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GamesCom'11: Prey 2

Vom U.S. Marshall zum Kopfgeldjäger...

Sonntag, 21. August 2011 um 21:24 von Pacifica



Fünf Jahre ist es her, als das Spiel Prey aus dem Hause Human Head Studios auf den Markt kam. In der Hauptrolle stand hier Domasi Tawodi, ein Cherokee Indianer und zugleich Automechaniker, der zusammen mit seiner Freundin und anderen Bekannten das Opfer einer Alienentführung wurde. Im Anschluss galt es bei Prey sich durch ein Alienschiff in der Erdumlaufbahn zu kämpfen, die Geschehnisse zu begreifen, aber auch die eigene Herkunft des Hauptcharakters zu verstehen.



Der Nachfolgetitel, den uns Bethesda auf der diesjährigen GamesCom in Köln gezeigt hat, tritt allerdings nur geringfügig in die Fußstapfen des ersten Teils. Hierbei handelt es sich nämlich um eine indirekte Fortsetzung, bei der wir in die Rolle eines ganz neuen Helden schlüpfen und uns weit entfernt von der Erde wiederfinden. Die Hauptrolle bekleidet hier der U.S. Marshall Killian Samuels der auf einem Alienschiff in der Erdumlaufbahn abstürzt und dort auch fix überwältigt wird. Daraufhin findet sich diese dramatis personae auf der, von der Erde weitentfernten Alienwelt Accidus wieder, ohne auch nur eine Erinnerung daran wie er dorthin gelangte – erst im späteren Spielverlauf sollen sich hier einige Dinge aufklären.

Der Planet Accidus ist eine Welt, die sich sehr von der unsrigen unterscheidet. Sie besitzt zwei Seiten, die konstant der Sonne bzw. der Dunkelheit des Sternenhimmels zugewandt sind. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Begebenheiten, denn während auf der einen Planetenhälfte heiße Temperaturen herrschen, so gilt es auf der anderen Seite sehr niedrige zu erdulden. Aber die eigentliche Frage hat nichts mit dem Planeten zu tun, sondern dreht sich um unseren Helden selbst. Was macht ein Mensch auf so einer fremden Welt, wie kann man dort überleben? Die Antwort: Man wird Kopfgeldjäger!



Ausgerüstet mit allerlei Gadgets gilt es fortan durch die Städte des Planeten zu reisen und sich auf die Suche nach Kriminellen und gesuchten Aliens zu machen. Die nützlichste Gerätschaft ist hier der Scanner. Mit diesem gelingt es in sekunden-schnelle alle sich im Blickfeld befindlichen Kreaturen zu scannen. Die Farbe, in die diese dann getaucht werden, zeigt an um was für Personen es sich hierbei handelt. Grün steht hierbei für uninteressante, bzw. normale Bürger und gelb für bedrohliche Entitäten. Letztere sind so beispielsweise Schläger und andere Kleinkriminelle um die man sich bei Lust kümmern könnte, was sich aber nicht wirklich lohnen würde. Stößt man allerdings auf schimmernd-weiße Aliens dann hat man ein wirklich hochbrisantes Ziel gefunden. Hierbei handelt es sich um solche Aliens, auf die ein Kopfgeld ausgelegt wurde. Das besondere bei Prey 2 ist hierbei auch die Möglichkeit sich für diverse Vorgehensweisen zu entscheiden, wie der Spieler eine solche „Beute“ erlegen möchte.



Um ein Ziel auszuschalten, beziehungsweise zu fangen, gibt es diverse Möglichkeiten. Als Beispiel zeigte uns Bethesda hier einen Gauner der sich in einer Bar im ersten Stock aufhielt. Durch den Scanner konnte man hier sogar durch die Wand schon erkennen wo die Zielperson sich befindet. Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten. Mit der Tür ins Haus fallen und wild alle Bösewichte abzuknallen oder verdeckt vorgehen und das Ziel so ohne großen Widerstand in Gewahrsam nehmen, was durch das Heranschleichen von hinten möglich ist. Geht man jedoch offen vor kann es schon vorkommen dass die jeweilige Zielperson zu fliehen versucht, sich mit Waffengewalt wehrt oder sogar Hilfe von Freunden bekommt - Was in eine ziemliche hitzige Verfolgungsjagd resultieren kann. Als ein weiteres Beispiel für die unterschiedlichen Vorgehensweisen im Spiel zeigte uns Bethesda noch ein schwer bewachtes Kopfgeld. Dieses Ziel hatte mehrere Untergebenene bei sich. Hier war es nun möglich mit dem Scanner schon außerhalb des Gebäudes einen Leutnant eben dieses Zieles zu finden und diesen als Geisel zu nehmen. Beeindrucken ließ sich die Zielperson und seine Wachen davon jedoch nicht und so eröffneten diese auch fix das Feuer, wobei auch die Geisel im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf verlor.

Ist man erst einmal hier angekommen gilt es die Wachen auszuschalten und die Verfolgung aufzunehmen. Gerade in diesem Bereich lernen wir nun noch einen anderen Schwerpunkt des Spiels kennen: Die freie Beweglichkeit in den Städten. Grenzen gibt es nämlich hier nur wenige. Der Spieler springt über allerlei Abgründe, an Vorsprünge und etliche Hauswände hoch um an sein Ziel zu kommen. Gepaart wird dies zusätzlich noch mit dem Kampfsystem, wodurch ein kontinuierliches Schießen auch im Lauf oder beim Herabhängen von Häuserkanten ermöglicht wird. Dies ist auch so gewollt, denn gerade das Deckungssystem wird so noch um eine Stufe stärker ausgenutzt, als bei manch anderem Genrevertreter.



Auch einige der Waffen des Spiels wurden uns beim Pressetermin gezeigt. Neben automatisch-abgefeuerten Mini-Raketen gibt so noch Antigravitationsgranaten, mit denen Feinde für eine Zeit in der Luft schweben oder auch das Deployable Shield. Letzteres ist eine Art Hologramm, welches überall vor sich aufgebaut werden kann, um dahinter in Deckung zu gehen. Des Weiteren gibt es auch noch einen Nightvision Modus um auch in der Dunkelheit sehen zu können. Die aber wohl mit wichtigste Waffe ist das Boladero. Eine Wurffessel, mit der flüchtende Übeltäter gefangen werden können. Ist es dann soweit kann man sich zudem noch entscheiden ob man diese Bösewichte verhören möchte, ober direkt zum eigentlichen Clienten schicken will. Auch kann es vorkommen dass die gefangene Beute einen Deal rausschlagen will, und beginnt euch zu bestechen. Allerdings gilt es hier vorsichtig zu sein, denn dies kann Auswirkungen auf eure Reputation haben. Ähnliches gilt übrigens auch für das Töten von Zivilisten, wozu auch das Treten eben solcher Individuen von Häuserbrüstungen gehört.

Prey 2 wird im Laufe des Jahres 2012 erscheinen und wirkt, insbesondere im Vergleich zum Vorgänger, sehr vielversprechend.

Eindruck: Gut



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