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E3-Fazit: Wer hatte die beste Show für 2015?

Die E3 nähert sich ihrem Ende und wir beurteilen ob Microsoft, Sony oder Nintendo dieses Jahr am meisten beeindrucken konnten.

Freitag, 19. Juni 2015 um 13:12 von HatWolf

Die E3 ist wieder einmal vorbei und es ist Zeit darüber nachzudenken, welcher der drei großen Konsolenhersteller dieses Jahr die beste Presse-Präsenz hatte. Natürlich betrachten wir hierbei nur Microsoft, Sony und Nintendo - Bethesda, Ubisoft, EA und Square Enix lassen wir im Vergleich außen vor, da es natürlich hier um die Beurteilung zwischen Xbox One, PlayStation 4 und Wii U geht. Doch nur um auch die Dritthersteller kurz zu erwähnen, verlieren wir noch ein paar Worte über die E3 im Ganzen. Insgesamt war die Show 2015 tatsächlich erstaunlich gut, zumindest besser als man vorher hätte annehmen können. Bethesda veranstaltete seine erste E3-Pressekonferenz in der Firmengeschichte, waren aber auch sofort großartig dabei und konnten ihre wenigen Spiele hervorragend präsentieren. Glanzpunkt war natürlich Fallout 4 und Doom, etwas schwächer zeigte sich dann Elder Scrolls Legends. Schlussendlich muss man aber genau so Gameplay zeigen, um Spielern den Mund wässrig zu machen. Ubisoft war insgesamt ebenfalls solide, von einigen hoch peinlichen Momenten einmal abgesehen (Memes funktionieren so nicht, Ubisoft!), doch auch hier brachte man die Videospiele in den Vordergrund und stellte mit For Honor auch eine interessante, neue IP vor. Vor allem eine IP, die nicht nach ihrem üblichen Watch_Dogs/Far Cry/Assassin’s Creed-Open World Schema aussah und das ist schon einmal ein großer Pluspunkt. Nach diesen beiden recht gelungenen Pressekonferenzen zeigte sich EA wiederum äußerst schwach, da man zwar Star Wars: Battlefront gelungen (wenn auch auffallend gescripted) präsentierte, aber dies auch als Aufhänger nutzen musste, damit überhaupt jemand die unterdurchschnittlichen anderen Inhalte tolerierte. Mass Effect: Andromeda existiert, aber ohne Gameplay kann man sich kaum einen Eindruck davon machen, dann auf der E3 gegenüber einer Hobbyspieler-Zuschauerschaft Mobile Games mit Minions zu präsentieren oder über viel zu lange Zeit über Sport-Sport-Sport-mehr-Sport zu sprechen ist definitiv die falsche Art jemanden für eine Pressekonferenz zu begeistern. Schlussendlich bewies Square Enix am Ende noch, warum man auf einer Präsentation Videospiele zeigen muss und nicht nur darüber reden soll - Nette Ankündigungen, aber die Hälfte der Zuschauer dürfte aus Langeweile weggeschaltet haben, weil die Präsentierer offensichtlich nicht wirklich souverän wirkten und eher recht unbeholfen ihre Produkte vorstellten. Aber das waren die Dritthersteller. Wie sieht es mit den drei großen Konsolen-Konkurrenten aus? Schauen wir uns die nach und nach im Detail an.


Recore: Die neue IP des Mega Man-Schöpfers sieht interessant aus, wir hätten
nur gerne auch etwas Gameplay gesehen.

