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GamesCom'11: Dishonored

Stealthaction in einer düsteren Welt...

Mittwoch, 24. August 2011 um 04:35 von Pacifica



Entwickelt von Arkane Studios und mit Bethesda als Publisher wird im kommenden Jahr ein Titel für Xbox 360 und PlayStation 3 auf den Markt kommen, von dem man bis Dato noch nicht viel zu hören bekommen hat. Viele werden vermutlich mit dem Namen des Spiels, Dishonored, auch kaum was anfangen können, doch dies wird sich spätestens jetzt ändern. Denn auf der diesjährigen GamesCom hatten wir das Vergnügen von Bethesda eingeladen worden zu sein, um einige erste Blicke in das Spielgeschehen von Dishonored zwagen zu können. Bedenkt man zusätzlich noch, dass hinter diesem Titel ein Team steht, zu dem unter anderen auch Lead Designer Harvey Smith (Deus Ex, Thief Deadly Shadows) und Raf Colantonio (Arx Fatalis, Dark Messiah of Might and Magic) gehören, dann können wir gespannt sein, was für ein Game am Ende dabei herauskommt - Eine hochbristante Mischung ist es allenfalls. Es sei jedoch noch gesagt, dass uns eine frühe Pre-Alpha Version gezeigt wurde. Das präsentierte Spielgeschehen wurde aus mehreren Produktionsschnipseln zusammengekleistert und wird in dieser Form daher wohl nicht in das Endprodukt einfließen.



Der Spieler schlüpft in Dishonored in die Rolle von Corvo, welcher zur Leibgarde der Kaiserin gehört. Um genau zu sein müsste hier die Vergangenheitsform angewandt werden, denn die Kaiserin wurde ermordet und der Übertäter Lord Regent bezichtigt den Spieler mit dieser Tat, der daraufhin im Kerker landet. Eine schillernde Karriere ist beendet und der Kerker das neue Zuhause. Aber was wäre Dishonored für ein Spiel, würde hier das Game Over bereits eingeläutet werden? Daher gilt es fix auszubrechen und sich seinen Weg zu bahnen um eventuell am Ende Rache zu nehmen.



Die Geschichte spielt in der Stadt Dunwall, die sichtlich unter der neuen Herrschaft zu leiden hat. Hierbei handelt es sich übrigens um eine alternative Realität zur unsrigen Erde. Eine die ähnlich weit, sich technologisch jedoch etwas anders entwickelt hat. Das Spielprinzip selbst kann unterschiedlich genutzt werden um voran zukommen. Entweder man geht direkt auf die Gegner zu und erledigt einen nach den anderen, oder aber man nutzt die zahlreichen Möglichkeiten um verdeckt vorzugehen - Stealth ist eine Thematik, auf die man bei Dishonored sehr großen Wert gelegt hat. Dementsprechend soll das Spiel auch sehr unterschiedlich aufgenommen werden können, je nach Spielart und je nach den Wegen die man beschreitet.



Die erste Mission die uns Bethesda präsentiert hat, zeigte unseren Helden, wie er das Level durch die Kanalisation im Hafen betrat. Dieser Standpunkt ist übrigens gleichzeitig der Endpunkt der Mission gewesen, zu dem es am Ende zu flüchten galt. Gleich oberhalb einiger Treppen im Hafen konnte man bereits die ersten Bewohner Dunwalls erspähen. Hierbei handelte es sich um einige Männer, welche mehrere Leichen im Meer versenkten. Hier kam es auch schon zur ersten Überlegung: Soll man diese direkt konfrontieren, oder eine kleine Klettereinlage vornehmen um eben diese Mannen zu umgehen? Derartige Entscheidungen gilt es im gesamten Spielverlauf zu treffen, und es sei geraten nicht immer den direkten Weg zu nehmen, denn dadurch verpasst man tatsächlich diverse und teils spektakuläre Möglichkeiten, um sich seiner Feinde zu entledigen. So galt es an einer Stelle ein Sicherheitstor zu aktivieren, durch das zuvor ein Soldat ständig hin und her patrouillierte. Nach Aktivierung wurde dieser gegrillt. Getöte Feinde können übrigens in alter Hitman Manier fortgetragen und beispielsweise in Müllcontainern versteckt werden.



Insgesamt stehen dem Spieler zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Verfügung, die einen helfen ungesehen voranzukommen. So kann durch Schlüssellöcher geschaut, Taschendiebstähle vorgenommen, um Ecken geblinzelt und sogar kleine Tiere kontrolliert werden. Zu letzteren gehören Ratten und auch Fische die man aus der First Person Perspektive steuern kann, um so zum Beispiel Wege und Gefahren auszukundschaften. Aber Vorsicht, denn Wachen hassen Ratten und pflegen diese ohne zaudern zu zertreten! Neben dem Kontrollieren von Tieren gehören aber auch noch einige andere magische Fähigkeiten in das Repertoire unseres Helden. So kann er sich über kurze Distanzen, wie beispielsweise von Dach zu Dach, über Straßenschluchten hinweg, teleportieren, die Zeit kurzzeitig enorm verlangsamen, einen Windstoß einsetzen und sogar Ratten beschwören. Während die Zeitmanipulation und der Windstoß eher für das Kampfgeschehen geeignet sind und mit dem Windstoß sogar Türen aufgebrochen werden können, so steckt hinter dem Beschwören der kleinen Nager noch etwas mehr. Ratten sind in Dishonored nämlich ein sehr wichtiger, wenn auch oft lästiger, Bestandteil. Sie sind in ganz Dunwall vertreten und streift man so durch die engen Gassen der Stadt, dann trifft man immer wieder auf diese kleinen Kerlchen, die übrigens sehr dynamisch agieren. Kommt man ihnen zu nahe so kann es gut vorkommen dass man von ihnen angegriffen wird, was aber auch Gegner betrifft. Mit dem Beschwörungszauber ruft man zudem einen ganzen Schwarm herbei, die keine großen Probleme haben sogar ganze Gruppen von bewaffneten Gegner zu töten und anschließend zu vertilgen. Auch ist es hier möglich ein derart beschworenes Tierchen mit dem Kontroll-Zauber zu beherrschen. Wie viele Möglichkeiten im finalen Produkt allerdings eingebaut werden und wie sehr diese Funktionen dann tatsächlich angewandt werden können, bleibt abzuwarten. Die Möglichkeiten hier sind allerdings enorm.



Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Spiels ist selbstverständlich das Kampfsystem. Der Spieler wird hier in der Lage sein bis zu zwei Waffen simultan zu führen. In der rechten Hand eine Schusswaffe und in der linken einen Dolch oder ein Schwert. Während man hier mit beiden Angreifen kann, können lediglich die Klingenwaffen zum Blocken verwendet werden, was wiederum ein genaues Timing vom Spieler abverlangt. Auch wenn manche Situationen es unmöglich machen in den Schatten zu verweilen, so sollte man doch nicht die Möglichkeiten im Stealth unterschätzen. Hier ist es nämlich möglich sich von hinten anzuschleichen um einen Gegner schnell und effizient auszuschalten, und auch das Herabspringen auf einen Feind, um eben diesen mit einem Stealth-Finishing Move zu erledigen, ist im Bereich des Möglichen. Auf der anderen Seite jedoch werden die meisten magischen Fähigkeiten auf diesem Wege nur noch selten zum Einsatz kommen, wobei abzuwarten gilt, wie oft man diese überhaupt nutzen kann.

Eindruck: Vielversprechend



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