Sine Mora: Launch in London
Digital Reality und Grasshoper Manufacture luden nach London ein, Consolewars war da...
Samstag, 24. März 2012 um 13:13 von
Der erste zarte Hauch von Frühling strich über die englische Metropole London. Weit und breit keine Spur von grauen Regenwolken, angenehme Temperaturen für einen Tag im März. Die Entwickler Digital Reality und Grasshopper Manufacture konnten sich also keinen besseren Tag für ihren Media Event in London aussuchen und luden die Presse zur Release-Party des neuen Arcade-Krachers "Sine Mora" ein. Consolewars nahm die Einladung an und überzeugte sich vor Ort von einem erstaunlich ehrgeizigen Projekt, eines eher unbekannten Entwicklers mit großen Ambitionen und seinem Vorzeigepartner aus dem fernen Japan. Dabei trafen wir nicht nur auf einen prominenten Gast, sondern durften auch die zukünftigen Projekte der beiden Unternehmen bewundern.
Digital Reality ist eine ungarische Spieleentwicklungsfirma, welche seit den neunziger Jahren hauptsächlich Spiele für den PC entwickelt und deswegen auf dem Konsolenmarkt eine eher unbekanntere Marke ist. Dies soll sich aber für die Zukunft ändern und so ging Digital Reality eine Kooperation mit dem japanischen Videospielehersteller Grasshopper Manufacture (Killer7, No More Heroes, Shadows of the Damned) ein. Bereits mit dem ersten gemeinsamen Projekt namens "Sine Mora", produzierten beide einen echten Geheimtipp im Bereich der Arcade-Spiele. Kreative Verstärkung erhielten die ungarischen Entwickler von Akira Yamaoka, der in Europa durch seinen unverwechselbaren Sound aus der Silent Hill - Spielreihe bekannt wurde. Yamaoka komponierte für "Sine Mora" die komplette musikalische Begleitung und drückt damit erneut einem Spiel seinen prägenden Stempel auf. Doch "Sine Mora" hat noch wesentlich mehr zu bieten, doch dazu kommen wir später.
Um 10 Uhr morgens begrüßte der Veranstalter die wartenden Gäste und führte die Anwesenden in eine gemütliche Lounge eines Edelrestaurants im feinen Stadtteil Soho. Neben einem umfangreichen Catering standen auch Spielekonsolen zur Verfügung und bereits hier konnte man feststellen, dass "Sine Mora" zwar im Vordergrund stand, aber auch einige weitere zukünftige Projekte der beiden Entwicklerstudios begutachtet werden durften. Neben dem bereits genannten Spiel wurde das im Sommer erscheinende Spiel "Black Knight Sword" präsentiert, sowie ein Einblick in einen neuen Arcade-Racer namens "Bang Bang Racing" gegeben. Doch zunächst begrüßte der Director of Publishing von Digital Reality, Balázs Horváth, die Anwesenden und stellte den Stargast des Tages, Akira Yamaoka vor, der danach seine Freude zum Ausdruck brachte, am heutigen Tag hier in London sein zu dürfen.
Danach begann der eigentliche Teil des Events und Consolewars klemmte sich hinter die Konsolen um sich einen Einblick von "Sine Mora" und kommenden Spielen zu machen.
In den Neunzigern erreichten Side-Scroller Shoot´em Ups ihren Höhepunkt und Klassiker wie "R-Type" und "Probotector" feierten große Erfolge. Mit dem Aufkommen der 3D-Technik versank dieses Genre und konnte nie wieder an alte Erfolge anschließen. Dieser Gattung Videospiele neues Leben einzuhauchen ist keine wirklich neue Erfindung der beiden Entwicklerstudios Grasshopper Manufacture und Digital Reality, doch die Herangehensweise eine um so Erstaunliche. Es treffen hier nicht nur typisch europäische und japanische Komponenten aufeinander, nein, es werden auch technische Umsetzungen perfekt implementiert. "Sine Mora" ist eindeutig ein Wolf im Schafspelz. Da fliegt ein Flugzeug von links nach rechts und wir fühlen uns sofort an die alten Tage am Spielautomaten zurückerinnert. Ein kleiner Arcade-Titel mit Retro Charme? Weit gefehlt, denn die Technik die sich hinter "Sine Mora" versteckt, erstaunt sofort. Ein von Steampunk geprägter Stil harmoniert perfekt mit wunderschön modellierten Gegnern, die es mit jedem Vollpreistitel aufnehmen kann. Doch erst mit dem Aufsetzen der 3D-Brille begreifen wir, was sich hinter Sine Mora wirklich versteckt. Atemberaubende Harmonie zwischen bespielbaren und dargestellten Dimensionen. Das Gameplay knüpft gnadenlos an die Erfolge alter Tage an. Kein großes Tamtam, nur überdimensionale Explosionen. Es mag sein, das der simple Blick auf Screenshots etwas eintönig und altbacken wirkt, doch wie bereits erwähnt, hinter "Sine Mora" versteckt sich ein kleines Kunstwerk. Wer mehr Details zu diesem Spiel lesen möchte, dem sei die bereits erschiene Review zum Spiel hier auf Consolewars wärmstens ans Herz gelegt.
