Was haben alle Games gemeinsam?
Ihr glaubt, dass ihr alleine Prinzessin Peach gerettet habt und ihr die Entscheidung hattet, dass Mario die Beine in die Hand nahm? Was lässt euch bei Zelda das Herz rasen und bei Star Fox die Hände schwitzen?
Gibt es einen besonderen Aspekt, der uns unterbewusst beeinflusst und der entscheidet, ob ein Spiel gut oder schlecht ist? Für viele ist die Grafik ein Hauptfaktor und einige schwören auch auf eine epische Hintergrundgeschichte.
Doch darf ich behaupten, dass diese Dinge alle zweitrangig sind? Denn ohne das spezielle Etwas, ohne diese kleine und doch ebenso große Sache wäre all die Grafik und jede ach so tolle Story nicht nur zweitrangig, sondern schlichtweg langweilig. Natürlich spreche ich hier von der Musik.
Ohne Musik ist ein Spiel nur ein Bruchteil seiner selbst. Die Musik verleiht dem Spiel eine Seele. Sie verleiht ihm ein Wesen und ein Leben. Der Wiedererkennungswert eines Spiels steigt dramatisch und kann zum Haupt- und Angelpunkt einer ganzen Serie werden.
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Es mag viele Komponisten in der Branche geben, doch Koji Kondo weiß mit seinen Melodien zu verzaubern. Seine Stücke sind sehr beliebt und jeder Gamer kennt die bekanntesten Lieder von ihm. Mit minimalistischen Möglichkeiten hat er es geschafft Melodien niederzuschreiben, welche bis heute überdauert, neu arrangiert und immer wieder erweitert werden.
Geboren wurde der heute 51 Jahre alte Koji Kondo am 13. August 1960 in der Großstadt Nagoya in Japan. Er zeigte schon im frühen Kindesalter Interesse an der Musik und begann mit 5 Jahren zu Hause an einer elektrischen Orgel sein Talent zu entdecken. Er hatte niemals vor Game Musik Komponist zu werden, denn eher gefiel ihm der Gedanke irgendwann einmal ein erfolgreicher Pianist zu sein. Er führte ein gewöhnliches Leben, absolvierte die Oberschule (wie die meisten) Japaner und studierte an der Kunsthochschule Osaka. Dort lernte Kondo Cello und Klavier spielen und man möge meinen, dass solch ein erfolgreicher Komponist fähig ist mehr Instrumente zu beherrschen, aber nur diese Beiden hat er zu spielen gelernt. Er hat eine Vorliebe für Rock, Jazz und Latin Musik und zu seinen Idolen zählte damals Henry Mancini, welcher bekannt ist für die Titelmusik des rosaroten Panther.
Er war auch an den akustischen Möglichkeiten der damaligen Synthesizer und Computer interessiert und schrieb BASIC Programme für die eigene Musik Gestaltung am PC zu Hause. 1981 begann er sich für Automatenspiele zu faszinieren. Besonders das Spiel Donkey Kong hatte es ihm angetan und Kondo selbst hat gesagt, dass ihn die Spiele sehr interessierten, weil es genau die Art von Musikgestaltung war, nach der er schon immer gesucht hat. Als dann Nintendo anfing, an seiner Universität Komponisten für Video Spiele zu suchen, bewarb sich Kondo sofort und wurde aus Personalmangel direkt eingestellt. Er wurde lediglich einem Test unterzogen, um sein musikalisches Können zu prüfen. Nintendo hat damals nicht gewusst, dass sie einen wahren Glücksgriff landeten.
Wer weiß ob Mario und Link heute auch solch einen Erfolg feiern würden, wenn Kondo nicht von Nintendo akzeptiert worden wäre? So wurde Koji Kondo 1983 als Künstler und Designer für Videospiel-Musik bei Nintendo kabushiki-gaisha eingestellt. Er schaffte es ab dato jeder Konsole Nintendos Zauberklänge zu entlocken. Sei es mit schrillen Piepstönen aus dem NES oder mit genialer Orchestermusik aus der Wii. Die musikalische Darbietungsleistung stieg stetig an, genau wie die Darstellung der Grafik. Einige seiner ersten Titel waren Golf und Punch-Out!! Weitere Größen, die im Laufe der Jahre hinzugekommen sind, sind Pilotwings, Star Fox und Super Smash Bros.
