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CW Gamescom Spezial - Teil 1

Erlebt, gespielt und geschrieben von Hannibal und King K

Donnerstag, 18. August 2011 um 22:44 von KingK



Ausgerüstet mit einem Presseausweis und einer Menge Aufregung und Motivation reiste die Consolewars-Crew am 17.08.2011 nach Köln um die diesjährige GamesCom zu besuchen. Pünktlich um 9 Uhr öffneten sich die Messehallen und ließen eine Horde von Presseleuten in das Innere strömen. Zunächst waren wir in Kleingruppen aufgeteilt und machten uns einen Eindruck von den Präsentationen der Aussteller. In insgesamt vier Hallen stellten über 505 Aussteller ihre Produkte vor und warben um das Gehör der Presse. Neben Kleinausstellern waren natürlich auch Nintendo, Sony, Microsoft, EA und andere bekannte Publisher vor Ort. Unter dröhnender Musik und grellen Lightshows konnte jeder Gamer seine begehrtesten Spiele zocken und die Präsentation genießen. Dabei versuchte der ein oder andere Aussteller mit seinen Messebabes die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Was zugegebenermaßen auch funktionierte :D .



Kurz nachdem wir in die erste Halle gingen, fanden wir auch schon den leuchtend grünen Microsoft Bereich, in welchem eine Menge Kinect-Games gezockt wurden. Motiviert von den Verrenkungen der anderen Spieler, wagte unser King den Versuch StarWars Kinect zu spielen.

"Ein gewagtes Experiment auf das sich hier Lucas Arts einlässt, doch die Idee dahinter ist genial. Star Wars ist ein mächtiges Franchise und besitzt eine riesige Fanbasis und wer wünscht sich nicht mal insgeheim die "Macht" zu beherrschen. Mit Kinect ist dieser Wunsch im Entferntesten realisierbar, denn ein Spiel mit der bloßen Handbewegung zu beeinflussen kommt der Sache doch schon sehr nahe. Einzig allein die Umsetzung ist hier der Knackpunkt und diese ist wie in vielen Kinect-Spielen mangelhaft. Schon bereits beim einfachen Handwisch in der Menüauswahl tauchen erste Probleme auf und wirkt auf den Spieler schon fasst wie die erste Herausforderung. Im Spiel selbst musste man sich zunächst ein wenig für die ziemlich schwache Grafik fremdschämen. Hier hat man das Gefühl, dass die Entwickler nur das nötigste in grafische Elemente investiert hat und sich mehr um das Gameplay kümmerte. Doch das macht sich nicht bemerkbar, denn das "Rail-Adventure" erlaubt keine Freiheiten in Sachen Bewegung und reisst ein astrein geskriptetes Spiel herunter. Die Bewegungsabläufe wie die typischen Jedihandbewegungen und das Schwingen des Schwertes geschehen ohne großes Lagging, doch in der Präzision finden sich große Mängel. Das Schwingen des Lichtschwerts artet schnell in der typischen Fuchtelei aus und das Springen und nach vorne preschen ist teilweise frustrierend. Dass sich die Demo nach 5 Minuten mit einem furiosen "Fatal Error" verabschiedete, war mehr eine Erlösung als Ärgernis. Die grundsätzliche Idee ist sehr gut, aber die jämmerliche Umsetzung macht traurig. Es bleibt nur zu hoffen, dass bis zum Release noch eine ganze Menge aufgearbeitet wird. Es wäre den vielen Star Wars Fans zu wünschen."

Eindruck: ausreichend

Nur einige Meter vom Star Wars Kinect Stand entfernt, konnten wir bereits die Fifa 12 Spots entdecken. Glücklicherweise haben wir den Pressetag besucht und konnten demnach erwartungsgemäß schnell an die Konsolen. Unterwegs wurden wir noch von einer Losverkäuferin angesprochen. Ich weiß es klingt unglaublich, doch unser King hat gewonnen. Sein Gewinn: Die Möglichkeit an einem weiteren Gewinnspiel teilzunehmen!!! WOW !!! Doch nun zu seinen Eindrücken zu Fifa 12:

"Eines der großen Zugpferde von EA´s Sportabteilung ist die FIFA-Reihe, welche auch in diesem Jahr wieder mit einer neuen Auflage aufzuwarten weiß. Auf der Gamescom gab es nun die Gelegenheit die neue Version auszutesten und sie darf begeistern. Zunächst einmal bleibt die Arena, in der man als Spieler mit seinem Lieblingsfußballer trainieren kann, gleich. Erst mit dem Betätigen des Start-Buttons bemerkt der Spieler das hier nicht FIFA 11 in der Konsole liegt. Mit einer schönen Animation des Fußballers der zum Flugkopfball ansetzt, öffnet sich das Hauptmenü, welches nun quer unterhalb als Scrollbalken angelegt ist. Erwartungsgemäß lässt sich nur das Freundschaftsspiel funktional anwählen und dem Spieler stehen Mannschaften wie Barcelona, Dortmund, Manchester City und AC Mailand zur Auswahl. Dann geht’s auch schon los. Beim Zoom auf die Spieler können wir erste grafische Verbesserungen erkennen. Gesichter und Kleidung sind feiner, ja fasst fotografisch. Doch die Schwachpunkte sind auch schnell sichtbar. Totenstarre in den Gesichtern, wenig Rasenkultur und pixelige Zuschauer bleiben die Realität. Die klassische Tastenbelegung ist wie in all den Jahren unverändert geblieben, doch wie sich die Spieler dazu bewegen schon. Wer kennt sie nicht, das hölzerne Aufeinanderprallen von Spielern, die Umfallen wie Karten. Das abgehackte Stehenbleiben bei Abschlägen von Torhütern, oder der roboterartige Richtungswechsel von tricksenden Spielern. EA hat die verbesserte Animation ganz oben auf die Prioritätenliste geschrieben und das ist ihnen gelungen. Das geschmeidige Auftreten der Spieler und der flüssige Übergang der Sequenzen ist eine Augenweide. Wenn Spieler kollidieren, dann prallen sie nicht bloß stupide aufeinander, sondern versuchen auszuweichen oder stützen sich ab. Die angeworbene "Player Impact Engine" ist unübersehbar und wird den Spielern viel Freude machen. Das Pass- und Schusssystem ist gewöhnungsbedürftig verändert worden, sollte aber dem geübten FIFA-Spieler schnell in Fleisch und Blut übergehen. Es bleibt abzuwarten was die Vollversion an Optionen und Spielmodi zu bieten hat, aber es wird definitiv wieder eine gute Saison."

Eindruck: Sehr Gut



Als uns die Puste beim Fifa12 Spielen ausging, haben wir uns entschlossen an den Nachbarstand zu wandern. Ganz im Stile der Wii präsentierte sich Nintendo auf der diesjährigen Gamescom komplett in Weiß und zeigte unter anderem Spiele wie Super Mario 3DS, Mario Kart 3DS oder auch das bereits erschienene Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D. All diese Games wurden von uns zwar mal angespielt, erscheinen aber in Anbetracht vom heiß begehrten Skyward Sword nahezu winzig. Glücklicherweise kamen wir ziemlich früh an den Stand, sodass die Wartezeit recht schnell um war. Nach einer kurzen Einführung durfte Hannibal das Spiel genauer unter die Lupe nehmen:

"The Legend of Zelda Skyward Sword ist für Zelda-Fans bestimmt DAS HIGHLIGHT der diesjährigen Gamescom. Dabei folgt Nintendo dem Gamescom Motto "Celebrate the Games" und feiert den 25. Geburtstag der Videospielreihe, indem sie den Messebesuchern insgesamt drei verschiedene Areale des Spiels zur Auswahl gibt. Wir entschieden uns für die Dungeon-Variante und konnten direkt mit Nunchuk und Wii-Remote loslegen. Die Grafik des Spiels erinnert stark an Wind Waker, was allerdings keinen Nachteil darstellt, da die Szenerien fantasievoll und detailverliebt gestaltet sind. Das Spiel startete in einer Art Waldtempel, in welchem sich eine Menge Spinnen und andere Kreaturen aufhielten. Sobald man mit einem der fiesen Mostern auf Konfrontationskurs kommt, macht sich die fast komplett neu aufgesetzte Steuerung bemerkbar. Selbst als Zelda-Fan hat man es da nicht wirklich leicht. Die Schwertbewegungen sind 1:1 den Bewegungen der Wiimote nachempfunden, wodurch Kämpfe nun einen viel höheren Schwierigkeitsgrad nachweisen können. Im Kampf mit einem Miniboss zeigt sich, wie intelligent die neue KI wirklich ist. Sie lernt aus den Treffern des Gegners und deckt fortan die eigenen Schwachstellen, sodass es für den Spieler schwerer wird Treffer zu versenken. Gleichzeitig erhöht der Gegner seine Angriffsfrequenz und drängt den Spieler zurück, wodurch man zum Blocken durch ruckartiges Hochziehen der Nunchuk gezwungen wird. Mit dieser genauen Steuerung erreicht Nintendo eine neue Schwierigkeitsliga. Diese Genauigkeit macht sich auch beim Skarabäus bemerkbar. Man steuert den fliegenden Käfer als hielte man eine Papierschwalbe in der Hand und zerschneidet auf dem Weg zu Kristallmechanismen die Fäden der Spinnen, wodurch sie zu Boden fallen. Eine komplette Neuheit ist Links Sprint. Durch gedrückt halten der A-Taste rennt er los bis ihm die Puste ausgeht. Interessant ist dabei auch, dass Link nun Wände ein Stück weit "hochsprinten" kann. Man kann sich denken, wie das zum Zuge kommen wird! Die Dungeons sind Zeldatypisch aufgebaut, wovon wir leider nicht viel sehen konnten, da der Nintendomitarbeiter selbst nicht wusste wo es lang geht und uns in eine Sackgasse lotste."