Die Xbox Pressekonferenz machte den Anfang und reihte sich recht passend in der Qualität zwischen Bethesda und Ubisoft ein. Besser als erwartet und durchaus kompetent. Man widmete sich den Games als Hauptfokus, was gerade bei Microsoft sehr erfrischend ist, wenn man die letzten Jahre bedenkt, in der man uns mit TV-Features und Kinect bombardierte. Halo 5: Guardians war ein außerordentlich guter Start, vor allem da man sich hier offenbar bewusst zu sein scheint, was die eigene Zielgruppe will und erwartet. Danach brachte man gleich eine neue IP von Keiji Infafune, genannt Recore, was eine vielversprechende Sache ist, Problem ist natürlich wieder der Mangel an tatsächlichem Gameplay. Der Trailer in einer postapokalyptischen Welt (offenbar ein tragendes Thema der E3 dank Fallout und Sonys neuer IP) mit einer Wüsten-Wanderin und ihrem Robo-Hund ist charmant, sagt aber noch nicht viel über das Spielkonzept an sich aus. Das dürfte vermutlich das Hauptproblem an der Microsoft-Konferenz gewesen sein, mehr CG-Trailer, weniger richtige Vorstellungen. So leider auch bei Plants vs. Zombies 2, Forza Horizon 6, Dark Souls III, The Division. Dafür durfte an dieser Stelle hier noch einmal Fallout 4 glänzen. Die Ankündigung der Abwärtskompatibilität für Xbox 360-Spiele dürfte aber vermutlich mit gemischten Gefühlen aufgenommen werden sein. Es ist befremdlich, dass dies als einer der großen Pluspunkte für Microsoft nun gilt, wo uns doch seit der Ankündigung der Xbox One eingeredet wurde, dass wir uns angeblich für Abwärtskompatibilität nicht interessieren würden. Dass Microsoft aber erkennt, dass dies nicht der Fall ist und nun daran arbeitet, ist aber natürlich vorbildlich. Darüber hinaus gab es auch bereits für die XBOX 360 partielle Rückwärtskompatibilität zu Original XBOX spielen. Ein ganz neuer Hase wurde da nicht aus dem Hut gezaubert. Der Elite Wireless Controller für Xbox One und Windows 10 wiederum ist überraschend und vielseitig, dürfte aber mit 150 Euro den meisten etwas zu sehr zu Buche schlagen. Zwei Dinge stehen bei der Xbox Pressekonferenz aber deutlich heraus, eine sehr gute Sache und eine sehr schlechte. Die gute ist natürlich der Mod-Support für Fallout 4. Es wäre absolut großartig, wenn sich alle Konsolen gegenüber den Mods öffnen, die PC-Gamer auf der Plattform ihrer Wahl erleben, einfach weil Mods immer zur Langlebigkeit der Videospiele beitragen, ohne dass Entwickler auch nur einen Finger rühren müssen. Es ist eine gute Sache und Microsoft macht einen kleinen Schritt in die richtige Richtung, von der man nur hoffen kann, dass andere diesem Beispiel folgen. Wiederum furchtbar ist, dass man nun auch Early Access auf die Konsole holt, etwas von dem PC-Gamer ebenfalls bereits genervt sind. Bei Xbox Game Preview muss man wirklich schon den Atem anhalten, dass es dort nicht tatsächlich groß Fuß fasst. Zumindest zeigte man viele interessante Indie-Spiele, sei es nun Beyond Eyes oder Cuphead. Nur ob man Dean Hall nach dem Desaster mit DayZ noch zu einem weiteren Projekt trauen sollte, sei mal dahingestellt. Fortan demonstrierte man noch zwei weitere Spiele im Detail, nämlich das zeitexklusive Rise of The Tomb Raider und Gears 4, beide sahen stimmig aus. Auch Rare kam noch zum Zuge, leider jedoch nicht so beeindruckend, wie man es sich vorher erhofft hatte. Alle alten Rare-Spiele auf einer Xbox One-Disc zu veröffentlichten ist eine nette Idee, für allem für den Preis von 30 Euro, da nicht wenige der Arcade-Spiele unmöglich anders zu bekommen sind, doch die neue Rare IP wurde mit einem recht nichtssagenden Trailer präsentiert. Sea of Thieves ist konzeptuell als Piraten MMO ganz spannend, bisher hat man aber nichts gesehen, was es einen wirklich spielen lassen möchte. Letztes großes Thema war die MS HoloLens - coole Demonstration und beeindruckende Technologie, doch ihr tatsächlich Gebrauch bei Videospielen ist zweifelhaft. Das Live Beispiel mit Minecraft war amüsant, aber mehr auch nicht. Es ist zu bezweifeln, dass irgendwer tatsächlich Mojangs Klötzchenspiel auf diese Art und Weise dauerhaft spielen will. Insgesamt aber gab sich Microsoft hier Mühe den Spieler etwas zu präsentieren und das kann man durchaus anerkennen. Insgesamt ist die Xbox Pressekonferenz dieses Jahr sehr ordentlich gewesen.