Super Mario und The Legend of Zelda
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[/aside]Doch am bekanntesten sind Nintendos All-Time Favorite Aushängepferde Super Mario und The Legend of Zelda. Bei diesen Meilensteinen der Videospielgeschichte war Kondo von der ersten Stunde an verantwortlich für die musikalische Untermalung der Abenteuer und er ist bis heute bei jedem Teil der beiden Franchises mindestens als Helfer, aber meistens als Komponist tätig gewesen.
Hätten wir es jedoch jemals für möglich gehalten, dass das Stück mit dem er am meisten Probleme hatte gleichzeitig seinen Durchbruch bedeutete? Die Main Theme von Super Mario Bros. bescherte ihm wahrscheinlich einige schlaflose Nächte. Es war sehr schwierig einen Rhythmus zu finden, der mit Marios Rennen und Springen perfekt harmonierte. Aber nach unzähligen Stunden hat Kondo es geschafft die Melodie zu kreieren, die damals mitgeholfen hat einen Videospiele-Boom auszulösen und heutzutage sogar ein sehr erfolgreich verkaufter Klingelton ist.
Wegen solchen Schwierigkeiten war er anfangs nicht wirklich glücklich mit seinem Job. Die 6 Töne des NES boten nicht viel Platz für Vielfältigkeit. Aber er ist Nintendo treu geblieben und mit den Jahren wuchs auch die Reichhaltigkeit an technischen Möglichkeiten Game Musik zu schreiben.
Kondo hat seinen eigenen Stil und hat ihn seit seiner Einstellung von Nintendo nicht geändert. Dies war auch ein Grund um seinen Musikstil zu kritisieren und Kondo entschloss sich für das Nintendo 64 Spiel The Legend of Zelda: Ocarina of Time einen andere Darstellungsweise der Musik zu verwenden. Daraufhin wurde er von den Fans in die Kritik gestellt, die alten Zelda Themes zu vernachlässigen. Kondo gehört zu den Personen, die es gut finden, dass Link niemals selbst spricht oder gar synchronisiert wird. Er vertritt die Meinung, dass es sehr wichtig ist, damit der Spieler selbst zu Link wird und seine Gefühle und Emotionen teilt. Er sagt, wenn wir eine andere Person durch Link sprechen hören, wird die Identifikation mit ihm gestört und wir können schwieriger oder schlimmstenfalls gar keine Verbindung zu Link aufbauen.
Nichtsdestotrotz gilt bei Koji Kondo: Geht ins Ohr, bleibt im Kopf! Anfangs schlängeln sich die Melodien in den Schädel wie ein Ohrwurm, doch dann sind diese Klänge zu einprägsam und zu glanzvoll, als dass man sie je wieder vergessen möchte. Er trug einen beachtlichen Teil dazu bei, dass die Videospiele heute so sind, wie wir sie kennen und lieben. Ohne Kondo hätte Mario es wohl kaum geschafft zum ersten mal Peach zu retten und nur wenige hätten es durchgestanden mit Link auf dem NES die Fragmente des Triforce der Weisheit zu suchen.
Also lasst uns alle gemeinsam dem akustischen Meister der Nintendo Spiele die Ehre erweisen, denn was wäre Link gewesen ohne seine Ocarina der Zeit und Mario ohne Borom Bomm Borom Bomm
Bomm!
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Wuscher
19:21 27.12.11 3.
Schön, dass mal dem guten Kondo gehuldigt wird, absolute Koryphäe der Mann
mitch
19:22 27.12.11 4.
kondo
Pinaccle
19:25 27.12.11 5.
Tesius
3headedmonkey
19:26 27.12.11 6.
mir gefallen seine 8 bit entwürfe am besten. nach oot macht er so oder so viel weniger und besonders toll sind sie jetzt auch nicht
Provence
19:29 27.12.11 7.
der hats drauf
Toocay
19:30 27.12.11 8.
Koji Kondo