Ein weiteres ambitioniertes Projekt hört auf den vielleicht gar nicht so ungewöhnlichen Namen "Black Knight Sword". Viel ungewöhnlicher ist die Komposition. Im Gegensatz zu "Sine Mora" wird hier weniger mit aufwendiger Technik geprahlt, sondern mehr der künstlerische Aspekt in den Vordergrund gehoben. Die restlichen Zutaten des Rezeptes bleiben aber gleich. Grasshopper Manufacture möchte mit einem älteren Spielgenre und neuen kreativen Ideen eine ganz besondere Welt erschaffen. Der schwarze Ritter läuft hierbei ganz in Jump´n´Run Manier von links nach rechts und metzelt dabei blutreich in Szene gesetzt, Gegner nieder. Der Spieler wird dabei stark an Achtzigerjahre-Klassiker wie "Ghouls´n Ghosts" erinnert. Die Inszenierung folgt dabei aber einem grundlegend anderen Konzept. Der Rand des Bildschirms ist mit einem Bühnenvorhang verkleidet und der Spieler wird einfach das Gefühl nicht los, dass die Entwickler große "Monty Python" Fans sind. Jeder der schon einmal die Serie der englischen Comedy-Gruppe gesehen hat, kennt die berühmten Cut-Out-Animationen und die finden sich im ähnlichen Stil in diesem Spiel wieder. Dadurch entwickelt der eigentlich relativ simple Hack´n´Slay Titel einen ganz eigenen Charme und es bleibt abzuwarten, welche Gimmicks dieser im Sommer erscheinende Titel noch vorzuweisen hat.
Das dritte vor Ort präsentierte Spiel hört auf den etwas seltsamen Namen "Bang Bang Racing". Dabei handelt es sich um eine Mischung aus "Micro Machines" und "Mario Kart", was ohne Zweifel kein schlechter Ansatz ist. Zwar wirken Grafik und Design ein wenig altbacken, doch in erster Linie soll hier der arcadelastige Spaß im Vordergrund stehen. Mit bis zu vier Spielern fetzt man aus der Vogelperspektive über den Parcour, wobei Wetter und Umgebung großen Einfluss auf das Rennen nehmen können. Auch Boxenstopps sind Pflicht und bringen einen Touch von Taktik mit ins Geschehen. Trotzdem, große Sprünge kann dieser Titel leider nicht machen, dafür ist sein Gameplay zu sehr auf kurzweilige Action ausgerichtet. Vielleicht ändert ein tieferer Blick in das Spiel aber die Meinung.
Während der ganzen Zockersession standen die Entwickler stets mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten geduldig die Fragen der Presse. In einer unglaublich lockeren Atmosphäre plauderten die Entwickler über ihre Inspirationen und eigenen Vorlieben. Ansichten zur Lage der Videospieleindustrie wurden ebenso unterhaltsam diskutiert, wie Pläne für die Zukunft. Creative Director Theodore Reiker kündigte dabei an, dass Digital Reality bereits an einem neuen Arcade Titel arbeitet.
Zusätzlich stand Akira Yamaoka Consolewars in einem ausführlichen Interview Rede und Antwort. Hier plauderte er über seine Arbeit für "Sine Mora", aber auch über die Zeit bei Konami und seine zukünftigen Projekte. Dieses Interview werden wir euch dann nächste Woche in einem eigenen Feature präsentieren. Freut euch schon drauf!