Highlights: Recore, Xbox 360-Abwärtskompatibilität, Mods für Konsolen


Größte Enttäuschung: Nichtssagender Trailer für Sea of Thieves, zuviel GC-Trailer mit zu wenig Gameplay



Sony spielt den Totenbeschwörer und bringt The Last Guardian aus der Versenkung zurück.
In der ganzen Präsentation gab es so immer wieder angenehme Überraschungen.

Nach Microsofts durchaus ordentlicher Leistung, musste sich Sony schon etwas anstrengen, um dies zu überbieten. Und haben sie das geschafft? Ja, eindeutig. Es ist angenehm zu sehen, dass große Konkurrenten hier beide gut abliefern, doch Sony hatte zweifelsohne die besten Ankündigungen auf Lager. Angefangen mit der Auferstehung der Toten: The Last Guardian. Ein Projekt, welches wohl bereits vollkommen abgeschrieben wurde, erscheint endlich wieder auf der E3 und das sogar mit einem Trailer, der Gameplay demonstriert. Optisch hat sich seit der PS3 offenbar leider nicht so viel getan, die Atmosphäre und die interessante Interaktion der beiden Hauptfiguren ist weiterhin erhalten. Nun soll es für die PlayStation 4 in 2016 erscheinen und man kann nur hoffen, dass Sony nun auch ihr Wort hält. Und gleich danach ging man zu einer neuen IP über, die man wohl für die Antwort auf Microsofts Recore halten könnte: Horizon Zero Dawn. Ebenfalls postapokalyptisch, wieder mit weiblicher Hauptfigur und auch mit Robotern. Nur der Name wirkt wie aus einem Zufallsgenerator gefallen. Der Trailer geht aber im Gegensatz zu Recore in Gameplay-Material über, was hier einige wichtige Pluspunkte bringt. Und das Spiel sieht gut aus, irgendwo zwischen Monster Hunter, The Last of Us und Enslaved: Odyssey to the West. Wirklich interessant für die PlayStation 4 war aber auch Street Fighter V, welches wie wir ja wissen, nicht für die Xbox One erscheint und somit für Fighting Game-Fans ein großes Argument für Sony ist. Das gilt wohl auch für No Man’s Sky, welches dieses Jahr für die E3 zurückkehrte, aber nun nicht wirklich viel neues zu zeigen hatte und auch keinen Release-Termin mitbrachte. Das mit Abstand am schwierigsten zu beurteilende Spiel war dann schon Dreams, ein weiteres Projekt in der Spieler kreativ werden und Träume zusammen basteln können - ob ein Spiel, ein Musikvideo oder ein Bühnenstück. Was aber das in der Realität bedeutet, bleibt unklar und somit fraglich. Auch Drittanbieter bekamen wie bei Microsoft auch einen Platz in auf Sonys Bühne eingeräumt: Ein stylischer Trailer für das neue Hitman, dann noch einer für Assassin’s Creed: Syndicate, beide aber ohne Gameplay. Auch das neue Batman: Arkham Knight durfte sich einmal zeigen. Die Vorstellung der neuen Erweiterung The Taken King war für Destiny-Fans immerhin sicher ganz spannend. Schließlich gelang Sony aber der große Wurf: Nach einer kurzen Ankündigung von World of Final Fantasy bestätigte man das von Fans lang geforderte Final Fantasy VII-Remake, gefolgt von Begeisterungsstürme des Publikums. Die Exklusivität für die PlayStation 4 ist aber nicht gesichert, genau wie Tomb Raider ist es wohl nur zeitlich begrenzt, doch trotzdem lebt eine Pressekonferenz von solchen Überraschungen. Und sofort danach gelingt das Sony gleich noch einmal, nämlich dadurch, dass sie die Kickstarter-Kampagne von Shenmue III vorstellen. Dieses Spiel erscheint ebenfalls für PlayStation 4 und PC und war schon 12 Stunden nach der Ankündigung ein Erfolg auf Kicktstarter, zwischendurch brachten die Masse an willigen Spender sogar dessen Server offline. Natürlich gab es auch was zu Projekt Morpheus zu sehen, allerdings läuft Sony hier in das gleiche Problem wie Microsoft mit HoloLens: Es sieht ganz gut aus, aber es ist fraglich wie stark es sich am Ende durchsetzt. Was das TV- und Musik-Service angeht, so sind solche Themen auf jeder Konferenz eher ein Show Stopper, aber zumindest platzierte man sie in der Konferenz nach den großen Gaming News, was es wesentlich erträglicher machte. Merkwürdig und fast befremdlich wiederum war es zu sehen, dass Call of Duty nun mit zeitexklusivem DLC und auch die Beta für die PlayStation 4 kommt. Man kann von dem Franchise natürlich halten, was man will, aber nach Jahren der Partnerschaft mit Microsoft ist der Wechsel auf PlayStation durchaus bemerkenswert. Schließlich bekommen wir noch Star Wars präsentiert, einmal mit dem recht unbeeindruckendem Disney Infinity 3.0, aber auch mit einer hübschen Präsentation von Dice’s Star Wars: Battlefront, Coop-Demomaterial inklusive. Schlussendlich endet die Sony Konferenz dann doch noch mit einem Highlight, nämlich mit einer Live Demonstration von Uncharted 4: A Thief’s End. Von dem anfänglichen technischen Aufhänger mal abgesehen, war der vorgeführte Abschnitt spielerisch ziemlich stark - die typische Achterbahnfahrt, für die Uncharted nun einmal bekannt ist. Und mit so vielen guten Momenten, Überraschungen und einer generell nicht perfekten, aber sehr guten Konferenz steht Sony dieses Jahr außerordentlich gut da.