Eindruck: Sehr gut



Beeindruckt von der Steuerung von Skyward Sword machten wir uns eigentlich auf den Weg um ein Auge auf Uncharted 3 zu werfen. Doch aufgrund unserer Orientierungslosigkeit liefen wir zunächst zwei Mal um den Stand herum, bis wir schließlich auf die Idee kamen über die "Don´t Enter" Absperrungen, welche nur zu Dekozwecken aufgebaut waren, rüber zu klettern. Im PS3 Komplex angekommen, mussten wir aber feststellen, dass Uncharted 3 wohl die technischen Möglichkeiten der vor Ort installierten PS3-Systeme zu sprengen schien. Das Spiel war am Morgen schlicht und ergreifend nicht anspielbar. Doch wir wären nicht Consolewars, wenn wir es zu einem späteren Zeitpunkt nicht nochmal versucht hätten. In der Zwischenzeit besuchten wir andere Stände und kamen natürlich woran vorbei? Genau: An Messebabes. Fotos inclusive! Nachdem wir unsere Fotosession beendet hatten, erspähten wir den Messestand von THQ. Dort wurden wir jäh von einem Space Marine in Lebensgröße ausgebremst und in einen übergroßen Drop Pod hineinkomplimtiert. Im Innenraum erwartete uns dann das heiss erwartete Space Marine:

"THQ schlägt wieder im Warhammer 40000 Universum zu und diesmal richtig aufwändig. Nach dem Arcade Shooter "Kill Team", der so etwas wie ein Spin Off zum Hauptspiel darstellt, veröffentlicht der Publisher nun den Hauptdarsteller. "Space Marine" macht in Sachen brachialer Shooter keine Kompromisse. Ein in massiven Adamantium verpackter Übersoldat, bewaffnet mit einem Bolter, welcher heutzutage als Raketenwerfer durchgehen würde, ist ein echte Ansage. Doch dieses mächtige Instrument der Zerstörung wirkt sich auch auf das Gameplay aus. "Space Marine" ist ein Third Person Shooter par Excellance, allerdings mit einer deutlichen Einschränkung im Spieltempo. Für viele Spieler die die Hektik des Schlachtfeldes lieben wie in Battlefield, werden sich hier langweilen, denn der träge Marine lässt es ruhiger angehen. Nichtsdestotrotz bietet Space Marine ordentlich viel Aktion. Trommelfeuer und gerade der Nahkampf sind bombastisch inszeniert, was sich besonders in der Soundausgabe niederschlägt. Schlachtgebrüll gepaart mit dem Kreischen des Kettenschwerts sind beeindruckend. Grafisch kann das Spiel nicht mit den Klassenbesten der Branche mithalten, denn die fehlende Kantenschärfe und die durchschnittlichen Texturen sind keine Bewerbung für das Spiel des Jahres. Das Setting ist aber äußerst authentisch und wird die Warhammer 40000-Fans aufjauchzen lassen. Das gotische Ambiente und das trübe deprimierte Umfeld in einer vom Krieg geschüttelten Welt versprechen jetzt schon eine großartige Atmosphäre. Die Fans können den Release schon jetzt kaum abwarten, doch auch genrefremde Spieler können getrost mal einen Blick in die kommende Demo werfen um in die Welt Space Marines abzutauchen."

Eindruck: Gut



Fortsetzung folgt...



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