Abschließend bleibt zu sagen, dass London stets eine Reise wert ist und mit Digital Reality ein aufstrebender Spieleentwickler einen Achtungserfolg gelandet hat. Grasshopper Manufacture wird uns in den kommenden Wochen mit "Lollipop Chainsaw" sowieso ausreichend beschäftigen und Consolewars freut sich auf ein baldiges Wiedersehen mit sehr charmanten Gastgebern.
Digital Reality ist eine ungarische Spieleentwicklungsfirma, welche seit den neunziger Jahren hauptsächlich Spiele für den PC entwickelt und deswegen auf dem Konsolenmarkt eine eher unbekanntere Marke ist. Dies soll sich aber für die Zukunft ändern und so ging Digital Reality eine Kooperation mit dem japanischen Videospielehersteller Grasshopper Manufacture (Killer7, No More Heroes, Shadows of the Damned) ein. Bereits mit dem ersten gemeinsamen Projekt namens "Sine Mora", produzierten beide einen echten Geheimtipp im Bereich der Arcade-Spiele. Kreative Verstärkung erhielten die ungarischen Entwickler von Akira Yamaoka, der in Europa durch seinen unverwechselbaren Sound aus der Silent Hill - Spielreihe bekannt wurde. Yamaoka komponierte für "Sine Mora" die komplette musikalische Begleitung und drückt damit erneut einem Spiel seinen prägenden Stempel auf. Doch "Sine Mora" hat noch wesentlich mehr zu bieten, doch dazu kommen wir später.
Um 10 Uhr morgens begrüßte der Veranstalter die wartenden Gäste und führte die Anwesenden in eine gemütliche Lounge eines Edelrestaurants im feinen Stadtteil Soho. Neben einem umfangreichen Catering standen auch Spielekonsolen zur Verfügung und bereits hier konnte man feststellen, dass "Sine Mora" zwar im Vordergrund stand, aber auch einige weitere zukünftige Projekte der beiden Entwicklerstudios begutachtet werden durften. Neben dem bereits genannten Spiel wurde das im Sommer erscheinende Spiel "Black Knight Sword" präsentiert, sowie ein Einblick in einen neuen Arcade-Racer namens "Bang Bang Racing" gegeben. Doch zunächst begrüßte der Director of Publishing von Digital Reality, Balázs Horváth, die Anwesenden und stellte den Stargast des Tages, Akira Yamaoka vor, der danach seine Freude zum Ausdruck brachte, am heutigen Tag hier in London sein zu dürfen.
Danach begann der eigentliche Teil des Events und Consolewars klemmte sich hinter die Konsolen um sich einen Einblick von "Sine Mora" und kommenden Spielen zu machen.
In den Neunzigern erreichten Side-Scroller Shoot´em Ups ihren Höhepunkt und Klassiker wie "R-Type" und "Probotector" feierten große Erfolge. Mit dem Aufkommen der 3D-Technik versank dieses Genre und konnte nie wieder an alte Erfolge anschließen. Dieser Gattung Videospiele neues Leben einzuhauchen ist keine wirklich neue Erfindung der beiden Entwicklerstudios Grasshopper Manufacture und Digital Reality, doch die Herangehensweise eine um so Erstaunliche. Es treffen hier nicht nur typisch europäische und japanische Komponenten aufeinander, nein, es werden auch technische Umsetzungen perfekt implementiert. "Sine Mora" ist eindeutig ein Wolf im Schafspelz. Da fliegt ein Flugzeug von links nach rechts und wir fühlen uns sofort an die alten Tage am Spielautomaten zurückerinnert. Ein kleiner Arcade-Titel mit Retro Charme? Weit gefehlt, denn die Technik die sich hinter "Sine Mora" versteckt, erstaunt sofort. Ein von Steampunk geprägter Stil harmoniert perfekt mit wunderschön modellierten Gegnern, die es mit jedem Vollpreistitel aufnehmen kann. Doch erst mit dem Aufsetzen der 3D-Brille begreifen wir, was sich hinter Sine Mora wirklich versteckt. Atemberaubende Harmonie zwischen bespielbaren und dargestellten Dimensionen. Das Gameplay knüpft gnadenlos an die Erfolge alter Tage an. Kein großes Tamtam, nur überdimensionale Explosionen. Es mag sein, das der simple Blick auf Screenshots etwas eintönig und altbacken wirkt, doch wie bereits erwähnt, hinter "Sine Mora" versteckt sich ein kleines Kunstwerk. Wer mehr Details zu diesem Spiel lesen möchte, dem sei die bereits erschiene Review zum Spiel hier auf Consolewars wärmstens ans Herz gelegt.