Highlights: Auferstehung von The Last Guardian, starke Neuankündigungen (Horizon Zero Dawn, Final Fantasy VII Remake, Shenmue III), toller Demo-Abschnitt für Uncharted 4: A Thief’s End


Größte Enttäuschung: 2016 als Releasedatum für die meisten vorgestellten Videospiele



Nintendo verdient Anerkennung für das lustige Präsentations-Format, doch dieses Jahr
mangelte es eindeutig an schlagfertigen Inhalten.

Microsoft und Sony hatten beide gute Präsentationen, zuletzt muss sich also noch Nintendo beweisen. Zur Erinnerung: Letztes Jahr beurteilten wir Nintendo als Gewinner der E3, nicht nur wegen einer guten Präsentation ihres Portfolios, aber auch wegen der Spielernähe, dem neuen sehr unterhaltsamen Format und interessanten Ankündigungen. Dieses Jahr jedoch hinterlässt Nintendo eine Leere in den Herzen der meisten Fans. Dass das Digital Event 2015 nicht sonderlich gut ankam, ist ja zu dem Zeitpunkt kein Geheimnis mehr, aber selbst mit etwas Abstand betrachtet, kann man unterm Strich nur wenig positives aus diesem Jahr für Nintendo ziehen. Dabei fing die Präsentation eigentlich vielversprechend an, auch das Format stimmte. Man setzte auf Muppet-Figuren als Aufhänger, was genauso absurd wie unterhaltsam ist und in die gleiche Kerbe schlägt als man sich letztes Jahr selbstironisch mit animierten Stop-Moption Figuren auf die Schippe nahm. Auch der direkte Anfang mit Starfox: Zero ließ noch hoffen. Nach der ersten Sequenz im Weltraum machte sich aber sofort Ernüchterung bei uns breit, die Grafik und Technik des Spiels scheint in den Gamecube-Zeiten stehengeblieben zu sein, aber wir haben den Hoffnungsschimmer, dass Starfox vom Gameplay her das hinbekommt, was wir uns seit Gamecube-Zeiten erhofften, denn die gezeigte Action sah vielversprechend aus. Leider scheint das Spiel aber auch im Multiplayer-Bereich in der GC-Zeitepoche festzustecken, da man später bestätigte, dass das neue Starfox keinen Online Multiplayer haben wird. Ohne dass wir es zu dem Zeitpunkt wussten, war damit aber auch das größte Highlight des Events schon vorbei. In einem konstanten Drang uns Plastikspielzeug anstatt Videospiele zu verkaufen, präsentierte Nintendo Amiibo-Figuren, die man für das neue Skylanders: Superchargers verwenden kann. Folgend kam immerhin einer der besseren Ankündigungen, ein neues Zelda-Spiel für den 3DS, genannt Triforce Heroes, welches man zu dritt im Coop spielen kann - glücklicherweise auch mit Online Multiplayer. Der Port von Hyrule Warriors auf den 3DS ist dagegen eher eine Randnotiz. Das Metroid-Fans wiederum richtig anheizte war ein neues Metroid Prime. In aller Regel wäre diese Nachricht ein Grund zur Freude, doch ein 3DS Coop-Shooter im Chibi-Look und ohne Protagonisten Samus war wiederum das allerletzte, was man sich wohl gewünscht hätte. Unter anderen Umständen und mit einem anderen Namen wäre ein Spiel wie Metroid Prime: Federation Force sicher kein so großes Ziel von Wut und Enttäuschung geworden, doch selbst wenn man davon absieht, dass das Spielprinzip hier so viel mit dem ernsten und atmosphärischen Metroid zu tun hat wie Splatoon mit Battlefield, wirkt das gezeigte Material