Frage, die sich jetzt vielleicht blöde anhört: wisst ihr, wie viele Leute so ein Fach belegen? Und wie siehts mit dem Männer/Frauen-Anteil aus? Irgendwie würde es mich auch abschrecken nur mit 5 Männern in einem riesen Saal zu sitzen....

  22. #47
    Moderator Avatar von darkganon
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    also ich kann ja nur für ösiland sprechen aber...

    nein ich musste bisher nur in 1 einführungsvorlesung bisschen mathe machen und bei meiner ersten arbeit.
    ansonsten eher mathe-"frei" klar zahlen begegnen dir hin und wieder aber kein grund angst zu haben.

    hier haben wir seit 2 jahren ein ausschlussverfahren.....aber da kommen meistens trotzdem alle durch die wollen weil die anderen vorher aufgeben.
    ich würd sagen mehr frauen als männer...60:40% anteil.

    hab bisher nur gute erfahrungen gemacht und wenn man die graue theorie hinter sich hat wirds interessant.


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  23. #48
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    @Domi

    Ich hab einen Bereich in der Kommunikationsbranche studiert (bin kurz davor es zu beenden) und kann sagen, es hat schon einen Bezug auf Technik.
    Du musst dich in vielerlei Hinsicht mit Technik auskennen, was unter anderem Mathe/Physik einschließt.

    Vor allem im Medienbereich wo es auf Ton- und Videobearbeitung ankommt, muss man sich mit der Materie einfach auskennen. Auch wenn es sich um Marketing und Vertrieb handelt.
    Geändert von Starlord (14.03.2009 um 22:05 Uhr)

  24. #49
    Moderator Avatar von darkganon
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    @starlord...uni oder fh ?

    bei uns sind technik und marketing nur spezifizierungen die man auswählen kann bzw umgehen ...aber vllt in dt anders, hab ja ka


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  25. #50
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    FH. Da ich mehr Praxisbezug wollte.
    Es kommt im Endeffekt drauf an, was genau man in Kommunikationswissenschaft machen will, da es ein riesen Bereich ist.
    Zumindest benötigt man in der Medien- und Entertainmentbranche technisches Wissen.
    Davon bin ich auch im oberen Post ausgegagen. ^^
    Geändert von Starlord (14.03.2009 um 22:05 Uhr)

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