Ein weiteres ambitioniertes Projekt hört auf den vielleicht gar nicht so ungewöhnlichen Namen "Black Knight Sword". Viel ungewöhnlicher ist die Komposition. Im Gegensatz zu "Sine Mora" wird hier weniger mit aufwendiger Technik geprahlt, sondern mehr der künstlerische Aspekt in den Vordergrund gehoben. Die restlichen Zutaten des Rezeptes bleiben aber gleich. Grasshopper Manufacture möchte mit einem älteren Spielgenre und neuen kreativen Ideen eine ganz besondere Welt erschaffen. Der schwarze Ritter läuft hierbei ganz in Jump´n´Run Manier von links nach rechts und metzelt dabei blutreich in Szene gesetzt, Gegner nieder. Der Spieler wird dabei stark an Achtzigerjahre-Klassiker wie "Ghouls´n Ghosts" erinnert. Die Inszenierung folgt dabei aber einem grundlegend anderen Konzept. Der Rand des Bildschirms ist mit einem Bühnenvorhang verkleidet und der Spieler wird einfach das Gefühl nicht los, dass die Entwickler große "Monty Python" Fans sind. Jeder der schon einmal die Serie der englischen Comedy-Gruppe gesehen hat, kennt die berühmten Cut-Out-Animationen und die finden sich im ähnlichen Stil in diesem Spiel wieder. Dadurch entwickelt der eigentlich relativ simple Hack´n´Slay Titel einen ganz eigenen Charme und es bleibt abzuwarten, welche Gimmicks dieser im Sommer erscheinende Titel noch vorzuweisen hat.
Das dritte vor Ort präsentierte Spiel hört auf den etwas seltsamen Namen "Bang Bang Racing". Dabei handelt es sich um eine Mischung aus "Micro Machines" und "Mario Kart", was ohne Zweifel kein schlechter Ansatz ist. Zwar wirken Grafik und Design ein wenig altbacken, doch in erster Linie soll hier der arcadelastige Spaß im Vordergrund stehen. Mit bis zu vier Spielern fetzt man aus der Vogelperspektive über den Parcour, wobei Wetter und Umgebung großen Einfluss auf das Rennen nehmen können. Auch Boxenstopps sind Pflicht und bringen einen Touch von Taktik mit ins Geschehen. Trotzdem, große Sprünge kann dieser Titel leider nicht machen, dafür ist sein Gameplay zu sehr auf kurzweilige Action ausgerichtet. Vielleicht ändert ein tieferer Blick in das Spiel aber die Meinung.
Während der ganzen Zockersession standen die Entwickler stets mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten geduldig die Fragen der Presse. In einer unglaublich lockeren Atmosphäre plauderten die Entwickler über ihre Inspirationen und eigenen Vorlieben. Ansichten zur Lage der Videospieleindustrie wurden ebenso unterhaltsam diskutiert, wie Pläne für die Zukunft. Creative Director Theodore Reiker kündigte dabei an, dass Digital Reality bereits an einem neuen Arcade Titel arbeitet.
Zusätzlich stand Akira Yamaoka Consolewars in einem ausführlichen Interview Rede und Antwort. Hier plauderte er über seine Arbeit für "Sine Mora", aber auch über die Zeit bei Konami und seine zukünftigen Projekte. Dieses Interview werden wir euch dann nächste Woche in einem eigenen Feature präsentieren. Freut euch schon drauf!
Abschließend bleibt zu sagen, dass London stets eine Reise wert ist und mit Digital Reality ein aufstrebender Spieleentwickler einen Achtungserfolg gelandet hat. Grasshopper Manufacture wird uns in den kommenden Wochen mit "Lollipop Chainsaw" sowieso ausreichend beschäftigen und Consolewars freut sich auf ein baldiges Wiedersehen mit sehr charmanten Gastgebern.