kaum bemerkenswert. Animal Crossing-Fans wiederum dürften sich gleich doppelt von unvorsichtigen Franchise Spin-Offs betrogen fühlen: Animal Crossing Happy Home Designer stößt bei den meisten Spielern der Reihe einfach auf Unverständnis - wofür ein Videospiel rausbringen, dass nur einen kleinen Aspekt davon abdeckt, wofür die Reihe eigentlich bekannt ist? Der größte Tiefpunkt des Digital Events folgte aber mit Animal Crossing: Amiibo Festival für die Wii U. Ein Mario Party offenbar ohne Minispiele, welches einmal mehr dazu dient mehr Plastikspielzeug zu verkaufen. Nintendo geht hier so weit an den Wünschen und Hoffnungen seiner eigenen Fans vorbei, dass man sich nicht wundern muss, warum keiner so recht zufrieden mit dem Digital Event zu sein scheint. Die besten vorgestellten Spiele (hauptsächlich mit neuen Trailern) waren alles Titel, die wir bereits kannten: Fire Emblem Fates, Fire Emblem x Shin Megami Tensei, Xenoblade Chronicles X. Alles Videospiele, die sehr gut aussehen, aber zu denen wir nichts Neues erfahren haben. Das gilt auch für Yoshi’s Woolly World. Das wurde zwar niedlich präsentiert, aber nahm zu viel Zeit dafür in Anspruch, dass man nichts erfahren hat. Den Platz um die beste Nintendo-Neuankündigung kann sich aber daraufhin The Legend of Zelda: Triforce Heroes mit Mario & Luigi: Paper Jam teilen, welches die Mario & Luigi-Reihe mit der Paper Mario-Reihe verbindet. Lustige Idee, wirkt auch ansprechend und unterhaltsam, doch wie das neue Zelda erscheint dies auch nur für den 3DS. Die Wii U bekommt dagegen ein neues Mario Tennis, genannt Ultra Smash, was in einer besseren Präsentation vermutlich einfach nur kommentarlos abgenickt werden würde, hier allerdings besonders träge wirkt, da man seit 40 Minuten auf irgend eine große Neuankündigung für Nintendos Heimkonsole wartet. Super Mario Maker markiert dann das Ende des Digital Events, was immerhin ganz interessant besprochen und demonstriert wurde, aber auch hier versucht man seinen Fans wieder Amiibos zu verkaufen. Fazit: Im besten Fall waren Nintendos Neupräsentationen nette 3DS-Spiele, auf die man sich freuen kann, im schlechtesten Fall ziemlich fatale Spin-off Fehlgriffe, die Franchise-Fans eher abschrecken als begeistern. Das sollte zu einer E3 nicht passieren.

Highlights: Nintendo-Muppets, Starfox: Zero, nette 3DS-Neuankündigungen


Größte Enttäuschungen: Keine große Neuankündigung für die Wii U, GC-Optik bei Starfox, enttäuschende Spin Off-Produkte von Metroid und Animal Crossing


And the Winner is: Sony



Zur dieser E3 war es wirklich nicht schwer einen Gewinner zu bestimmen. Microsoft hat sich ordentlich aufgestellt, doch Sony konnte mit ihrer Mischung aus gelungenen Überraschungen und vorbildlichen Gameplay-Material überzeugen. Nintendo wiederum ist nach dem gelungenen letzten Jahr weit abgeschlagen. Das Format ist weiterhin das unterhaltsamste, doch inhaltlich verärgerte man mehr Fans als dass man sie für ihre eigenen Produkte begeistere. Und das zeichnet schlussendlich den Gewinner aus, denn Sony machte Lust auf die PlayStation 4, Nintendo gab einem wiederum das Gefühl die Wii U aufgegeben zu haben.