Guter Artikel
Großartiger Komponist
DarkLord87
19:33 27.12.11 9.
Schön, dass mal dem guten Kondo gehuldigt wird, absolute Koryphäe der Mann
Avalon
19:35 27.12.11 10.
Koji Kondo ist der Shigeru Miyamoto der Musik.

Stücke wie "Sarias Song", "Gerudo Valley" oder "Dragon Roost Island" werden immer im Gedächtnis bleiben.
BornToFrag
19:49 27.12.11 11.
Die 6 Töne des NES boten nicht viel Platz für Vielfältigkeit
Damn, nur 6 Töne (!_!)' Gerade GameBoy-Melodien sind bei mir hängen geblieben. Vielleicht braucht es auch keine Dolby-Digital-THX-Surround-Sound-Multilayer-Anlage mit 10000000000000000 Kanälen... sondern einfach nur 6 Töne
Hat zwar nix mit NES zu tun, aber ich kenn noch gut die Melodie von Monkey Island 1 (die beim Zirkus).
Ein BIG THX an Tesius, sehr guter Newsbeitrag!!
Abendlaender
20:00 27.12.11 12.
Koji Kondo ist ein grandioser Komponist

Der OoT Soundtrack ist ein Meisterwerk
Sehr interessant das ganze
Provence
20:23 27.12.11 13.
mir gefallen seine 8 bit entwürfe am besten. nach oot macht er so oder so viel weniger und besonders toll sind sie jetzt auch nicht
Also ich find den Wind waker OST besser
RaideeN
20:24 27.12.11 14.
pure genius.

das zusammentreffen kondos mit miyamoto ist einer dieser seltenen glücksfälle der menschheit, wenn genies zusammentreffen. ähnlich wie bei spielberg und williams, mcartney und lennon oder dick und doof.
3headedmonkey
20:29 27.12.11 15.
Also ich find den Wind waker OST besser
wind waker geällt mir auch am besten. irc soll kondo aber nur 2 lieder dazu kompeniert haben
MTC001
20:30 27.12.11 16.
Ohne Kondo wäre Nintendo nur halb so gut. Der Mann hat Zelda und Mario geprägt wie sonst nur Miyamoto
Was der Mann aus dem NES gezaubert hat war legendär, da konnte höchstens Takashi Tateishi mithalten(Megaman).
--=Kenny=--
21:08 27.12.11 17.
Die Musik verleiht dem Spiel eine Seele
Ja, selbst heute noch überrascht es mich wie emotional das ganze sein kann. Wenn man die alten tracks von früher nochmal hört, kann das wie ne Zeitreise sein.
Rhino
21:21 27.12.11 18.
Tesius ... beste
Wiimensch
21:28 27.12.11 19.
Klasse.
mellowdy
22:38 27.12.11 20.
kondo > all
PeterGerri
00:48 28.12.11 21.
War das zufällig dein Beitrag zur Schreiberlingsbewerbung?
Haru
07:26 28.12.11 22.
Koji Kondo


Guter Artikel
Großartiger Komponist
KayJay
14:41 28.12.11 23.
War er auch für Super Mario Land (Gameboy) zuständig?
Ich fand die Hauptmusik von Mario Land 1 noch besser als die von Mario Bros 1.
KrateroZ
20:46 28.12.11 24.
Koji Kondo, der Altmeister!
Belphegor666
20:48 28.12.11 25.
Die 6 Töne des NES boten nicht viel Platz für Vielfältigkeit.
Das halte ich für ein Gerücht.
Laut Wikipedia (wie immer ist der engl. Eintrag ausführlicher) hatte das NES 5 Soundkanäle und allerlei verschiedene Wellenformen und sogar schon von Haus aus die Fähigkeit, auch Samples abzuspielen (aber anstatt das man einen Soundchip verwendete, war der Sound wohl in der CPU integriert). Letzteres (sprich: Samples) ging z.B. ohne Tricks bei dem außerdem nur mit 3 Kanälen bestückten SID-Chip des C64 nicht. Auch ansonsten schaut es auf dem Papier so aus, als sei der Soundchip des C64 dem des NES unterlegen gewesen... nur hat man das in der Realität nie gemerkt.
Denn das für meine Ohren eher nervtötende Gepiepe der Soundchips sämtlicher 8-bit Konsolen (bis hin zum IMHO eher magerem Sound sogar des GBAs) konnte nie dem Sound des SID das Wasser reichen. Weshalb ich es immer noch nicht verstehen kann, weshalb dieser Chip nicht größere Verbreitung und Popularität (abseits vom C64) zu damaligen Zeit fand und statt dessen sogar nach dem C64 eher magerer Sound (es sei denn es wurden statt Chip-Tunes wirklich echte Samples verwendet) aus den Konsolen schallte.
paskoww
12:42 29.12.11 26.
pure genius.

das zusammentreffen kondos mit miyamoto ist einer dieser seltenen glücksfälle der menschheit, wenn genies zusammentreffen. ähnlich wie bei spielberg und williams, mcartney und lennon oder dick und doof.
Spielberg und Williams
Provence
19:42 14.01.12 27.
wind waker geällt mir auch am besten. irc soll kondo aber nur 2 lieder dazu kompeniert haben
Dennoch kann der das
aber echt :/
Nitrogen
23:11 17.01.12 28.
Also meine most loved Zelda Soundtracks sind immer noch Ballad of the Goddess (skyward sword) und der Geistertempel aus OoT
Koji Kondo,
Stephan
19:49 25.01.12 29.
guter mann, wobei das wort episch wohl kaum zutreffen mag, genial eingängig vielleicht, episch sind andere komponisten
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